Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen und Aliki Nassoufis
In TV-Märchen à la Schwarzwaldklinik sind die Ärzte die Helden des Alltags mit der Lizenz zum Heilen. Professor Brinkmann und Co. haben immer Zeit und im Gegensatz zu mancher Facharztpraxis kommt hier kein Patient zu kurz.
Sie sehen blendend aus, hören sich die Sorgen der Patienten aufmerksam an und meistern selbst die schwierigsten Operationen mit Bravour: Ärzte sind noch immer die unangefochtenen Halbgötter in Weiß - zumindest im Fernsehen. So schalten in Deutschland wöchentlich mehrere Millionen Zuschauer bei TV-Serien wie Dr. House, Grey's Anatomy oder In aller Freundschaft ein.
Daher werden auch immer wieder neue Programme rund um den Medizineralltag produziert. Vor kurzem startete beispielsweise bei Sat.1 - allerdings mit weniger Erfolg - Dr. Molly & Karl, morgen soll beim selben Sender die Klinik am Alex hinzukommen. Beim ZDF spielt seit Anfang des Jahrens Wayne Carpendale als Walter Plathes Nachfolger den Landarzt. ProSieben hingegen zeigt bereits die 15. Runde des Dauererfolgs Emergency Room.
«Eine Arztserie ermöglicht mehr als andere Serien die Flucht in eine Traumwelt», erklärt die Medienpsychologin Katrin Döveling von der Freien Universität Berlin den Erfolg dieser TV-Formate. «Ärzte genießen noch heute ein hohes Ansehen in der Gesellschaft, deswegen sind Geschichten mit ihnen im Zentrum für viele Zuschauer besonders attraktiv.» Darüber hinaus seien die TV-Doktoren einfühlsamer als manch ein unter Termindruck stehender Arzt in der Realität - auf dem man auch noch lange im Vorzimmer warten und trotzdem lästige Praxisgebühren zahlen müsse.
«Außerdem werden in diesen Serien gesundheitliche und zwischenmenschliche Probleme innerhalb von kürzester Zeit gelöst - das beruhigt viele Menschen, weil Krankheiten und schwierige Beziehungen jeden von uns betreffen», weiß Döveling. «Wenn die Zuschauer dann noch merken, dass selbst Ärzte mal Probleme haben und sich dennoch für ihre Patienten engagieren, dann sehen sie das als ein Indiz dafür, dass die Welt irgendwie doch ganz gut sein kann.»
Dass die Wirkung der Arztserien auf Patienten offenbar enorm ist, hat kürzlich auch der Mediziner Kai Witzel in einer Umfrage herausgefunden. Sein Ergebnis: Wer überdurchschnittlich häufig Krankenhaus- und Arztserien im Fernsehen sieht, fürchtet sich selbst mehr vor einem bevorstehenden Klinikaufenthalt. Seine Erklärung: Zuschauer erkennen eine Sendung nicht als Fiktion, sondern vermischen sie mit der Wirklichkeit.
Das verwundert nicht. Schließlich möchte wohl keiner an einen Arzt wie Dr. House geraten, der oft griesgrämig über die Krankenhausflure läuft und die abstrusesten Diagnosen stellt. Das ist weit entfernt von der heilen Welt, wie sie einst die Die Schwarzwaldwaldklinik und das Team um den charmanten Professor Klaus Brinkmann alias Klausjürgen Wussow boten. Die Mischung aus menschelndem Mediziner und herzlichem Personal war damit eine der Initialzündungen für weitere Arztserien in Deutschland. Darunter Der Bergdoktor, der seine Patienten vor malerischer Kulisse besonders einfühlsam behandelt.
Das sind laut Medienwissenschaftlerin Döveling auch die entscheidenden Unterschiede zwischen den deutschen und den US-amerikanischen Produktionen: Die hiesigen Doktoren arbeiten meist in anheimelnden Umgebungen inmitten idyllischer Landschaften und pflegen engen Kontakt zu ihren Patienten. Den US-Arzt an sich hingegen scheint es vor allem in Kliniken zu geben, wo ein besonderer Fokus auf den Beziehungen zu den Kollegen liegt.
Doch egal, ob die Charaktere dabei überspitzt oder klischeehaft überzogen werden: Selbst «echte» Mediziner haben an den Arztserien kaum etwas einzuwenden. «Dr. House ist beispielsweise erstaunlich realistisch was die medizinischen Fragen, aber auch die Atmosphäre und den Ton in der Medizin angeht», sagt Stefan Willich, Internist vom Berliner Universitätsklinikum Charité.
dpa
Ist richtig ,aber die sollen so einenn Mist nicht erst zeigen . Wer kommt denn immer auf solche Filme . Entspricht garnicht der Realität!!Sowie gesgt wird u einem Dipl. Mediziner - Doktor gesagt wird ,na da gucke ich nicht schlecht.DerTitel muß doch erarbeitet werden . Wer Dr. ist , da sage ich es auch , ansonten nicht .
jetzt antwortenKommentar meldenTja, und genau deswegen steht ja auch groß in der Überschrift, dass es Götter in Weiß nur auf der Leinwand gibt! Im Übrigen find ich es traurig, dass die deutschen Serien immer nur den amerikanischen Vorbildern hinterher rennen. So wie es aussieht, wird die Klinik am Alex doch nur ein billiger Abklatsch von Grey's Anatomy. Haben die keine eigenen Ideen?
jetzt antwortenKommentar meldenWenn ich daß schon höre : Götter in weiß , dies sind genau Menschen nur .Klar vollbringen manche Doktoren sehr Schönes , aber es gibt auch andere Ärtzte , die sind hunterhältig , dies darf nicht sein .Ich habe dazu ja diesbezüglich ne schlechte Erfahrung gemacht .Dies wünsche ich keinen Menschen .Der Dr. dachte auch er ist der Gott in Weiß . Na , der hat sich geirrt , andere Menschen haben auch Wissen .
jetzt antwortenKommentar melden