Impfung empfohlen Grippeviren im Anflug

Auch in diesem Winter rollt eine Grippewelle auf Deutschland zu. Im Nordwesten ist die Aktivität der Viren bereits «deutlich erhöht», wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza ermittelte. In fünf anderen EU-Staaten wurde der Beginn der Grippesaison ausgerufen.

Krankenkassen tragen oft Kosten der Grippeimpfung (Foto)
Besonders für ältere oder chronisch kranke Menschen empfiehlt sich eine Grippeimpfung. Bild: dpa

Laut Europäischem Influenza-Überwachungssystem (EISS) leidet Portugal bereits unter einer Grippewelle. Bulgarien, Irland, Spanien und Großbritannien melden eine mittlere Grippehäufigkeit. Die Daten verweisen nach Ansicht der europäischen Experten darauf, dass in den kommenden Wochen in einer Vielzahl europäischer Staaten wieder eine Grippeepidemie ausbricht.

Laut EISS würden derzeit bereits nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Dänemark, Frankreich, Italien, Schweden und der Schweiz wieder häufiger Fälle von Virusgrippe gemeldet. Zum ersten Mal sei zu diesem frühen Zeitpunkt ein ganzes Land - nämlich Portugal - von der Grippewelle erfasst worden.

Eine echte Virusgrippe oder Influenza unterscheidet sich von einer Erkältung durch den plötzlichen Krankheitsbeginn mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie trockenen Husten. Einer Influenza können vielfältige Komplikationen folgen. Die bedrohlichste davon ist die bakterielle Lungenentzündung.

In Deutschland steht laut Arbeitsgemeinschaft InfluenzaBeteligt daran sind das Robert Koch-Institut, das Deutschen Grünen Kreuz und das Nationalen Referenzzentrum für Influenza. die Grippewelle ebenfalls vor der Tür. Positiv wirken sich derzeit aber die Schulferien über Weihnachten und Neujahr aus. Sie können die Infektionsketten insbesondere bei den Schulkindern unterbrechen.

Behandelt wird die Virusgrippe mit fiebersenkenden oder antiviralen Mitteln. Vor allem ältere Menschen und chronisch Kranke sollten sich nach dem Rat von Wissenschaftlern gegen Grippe impfen lassen. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza rief vor allem Personen über 60 sowie Patienten mit Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen sowie Diabetiker zu einer Grippeschutzimpfung auf. Das Robert-Koch-Institut für Krankheitsüberwachung und -vorbeugung erklärte laut Bild-Zeitung, noch sei Zeit für eine Grippeimpfung.

san

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig