Das alte Jahr neigt sich dem Ende zu - höchste Zeit, über gute Vorsätze nachzudenken. Weniger Stress steht für die meisten ganz oben auf der Liste. Daneben wollen die Deutschen mehr Zeit mit der Familie verbringen und sich gesünder ernähren.
Weniger Stress lautet der wichtigste Vorsatz der Deutschen für 2009. Das gaben 61 Prozent der mehr als 3000 Teilnehmer einer bundesweiten Umfrage des Forsa-Instituts in Berlin an.
Mehr Zeit für Familie und Freunde wollen sich 59 Prozent nehmen. Mehr Sport zu machen, haben 54 Prozent als Ziel, mehr Zeit für sich selbst 53 Prozent. Und 48 Prozent nehmen sich vor, sich künftig gesünder zu ernähren. Die Umfrage zeige den Wunsch vieler Menschen, ihr Leben zu entschleunigen, so der Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK in Hamburg, die die Erhebung in Auftrag gegeben hat.
Stress sei in Deutschland weit verbreitet. Die aktuelle Befragung habe die Werte aus dem Vorjahr bestätigt. Stressfaktor Nummer eins war schon damals der Job: Jeder zweite der Befragten gab an, unter Zeitdruck im Beruf zu leiden. Stress im Alltag empfanden 42 Prozent.
Bei den jüngeren Befragten zwischen 18 und 29 Jahren gaben in diesem Jahr sogar 64 Prozent an, künftig Stress vermeiden zu wollen. Bei ihnen war mit 70 Prozent allerdings auch der Anteil derjenigen höher als im Durchschnitt, die sich mehr Zeit für Familie und Freunde nehmen wollen. Die Besinnung darauf ist nach Einschätzung des Psychologen positiv zu bewerten: Sie könne helfen, einen Ausgleich zum Alltagsstress zu finden. Denn der Druck auf jeden einzelnen werde in allen Lebensbereichen größer. Dazu trage derzeit auch die Finanzkrise bei.
Die trüben Wirtschaftsaussichten haben auch Auswirkungen auf die guten Vorsätze: So gaben 48 Prozent der Jüngeren und 42 Prozent der 30- bis 44-Jährigen an, im nächsten Jahr sparsamer sein zu wollen. Mehr Sparsamkeit rangiert in der «Top-Ten-Liste» der guten Vorsätze auf Platz sechs - 37 Prozent haben diese Absicht. Dagegen wollen 35 Prozent abnehmen, 21 Prozent weniger fernsehen, 14 Prozent weniger Alkohol trinken und ebenfalls 14 Prozent das Rauchen aufgeben.
Die Daten für das aktuelle «DAK-Gesundheitsbarometer» hat durch Forsa im November erhoben. Befragt wurden insgesamt 3034 Erwachsene in allen Bundesländern.
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