Erneut hoffnungsvolle Nachrichten aus der Alzheimer-Forschung: Französische Wissenschaftler aus Straßburg haben einen neuen Alzheimer-Test entwickelt, den sie in den nächsten Jahren auf den Markt bringen wollen.
Der Test erfordere nur wenige Bluttropfen, sagte der Forscher Jean de Barry vom nationalen Forschungszentrum CNRS heute in Straßburg. Bisher wird nach seinen Angaben nur etwa jeder zweite Alzheimer-Patient zuverlässig diagnostiziert, unter anderem durch eine Rückenmark-Punktion.
Die Zuverlässigkeit des Tests für den unheilbaren Gedächtnisschwund liege bei 98 Prozent im Vergleich zu 85 Prozent bei anderen Tests, sagte de Barry. Dabei werden durch Fluoreszenz fehlgebildete Proteine sichtbar gemacht, die für die Entwicklung der Alzheimer-Demenz verantwortlich sind.
Dank des Tests könnten Patienten schneller und gezielter behandelt werden, hofft de Barry. Das fortschreitende Hirnleiden lässt sich bislang zwar nicht heilen, bestimmte Therapien können es aber oft bremsen. Alzheimer ist das häufigste Demenzleiden in Deutschland. Bundesweit rechnen Mediziner mit rund einer Million Demenzkranken, darunter etwa zwei Drittel Alzheimer-Patienten.
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