Sa., 26.05.12

Tierische Gefühle 09.12.2008 Auch Hunde sind neidisch

Hund (Foto)
Wer hätte gedacht, dass sich hinter diesen treuen Augen eine neidische Seele verbirgt? Bild: dpa

Da ist der Hund dem Herrchen doch ähnlicher als gedacht: Nach Erkenntnissen Wiener Forscher kann auch der beste Freund des Menschen neidisch werden. Experimente hätten gezeigt, dass Hunde eine einfache Form von Neid empfinden können.

Das berichten die Wissenschaftler um die Verhaltensforscherin Friederike Lange von der Universität Wien. Anders als Primaten wie Affe oder Mensch könnten die Hunde aber keine Feinheiten ungerechter Behandlung unterscheiden.

In ihrer Studie versuchten die Forscher, Hunde so häufig wie möglich zum Pfötchen-Geben zu bringen. Dabei stellten sie fest, dass die Hunde deutlich schneller damit aufhörten, wenn neben ihnen ein anderer Hund saß, der für dieselbe Leistung eine Belohnung bekam, sie aber nicht.

Die neidischen Vierbeiner hätten im Vergleich zu einer Testsituation, in der sie sich alleine befanden, deutlich gestresster gewirkt, mehr gezögert und stärker auf den anderen Hund und dessen Belohnung geachtet, berichten die Forscher. Kalt ließ die Hunde jedoch, wenn der Partner ein begehrenswerteres Leckerli bekam als sie, etwa ein Stückchen Wurst statt Brot - Hauptsache, sie hatten auch etwas.

Nach Angaben der Forscher war bisher davon ausgegangen worden, dass ein Gefühl wie Neid zutiefst menschlich sei. Experimente hatten dann belegt, dass auch Affen auf ungerechte Belohnung mit Neid reagieren und sogar Unterschiede in der Qualität und der Verteilung registrieren. Mit der Studie aus Wien sei nun zum ersten Mal gezeigt, dass auch Nicht-Primaten wie Hunde in einer einfachen Form neidisch sein können. Dies könne eine Vorstufe zu differenzierteren Gefühlen sein.

car
Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • AW
  • Kommentar 1
  • 16.03.2010 01:10
 

Wunderbar,das finden Forscher heutzutage raus???Vielleicht sollten sie mal Hundenachwuchs zuhause haben und die Geschwister über Monate hinweg beobachten, dann würden sie Augen machen, wieviele Gefühle beim Hund wirklich da sind und auch ausgelebt werden!!! Bei so "gescheiten" Erkenntnissen lerne ich nur eines hinzu:Keiner der Forscher hat(te) über Jahre selbst Hunde!!!

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