Mit der Initiative «In Form» will die Regierung Übergewicht bekämpfen. Kein Gesundheitssystem der Welt könne es sich leisten, dass Menschen wegen ihres Lebensstils mit 30 chronisch krank werden, sagte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.
Besonders Kinder und Jugendliche sollen in den nächsten drei Jahren mit Projekten wie dem Ernährungsführerschein lernen, sich gesund zu ernähren. Schulen und Kantinen erhalten Anleitungen für gesunde Mahlzeiten, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung erarbeitet wurden.
Der normale Kinderalltag sollte möglichst viel Bewegung enthalten. Die Basis bilden Alltagsaktivitäten wie Zimmer aufräumen oder zur Schule gehen. Sie sollten täglich 30 bis 60 Minuten umfassen. Das erläutert die Bundesregierung auf der neuen Internetplattform in-form.de, die heute freigeschaltet wurde. Freizeitaktivitäten wie Kickroller oder Rad fahren, bei denen sich die Kinder bewegen, aber nicht ins Schwitzen geraten, sollten eine weitere Stunde pro Tag einnehmen. Und für Sport reservieren Eltern am besten 30 Minuten am Tag.
In den kommenden drei Jahren stellen Schmidt und Ernährungsministerin Ilse Aigner (CSU) zusammen 30 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung. Sie unterstützen damit etwa Sportvereine und Kindergärten, die ihre Angebote ausbauen können. Auch ältere Menschen und Jugendliche in sozialen Brennpunkten sollen mit dem Projekt erreicht werden. «Sich ausgewogen zu ernähren und körperlich aktiv zu sein, bereitet sehr viel Freude», sagte Aigner.
Die Initiative «In Form - für gesunde Ernährung und mehr Bewegung» ist aus dem «Nationalen Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten» hervorgegangen. Rund 300 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft nahmen an der Veranstaltung teil.
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