Von Simone Utler
Überall hustet und niest es, die Nachfrage nach Halsschmerztabletten und Nasentropfen ist groß. Darüber, ob Hausmittel oder häufiges Händewaschen helfen, sind sich die Experten uneinig.
Verstärkt werden akute Atemwegserkrankungen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts von Ärzten aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Nordrhein-Westfalen gemeldet. Nach Schätzungen des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) ist jeder siebte Schleswig-Holsteiner derzeit krank.
«Die Erkältungswelle greift um sich», sagt der Sprecher der VdAK-Landesvertretung in Kiel, Oliver Grieve. «Aufgrund von Informationen der Krankenkassen und Zahlen aus den vergangenen Jahren ist davon auszugehen, dass sich das auch bis Januar so halten wird.» Insgesamt werden laut Grieve bis dahin rund 15 Prozent aller Erwerbstätigen betroffen sein.
Das Robert-Koch-Institut sieht noch keinen Grund zur Beunruhigung, auch wenn die Statistik der Arbeitsgemeinschaft Influenza zu akuten Atemwegserkrankungen wie Rachenentzündungen, Bronchitis und Lungenentzündungen für Schleswig-Holstein und Hamburg sowie NRW seit Mitte November einen deutlichen Anstieg zeigt. «Das ist mehr als im Rest der Republik, aber noch im Rahmen», sagt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Es sei eine langsame Ausbreitung von grippalen Infekten und starken Erkältungen zu erkennen. «Aber noch auf niedrigem Niveau.»
Auch die Apotheken spüren die Erkältungswelle schon: Seit einiger Zeit gehen verstärkt Medikamente gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit über die Theke. «Besonders gefragt sind im Moment Aspirin Complex, der Erkältungssaft Wick Medinait und Orthomol Immun zur Abwehrstärkung. Und fast jeder Kunde nimmt noch einen Nasenspray dazu», sagt Brit Raddatz von der Hamburger Vita-Apotheke. Allerdings sei der Ansturm nicht größer als in anderen Jahren. «Das ist jetzt einfach die Erkältungszeit, die immer Mitte November losgeht.»
47 Prozent der Deutschen leiden laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK ein- bis zweimal im Jahr an einer Erkältung. Zwölf Prozent der insgesamt 1000 Befragten plagt öfter als zweimal ein Schnupfen. Um wieder auf die Beine zu kommen, setzt die Mehrheit auf natürliche Mittel: 61 Prozent der Befragten trinken viel, 58 Prozent vertrauen auf Hausmittel wie heiße Zitrone, Zwiebelsaft und Wickel. 46 Prozent setzen auf ausreichend Schlaf, zu Medikamenten greifen gut 40 Prozent. Zum Arzt geht lediglich jeder Vierte.
Allgemeinärztin und DAK-Expertin Cordula Sohst-Brennenstuhl empfiehlt ebenfalls einfache und sanfte Mittel: «Erkältungen kann man oft ohne Medikamente bekämpfen. Gerade im Anfangsstadium wirken Schlaf, viel Flüssigkeit und eine Extra-Portion Vitamine wahre Wunder.» Auch Bewegung und frische Luft sollten trotz Schniefnase drin sein. Wenn die Erkältung jedoch anhalte und Fieber sowie Schüttelfrost hinzukommen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Der Leiter des Instituts für Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Peter Sawicki, setzt in der Grippe- und Erkältungszeit vor allem auf eines: häufiges Händewaschen mit Seife. Das schütze besser vor Ansteckung als die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Man sollte sich auch nicht ins Gesicht fassen, empfiehlt Sawicki. Wer sich schon angesteckt habe, könne andere Menschen schützen, indem er ihnen möglichst nicht die Hand gebe und benutzte Taschentücher schnell entsorge.
Wer sich bereits mit einer Erkältung quält und das Gefühl hat, ihm helfen weder Medikamente noch Vitamine, den tröstet vielleicht das alte Sprichwort: Eine Erkältung dauert ohne Behandlung eine Woche, mit Behandlung sieben Tage.
So einen Husten hatte ich seit 20 Jahren nicht , wie ich ihn hatte . Schlimm ist dies . Fagusan- Lösung war das einzigste was geholfen hat .
jetzt antwortenKommentar meldenMich hatte es auch toll erwischt , nach 25 Jahren hatte ich eine Erkältung , die war ganz schön happig. Mußte sogar Medikamente vom Arzt bekommen . Gegen meinen Husten habe ich sehr viele Medikamente gekauft,es half zum Schluß gegen meinen Bacilus Husten , Fagusan - Lösung . Damit wurde ich den Husten sehr schnell los . Bärbel Elstermann
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