Bei der Therapie von Depressionen sind Antidepressiva meist die erste Wahl. Englische Forscher raten aber zur Verhaltenstherapie, die kostengünstiger und effektiver sei.
Eine besondere Form der Verhaltenstherapie könnte eine echte Alternative zum Einsatz von Antidepressiva darstellen: Die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie schützt bei wiederkehrenden Depressionen nicht nur eher vor einem Rückfall als die Behandlung mit Medikamenten, sondern verbessert auch die Lebensqualität der Betroffenen effektiver.
Das belegt jetzt eine Untersuchung britischer Psychologen. Darüber hinaus ist die Methode, die im Rahmen von Gruppensitzungen vermittelt werden kann, auch kosteneffektiver, berichten die Forscher. In einer weiteren, größeren Studie wollen sie ihre Ergebnisse überprüfen und näher untersuchen, wie genau die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (ABKT; auch MBCT, englisch für: mindfulness-based cognitive therapy) funktioniert.
«Antidepressiva werden häufig bei Leuten eingesetzt, die unter Depressionen leiden, und darum tendieren sie dazu zu funktionieren», erklärt Willem Kuyken vom Mood Disorders Centre an der University of Exeter. «Doch während sie sehr effektiv darin sind, dabei zu helfen, die Symptome von Depressionen zu reduzieren, sind die Patienten sehr anfällig für einen Rückfall, wenn sie die Medikamente wieder absetzen.»
MBCT nimmt einen anderen Ansatz - sie lehrt die Menschen Fähigkeiten fürs Leben, so der Psychologe. Sie zielt auf negatives Denken und bringt etwa eine Reihe von Übungen auf der Basis buddhistischer Meditationstechniken nahe, welche den Patienten helfen, sich mehr auf die Gegenwart als auf Vergangenes oder Zukünftiges zu konzentrieren. Die Übungen arbeiten zwar bei jeder Person auf eine andere Art und Weise, jedoch gelingt es den meisten, negative Gedanken und Gefühle besser kontrollieren und akzeptieren zu können.
In ihrer Studie hatten Kuyken und seine Kollegen bei 123 Patienten mit wiederkehrenden Depressionen die Wirksamkeit einer MBCT mit der von Medikamenten verglichen. Die Hälfte der Probanden machte mit ihrer bisherigen Medikamententherapie weiter, während die anderen in Gruppen von 8 bis 15 Leuten an einem achtwöchigen MBCT-Kurs teilnahmen und dann ohne die Medikamente auszukommen sollten.
Von denjenigen Patienten, die an der Achtsamkeitsbasierten Kognitiven Therapie teilgenommen hatten, erlitten in den 15 Monaten danach 47 Prozent einen Rückfall, während es in der Vergleichsgruppe 60 Prozent waren. Darüber hinaus berichteten sie von einer höheren Lebensqualität, was alltägliche Freude und körperliches Wohlbefinden betraf. Die Psychologen verglichen zudem die Kosten der beiden Therapieformen und stellten fest, dass eine MBCT günstiger ist. Im Gegensatz zu den meisten anderen Psychotherapien kann ein Therapeut in einer Gruppe mit mehreren Patienten gleichzeitig arbeiten.
Im Zentrum kognitiver Verhaltenstherapien stehen Kognitionen, also Denken, Überzeugungen oder auch Wertungen. Grundlage des Ansatzes ist, dass die Art, wie jemand denkt, auch bestimmt, wie er sich verhält, fühlt und reagiert. Im Vordergrund der Therapie stehen dann Bewusstmachung und Überprüfung der Einstellungen sowie die aktive Gestaltung der Wahrnehmungen. Auch an der Universität Tübingen findet derzeit ein Forschungsprojekt zur Therapie wiederkehrender Depressionen mit MBCT statt.
car/Wissenschaft aktuell
Die Wissenschaft ist schon viel weiter als dieser pseudowiss. Artikel. Sie empfiehlt eine Kombination aus Medikation und VT, welche sich den Einzeltherapien als überlegen gezeigt hat. Ohne Medis geht es sowieso nur bei leichten/neurotischen Depressionen bei schweren wäre ohne Medis gar keine PT/VT möglich, da die Patientien viel zu niedergeschlagen sind.
jetzt antwortenKommentar meldenWenn man unter Deprisonen leidet , da muß man nach der Ursache suchen. Von mir weiß ich es wieso , dies waren Menschen die mir etwas antaten und mir etwas zuordnetetn ,was ich nicht getan habe .Man wollte dies sogar auf mich beruhen lassen , funktionierte nicht , daß Schiksal wollte es so, daß es sich auf ganz normalen Weg klärte .Sie erfreuen sich ja , daß ich etwas nicht bekommen habe und nicht wurde . Aber , fast jeder Mensch hat mal ne Depresion,ich sage immer :Ich habe da meine 5 Minuten, aber ich lebe nur einmal .Die würden sich doch nur freuen ,wenn ich keine Lebensfreude mehr habe .
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