Mehr Obst für Europas Schulen
Wollen Sie wissen, wie es bei dem Thema weitergeht?Wir informieren Sie gerne kostenlos.
Ab dem Schuljahr 2009/10 sollen jährlich 90 Millionen Euro investiert werden, um Obst und Gemüse in europäischen Kindergärten und Schulen zu verteilen. Das haben die Agrarminister der Europäischen Union in Brüssel beschlossen.
Einer Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zufolge hat sich der Agrarministerrats der Europäischen Union heute in Brüssel auf ein europäisches Schulobstprogramm geeinigt.
«Obst und Gemüse spielen im Rahmen einer gesunden Ernährung eine große Rolle. Das europäische Schulobstprogramm kann dazu beitragen, dass sich unsere Kinder gesünder und besser ernähren - und das auch langfristig. Denn die Ernährungsgewohnheiten werden schon in jungen Jahren geprägt», sagte dazu Bundesernährungsministerin Ilse Aigner.
Entsprechend dem Programm werden ab dem Schuljahr 2009/2010 jährlich 90 Millionen Euro für die Verteilung von Obst und Gemüse in Kindergärten und Schulen zur Verfügung stehen. 50 Prozent der Kosten für Ankauf, Logistik, Verteilung und Kommunikation müssen die Mitgliedsstaaten, die sich am Programm beteiligen, jedoch selbst tragen.
Der Pressemitteilung zufolge konnte Deutschland in den Verhandlungen aber erreichen, dass die Mitgliedstaaten selbst über die Festlegung der Zielgruppe und über die Finanzierung des nationalen Anteils entscheiden. So können neben öffentlichen Mitteln auch Gelder aus der Wirtschaft oder Elternbeiträge eingesetzt werden.
«Damit das Schulobstprogramm möglichst erfolgreich wird, werden wir neben der Verteilung von Obst und Gemüse auf Information und Aufklärung setzen. Dabei wird die Einbindung von Lehrern und Eltern ein wesentliches Element sein», sagte Bundesministerin Aigner weiter.
Sie zeigte sich zudem erfreut darüber, dass das Programm «eine gute Ergänzung» für den nationalen Aktionsplan IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung ist.
Wie das Programm hierzulande konkret umgesetzt werden soll, darüber beraten Mitarbeiter von Bund und Ländern in den kommenden Wochen. Das Schulobstprogramm hatte die Europäische Kommission bereits am 8. Juli vorgeschlagen. In drei Jahren soll es einen ersten Erfahrungsbericht geben. «Dann können wir eine mögliche Ausweitung des Programms diskutieren», sagte Aigner.
mas
Zum Thema
Thema verfolgen »
Artikel kommentieren
Immer mehr Kinder und Jugendliche sind übergewichtig oder gar krankhaft fett. Schuld sind Fastfood, Süßigkeiten und mehr ...
Viele Kinder leiden an einem gestörten Essverhalten und stopfen aus Frust immer mehr in sich rein. news.de mehr ...
Das Frühstück und eine Pausenmahlzeit sind für Kinder die Grundlage für einen guten Start in den mehr ...