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Von news.de-Redakteurin Mara Schneider
Artikel vom 07.11.2008Im vergangenen Winter hat das Norovirus zeitweise mehr als 15.000 Menschen pro Woche befallen. Es war die bislang schlimmste Epidemie des Erregers, der heftigen Durchfall und Erbrechen verursacht. Seit kurzem steigen die Zahlen wieder an.
Das Norovirus ist wieder auf dem Vormarsch. Mitte Oktober stieg die Zahl der wöchentlichen Neuerkrankungen in Deutschland auf mehr als 1400. Zwar sei das für diese Jahreszeit üblich, sagt Susanne Glasmacher, Pressesprecherin des Robert-Koch-InstitutsDas Robert-Koch-Institut mit Sitz in Berlin ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Es ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention. (RKI). «Die Zahlen sind aber auch ein Indiz dafür, dass es zu ähnlich schweren Wellen wie in den vergangenen beiden Jahren kommen könnte.»
In den Wintersaisons 2005/06 und 2006/07 verzeichnete das RKI die bisher größten Noroviren-Epidemien. Erst im Januar dieses Jahres erkrankten wöchentlich bis zu 16.000 Menschen, ehe die Viruswelle im Februar langsam abebbte. Im Sommer schwankten die Zahlen zwischen 400 und 900 Infektionen pro Woche. Wie intensiv sich das Virus in diesem Winter ausbreiten wird, können auch die Mitarbeiter des RKI nicht sagen. «Wenn es wieder so schlimm wird, wäre das schon die dritte große Welle hintereinander», sagt Glasmacher.
Warum das Virus in den vergangenen Jahren immer aggressiver wurde, ist nicht bekannt. «Wir haben keine befriedigende Erklärung dafür», so die Pressesprecherin. 2001/02 wurden in den Wintermonaten gerade mal 100 bis 500 Infektionen pro Woche gezählt. Es sei wahrscheinlich, dass einzelne Virusfamilien unterschiedlich starke Reaktionen auslösen können. Ähnlich wie bei Grippeviren treten auch Noroviren jedes Jahr in neuer Variation auf.
Die Krankheitserreger existieren vermutlich schon seit Jahrtausenden. Erstmals beschrieben wurden sie 1968 in Norwalk, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Ohio. Damals erkrankten plötzlich zahlreiche Bewohner an einer infektiösen Magen-Darm-Grippe. Vier Jahre später wurde das Virus mit Hilfe eletronenmikroskopischer Untersuchungen nachgewiesen. Der ursprüngliche Name Norwalk-Virus wurde aber erst 2002 in Norovirus geändert.
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Kommentar von soddemann wurde gelöscht, da werbender Inhalt.
jetzt antwortenKommentar meldenNoroviren-Alarm: Trinkwasser macht krank! Norovirusinfektionen werden durch Fäkalien entweder in Lebensmitteln oder im Trinkwasser ausgelöst. Unsere veralteten Wasserwerke können Viren nicht filtern. Noroviren bleiben in kaltem Wasser lange ansteckend. Lebensmittel haben immer die gleiche Temperatur. Trinkwasser hat sein Temperaturminimum im Februar. Also muss Trinkwasser die Norovirusinfektionen auslösen! Die Ultrafiltration kann Viren aus dem Trinkwasser filtern, für nur 0,50 Euro je Person und Monat. Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz BBU e.V.
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