Sa., 26.05.12

Leben schenken 31.10.2008 Der Weg zum Organspendeausweis

Organspendeausweis (Foto)
Nur wenige haben ihn: den Organspendeausweis. Bild: dpa

Nur einer von sieben Deutschen trägt einen Organspendeausweis bei sich. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Forsa-Institutes hervor. Dabei ist es so leicht, sich einen Ausweis anzuschaffen.

Am einfachsten für alle Betroffenen ist es, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten seine eigene Entscheidung getroffen und einen Organspendeausweis ausgefüllt hat. Erhältlich ist er in Apotheken, Arztpraxen oder im Internet.

Feste Altersgrenzen gibt es nicht. Schon Minderjährige können sich einen Ausweis anlegen. Das Transplantationsgesetz erlaubt Jugendlichen ab dem 16. Geburtstag, ihre Bereitschaft zur Organspende zu erklären.

Ein Besuch beim Arzt ist vor dem Ausfüllen des Organspendeausweises nicht nötig. Entscheidend ist, dass die Organe zum Zeitpunkt der Transplantation intakt sind. Erst dann werden sie eingehend untersucht.

Das Ausfüllen ist ganz einfach: Auf der Vorderseite des Ausweises werden die persönlichen Daten eingetragen. Auf der Rückseite folgt die Erklärung zur Organspende für den Todesfall. Hier sind verschiedene Varianten möglich. So kann man der Entnahme von Organen und Geweben ohne Einschränkung zustimmen, einzelne Organe oder Gewebe von der Entnahme ausschließen oder die Erklärung auf bestimmte Organe begrenzen.

Der beste Aufbewahrungsort für den Organspendeausweis ist das Portmonee. Dort wird es im Fall der Fälle am schnellsten gefunden. Aber auch die Angehörigen sollten über die Entscheidung informiert werden.

Registriert werden die Angaben im Ausweis nicht - man kann ihn also jederzeit verändern oder vernichten.

car
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