Übergewicht, Bluthochdruck und Bewegungsmangel – das sind die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Diabetes mellitus. Auf immer mehr Menschen treffen diese Faktoren zu. Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zufolge sind rund sechs Millionen Deutsche zuckerkrank.
Die Bezeichnung Diabetes mellitus, im Volksmund auch Zuckerkrankheit genannt, kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie honigsüßer Durchfluss. Die Erkrankung ist durch eine chronische Erhöhung des Blutzuckers gekennzeichnet und wird in zwei Typen aufgeteilt: Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes.
Typ-1-Diabetes entsteht durch einen Mangel am Hormon Insulin. Man spricht auch von Insulinmangel-Diabetes. Körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper) zerstören die Insulin produzierenden Zellen der Bachspeicheldrüse. Ohne Insulin kann Glukose nicht aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen und verwertet werden. Der Zuckerspiegel im Blut steigt an, der Körper muss als Energiequelle sein Fettgewebe aufzehren. Betroffen sind meist Kinder und Jugendliche, weshalb der Typ-1-Diabetes auch als jugendlicher oder juveniler Diabetes bezeichnet wird.
Typ-2-Diabetes beruht auf einem verminderten Ansprechen der Körperzellen auf Insulin (Insulinresistenz). Er macht sich meist nach dem 40. Lebensjahr erstmals bemerkbar und wurde deshalb früher auch als Altersdiabetes oder Alterszucker bezeichnet. Auslösende Faktoren sind fettreiche Kost, Übergewicht und Bewegungsmangel. Heute trifft er vermehrt stark übergewichtige Jugendliche. Derzeit haben mehr als fünf Millionen Deutsche einen Typ-2-Diabetes.
Ein erstmals während der Schwangerschaft auftretender Diabetes wird als Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes bezeichnet. In der Regel verschwindet diese Form des Diabetes nach Beendigung der Schwangerschaft. Dabei ist jedoch das Risiko für die spätere Entwicklung eines Typ-2- oder Typ-1-Diabetes stark erhöht.
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