Dennoch nutzen längst nicht alle Versicherten die kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen. Laut einer Umfrage des Infozentrums für Prävention und Früherkennung (IPF) vom Frühjahr 2008 gehen 71 Prozent zumindest gelegentlich zu Früherkennungsuntersuchungen. Ihr Auto bringen aber stolze 92 Prozent regelmäßig zur Inspektion.
Vor allem Männer nehmen es der Umfrage zufolge mit ihrer Gesundheit nicht so genau. Obwohl sie eine deutlich kürzere Lebenserwartung haben als Frauen, nutzt nur etwa jeder fünfte Mann die Früherkennung von Krebserkrankungen. Auch die Frauen gehen nachlässig mit ihrer Gesundheit um: Jede siebte Frau geht nicht zur Krebsvorsorge. «Diese Zurückhaltung kann fatale Folgen haben», warnt das IPF. Viele Erkrankungen würden nämlich erst entdeckt, wenn es schon fast zu spät sei.
Früherkennungsuntersuchungen ersparen nicht nur dem Patienten viel Leid, sondern auch den Krankenkassen eine Menge Geld. Denn eine frühzeitig erkannte Krankheit kann schneller und effizienter behandelt werden als ein zu spät entdecktes Leiden. Allerdings gelten für die Früherkennungsuntersuchungen ganz bestimmte Altersgrenzen.