Ohne Worte vertraut
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Von news.de-Redakteurin Claudia Arthen
Artikel vom 16.08.2009
Frauen beäugen Männerfreundschaften gerne etwas skeptisch, weil ihnen ziemlich schleierhaft ist, wie sie funktionieren. Männer sitzen vor dem Fernseher, schauen Fußball und trinken Bier. Aber reden sie auch miteinander?
Männerfreundschaften gelten als etwas ganz Besonderes – und sind für viele Frauen ein Mysterium. Warum? Wahrscheinlich weil es keine andere Beziehung aushalten würde, wenn man nur einmal im Jahr miteinander redet. Denn weil Männer Freundschaften bevorzugen, die anspruchsvoll sind, aber keine Ansprüche stellen, geht Mann gerne getrennte Wege, um den alten Freund alljährlich einmal zum Bier zu treffen.
Mit dem Telefon, mit dem Frauen gerne solche lange Trennungsperioden überbrücken, hat der Mann wenig im Sinn. Es mag zwar angeblich von ihm erfunden worden sein, aber sicherlich nicht für ihn. Echte Männerfreunde brauchen wenig Worte, konzentrieren sich beim ersten Anruf seit Jahren statt der weichen weiblichen eher auf die männlich-harten Fakten: «Bin in der Stadt, habe nur heute Abend Zeit. Wo treffen wir uns? Bis später.»
Was danach passiert, verrät uns eine Studie des Instituts für Rationelle Psychologie in München: Die Zeit, die gute Kumpels gemeinsam verbringen, wird demnach zu 54 Prozent gemeinsamen Unternehmungen gewidmet, zu 24 Prozent Gesprächen über Arbeit, Karriere und Politik und nur zu 19 Prozent dem Austausch über sich selbst.
Das war schon bei Asterix und Obelix so, das haben Winnetou und Old Shatterhand nicht anders gemacht, und selbst bei modernen Männerfreunden nach dem Typus Schröder/Putin, Pitt/Clooney und Poldi/Schweini ist der Austausch von Persönlichem («Mein Haus, mein Auto, mein Boot») weniger als Gespräch als vielmehr als archaisches Imponiergehabe zu verstehen.
Eine Ausnahme bilden Dieter Bohlen und Thomas Anders, die sich bekanntlich oft gezofft und auf immer und ewig verkracht haben. Oder Ernie und Bert, die die männliche Kunst des gemeinsamen Schweigens in der Sesamstraße nur selten demonstrieren. Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.
Das klingt, als würden Männer untereinander nur oberflächlichen Smalltalk absondern. Aber da liegt ein Irrtum vor, meint Volker Hepp, der in Inning am Ammersee als Coach für Männer arbeitet. Die Gespräche zwischen Männern könnten sehr wohl sehr persönlich und intim sein - genauso wie Beziehungsgespräche unter Frauen nicht immer Tiefgang hätten. Voraussetzung sei allerdings, dass gegenseitiges Vertrauen und Verschwiegenheit vorherrschen. Nähe und Vertrautheit könnten dabei sehr individuell erlebt werden, erklärt Hepp. Etwa beim gemeinsamen Werkeln am Auto. Oder beim gemeinsamen Treckingurlaub.
Dass die Angst, für schwul gehalten zu werden, Männer davon abhalte, zu Freunden zu große Nähe und zu innige Gefühle zu entwickeln, hält Hepp für nicht ganz abwegig. Doch seien tiefe Männerfreundschaften ohnehin äußerst selten. Männer neigten eher dazu, mehrere lockere Bündnisse zu schließen, und stünden «side by side», während Frauen «face to face» bevorzugten und in Freundschaften schneller intim würden. Eine Freundschaft sei eine Kumpelbeziehung allerdings nur dann, wenn die Beteiligten damit rechnen können, in Notlagen und persönlichen Krisen Rat und Beistand zu bekommen, sagt Hepp.
Laut der Münchner Studie rechnen nur wenige damit: Nur 14 Prozent der befragten Männer gaben an, einen Freund zu besitzen, auf den sie sich wirklich verlassen können. Frauen dagegen scheinen sich ein Leben lang ununterbrochen zu befreunden, zu entfreunden und neu zu befreunden. Aber: «Wenn es bei Frauen einmal kracht, dann oft dauerhaft», sagt Hepp.
Die Aggressionen, die sich dagegen in Kumpelbeziehungen aufbauen, seien in der Regel nur von kurzer Dauer. «Denn nachtragend sind echte Männerfreunde nicht», ist Hepp überzeugt.
Kein Wunder: In den zwölf Monaten bis zum nächsten Treffen bleibt reichlich Zeit, den Ärger wieder abzubauen. Selbst zukünftige Männer wollen angesichts solcher Vorteile nicht auf echte Freunde warten, weiß die Fachzeitschrift für Männerfreundschaften Men’s Health: Zwei von drei kleinen Jungen erfinden sich deshalb ihren imaginären besten Freund einfach selbst. Kein Problem: Man will ja ohnehin nicht mit ihm reden.
Weiterführende Links: Videoblog: Ein kompliziertes Beziehungsgeflecht Männermodetrends: Feminin und versnobt intellektuell Sex-Appeal: Wann ist ein Mann ein attraktiver Mann? Machos haben ausgedient: «In jedem Mann steckt eine Memme» Promi-Freundschaften: In guten wie in schlechten ZeitenUmfrage: Mann und Frau können Freunde sein
kat/news.de
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Birgit Theresa Koch reist als fahrende Psychologin mit dem Wohnmobil durchs Land, um Streithähne zu mehr ...
Liebe ist eine zeitweise Erkrankung des Gehirns. Das was man allgemein Liebe nennt, ist nichts weiter als auf jemanden Geil sein...eben auch körperlich. Aber auch das legt sich nach spätestens 4 Jahren, weil man die Ferromone des anderen nicht mehr wahrnimmt. Das ist im Übrigen Wissenschaftlich. Was danach eintritt...sofern sich beide immer noch gut verstehen und mögen...ist eine tiefe Zuneigung und Wertschätzung. Ich nehme an, das hast Du von Anfang an vermisst. Sorry, aber seitdem ich die Menschen kenne, kommt bei mir das Wort Liebe nicht mehr über die Lippen. Wenn ich mich erinnere, habe ich so etwas wie Liebe zuletzt für meinen Kater und die Katze empfunden. Tiere können sowas auch tatsächlich zurückgeben... und ohne Berechnung ! Und ich muss dafür auch keine "Frauenbücher" lesen um das zu fühlen. Ich bin mir auch nicht sicher ob du überhaupt verstanden hast was ich dir mit Kommentar 6 übermitteln wollte. Poppen war nur das Vehikel. Es geht um das was du Liebe nennst. Hat das ganze vielleicht auch etwas mit deinem alter zu tun ?
jetzt antwortenKommentar meldenVom Poppen war eben nicht die Rede bei mir - sondern vom Lieben - lies' Barry Long, dann weißt Du, wovon ich spreche. Grüße
jetzt antwortenKommentar meldenDas tut mir echt leid für dich. Die von Dir genannten "Rammler" habe ich auch immer verachtet. Ich kann Dir aber auch jede Menge Gegenbeispiele aufzählen. Ich nehme nur mal eins. Ein guter Bekannter von mir, wirklich sehr gut aussehend,(Gas u. Wasserinstallateur-Geselle) war unsterblich verliebt in eine Frau. Er hat sie auf Händen getragen. Nach fast 2 Jahren verliess sie ihn und zog zu ihrem kleinen, dicken, viel älteren Zahnarzt mit Villa und Ferrari. Könnte wie geschrieben noch zig ähnliche Beispiele aus meinem Bekanntenkreis der letzten 20 Jahre aufzählen. Um es mit Mario Barth zu sagen: Männer sind Schweine...Frauen aber auch. Und was mir an Frauen auch noch aufgefallen ist... Sie legen sich schnell auf die Matratze wenn ihnen Männer Typ George Clooney, Brad Pitt oder Jackman an die Wäsche gehen. Ich höre sie heute noch aufstöhnen..."Oh sieht der geil aus...was für ein Mann" !! Da müssen sich Frauen nicht beschweren wenn sie von solcher Sorte Männer nur "benutzt" werden. Und ich sage es nochmal ganz knallhart: Frauen wollen reden...Männer wollen Poppen. (und das eben viel häufiger als Frauen) Ausnahmen bestätigen die Regel.
jetzt antwortenKommentar meldenLieber Longus, zum Thema Sex bzw. Liebe, könntest Du einmal Deinen Namensvetter "Barry Long" lesen - danach sollten sich gesprächstechnisch mit Frauen ungeahnte Welten eröffnen. Das schreibt Dir eine Frau, die immer darunter gelitten hat, dass Männer Sex mit Liebe verwechseln und daher ziemlich lieblos agieren - vor allem im "Bett".
jetzt antwortenKommentar meldenTja Peter, ich glaube Männer schweigen nur mehr, wenn ihre Frauen in der Runde ebenfalls vertreten sind. Habe ich mich doch selber oft dabei ertappt, das ich manches einfach nicht zur Sprache bringe. ...oder mir manche Antwort einfach verkneife. Wenn man gerade mit einer sogenannten "Sahneschnitte" zusammen ist, mit der man es am liebsten täglich mehrmals bis zur Bewusstlosigkeit treiben möchte, und sich die Männer Kompanieweise im Vorbeigehen den Hals verrenken, hält man lieber die Schnauze bevor dann Streit und Trennung riskiert wird. Mit der Mehrzahl der Frauen kann man eben nicht von Mann zu Mann reden. Klar gibt es auch die Frauenversteher, die manche Themen sowieso nicht im Repertoire haben, und sie ins Bett REDEN müssen. Die wissen auch nicht wovon ich schreibe. Ich sage da nur: "Ein Mann der seine Geilheit verleugnet, verleugnet seine Existenz als Mann" ! Und natürlich gibt es auch Frauen die Rammstein etc. hören. Das sind aber meistens Teenies oder solche Anfang 20. ...also noch nicht wirklich richtige Frauen. Der einzige der im Beisein von Frauen ALLES sagen darf, ist Mario Barth während seines Auftritts. Da lachen sie dann auch drüber, weil !!!...es ist ja nur Comedy und kann nicht wirklich ernst gemeint sein. Lach mich weg.
jetzt antwortenKommentar meldenFortsetzung Gute Frage. Aber was fängt eine Frau, die ihre Rouladen seit Jahren nach eigenem Rezept zubereitet, mit dem Rouladenrezept der anderen an? Nein, die praktische Seite wird nur fadenscheinig angeführt. Es scheint wirklich so zu sein, dass Frauen in Gesprächen absolut anders sind als Männer. Und dass Männer mehr schweigen - ich bin mir dessen nicht sicher.
jetzt antwortenKommentar meldenIch, einer der redseligsten Menschen, die ich kenne, mache mich bei meinen (männlichen) Freunden mit meinem Reden nur sehr selten unbeliebt. Allerdings: Wenn ich an einem Kaffeetisch, wo die Mehrzahl Frauen sind, sitze, frage ich mich wirklich: Wie kann man darüber so viele Worte machen? Da geht es um Kochrezepte, Schnittmuster, auch um die gute (oder schlechte) Beziehung - Männer scheinen hier völlig anders zu sein. Von Frauen höre ich, wenn ich über ??? rede, nur zu oft: "Und was fängste damit an?"
jetzt antwortenKommentar meldenIch mag Frauen, aber die schönsten Stunden und besten Gespräche habe ich mit meinen zwar wenigen, aber dafür echten Freunden. Ich glaube auch das sich Männerfreundschaften erst über Jahre entwickeln. Das hat auch etwas mit Lebenserfahrung und dem Alter zu tun. Frauen haben es mit Freundschaften da etwas schwerer. Frauen "funktionieren" halt anders. Sie sehen und empfinden die Welt anders. Ihre Sicht der Welt ist eher romantisch verklärt. Ab einem gewissen Alter werden sie aber auch oft "knallhart" berechnend.(wie passend doppelsinnig das Wort) Nur 1 Beispiel: Finden 2 Freundinnen den gleichen Mann gut, kommt es schnell zum Zickenkrieg und werden Stutenbissig. wenn 2 Freunde die gleiche Frau gut finden, akzeptiert der von der Frau "Nichtgewählte" die Entscheidung, und räumt das Feld ohne Groll und Neid. So habe ich es jedenfalls immer erlebt und gehalten. Kommt aber wie schon erwähnt immer auf die Reife der Männer an. Unter Freunden hat man auch meistens mehr Gemeinsamkeiten als mit der Partnerin. Freunde lesen oft die gleichen Bücher, sehen die gleichen Filme, spielen die gleichen Spiele z.B. am PC und hören die gleiche Musik. Frauen lesen Frauenbücher, gehen in Frauenfilme, (in denen nur viel über Probleme geredet wird oder der Schmalz trieft, aber sonst nichts passiert.. Frauen schauen sich lieber -Nachricht von Sam- an, Männer gehen lieber in den -Terminator-) spielen keine Egoshooter, und hören lieber James Blond anstatt Rammstein. Kurz und gut...Freunde haben mehr gemeinsam. Frauen sind gut für Sex, Freunde sind gut um viel Spass zu haben.
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