Ein Lifting der Stirn kann offenbar Migränebeschwerden lindern. Der operative Eingriff, bei dem ähnlich wie bei straffenden Schönheitsoperationen bestimmte Muskeln außer Gefecht gesetzt werden, stoppt sogar quälende Kopfschmerzen.
Diese Vermutung belegen US-Mediziner mit einer Studie, in der sie die Effekte einer echten Operation und einer Schein-Operation miteinander verglichen. Der tatsächliche Eingriff ist demnach eindeutig effektiver, berichten sie im Fachblatt Plastic and Reconstructive Surgery.
«In dieser Studie haben wir gezeigt, dass eine chirurgische Behandlung von Migränekopfschmerzen sicher und effektiv ist und dass eine recht kurze Operation einen kolossalen Einfluss auf die Lebensqualität eines Patienten haben kann», erläutert Bahman Guyuron vom University Hospitals Case Medical Center in Cleveland.
Ein angenehmer Nebeneffekt für einige Patienten: Mit dem Eingriff verschwinden auch Alterszeichen wie Falten. Guyuron und Kollegen hatten die drei häufigsten Migräne-Trigger-Punkte identifiziert - vorne, seitlich und hinten am Kopf gelegen - und testeten die Auswirkungen eines operativen Eingriffs bei 75 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Migräne. Während 26 nur scheinbar operiert wurden, erhielten 49 eine echte Operation, die bei den meisten einem traditionellen Stirn-Lifting ähnelte.
Ein Jahr nach dem Eingriff berichteten 83 Prozent derjenigen, die tatsächlich operiert worden waren, von einem deutlichen Nachlassen ihrer Migränebeschwerden um mindestens 50 Prozent. Bei 57 Prozent waren die Kopfschmerzen sogar völlig verschwunden. Dagegen empfanden nur 57 Prozent der Patienten aus der Schein-OP-Gruppe eine eindeutige Erleichterung, während lediglich bei 4 Prozent der Betroffenen aus dieser Kontrollgruppe die Migräne verschwand.
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