Cola ist nicht gerade ein Gesundbrunnen. Das ist bekannt. Zu den bisher bekannten Schäden, die das schwarze Getränke verursachen kann, kommt nun laut einer Studie auch noch Kaliummangel hinzu.
Exzessiver Konsum von Cola kann zu Muskelschwäche und lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen. Griechische Mediziner beschreiben mehrere Fälle von Patienten, bei denen das Getränk Müdigkeit, Muskelprobleme und Herzbeschwerden verursachte. Dazu können schon Tagesmengen ab zwei Litern ausreichen.
Weltweit wurden im Jahr 2007 mehr als 550 Milliarden Liter Cola getrunken, was einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 83 Litern entspricht. US-Bürger konsumieren pro Jahr im Mittel sogar 212 Liter Cola, und der Verbrauch steigt. «Wir trinken mehr Erfrischungsgetränke als je zuvor, und daraus resultieren Gesundheitsbeschwerden wie Zahnprobleme, Mineralverlust der Knochen und die Entstehung von metabolischem Syndrom und Diabetes», klagt der Internist Moses Elisaf von der Uniklinik Ioannina.
Dieser Gefahrenliste können Mediziner nun auch noch Kaliummangel hinzufügen. Der Mangel des Minerals kann leichte Muskelschwäche bis hin zu Lähmungserscheinungen und Herzbeschwerden auslösen, hat eine Studie ergeben.
In den Fallbeispielen, die der Mediziner im International Journal of Clinical Practice beschreibt, tranken manche Patienten neun Liter pro Tag, andere aber auch nur zwei. Eine Frau litt unter Müdigkeit, Appetitmangel und häufigem Erbrechen. Bei der Untersuchung stellten die Ärzte eine Herzblockade fest, ausgelöst durch Kaliummangel.
Verantwortlich für solche Probleme sind dem Mediziner zufolge Zucker, Fruchtzucker und Koffein. Allerdings besserten sich die Beschwerden bei allen Patienten bei Meidung des Getränks wieder. «Auch wenn sich die meisten Patienten erholen, wenn sie den Colakonsum stoppen und Kaliumpräparate nehmen, kann sie ein Cola-induzierter chronischer Kaliummangel, auch Hypokaliämie genannt, für potenziell tödliche Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen empfänglicher machen», sagt Elisaf. Allerdings räumt er ein, dass erst noch weitere Studien klären müssten, welche tägliche Konsummenge überhaupt unbedenklich sei.
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kat/aro/news.de/ap