Von news.de-Redakteurin Ina Bongartz
Seit Jahren stürzt sich der Österreicher Felix Baumgartner von Brücken und Hochhäusern - und nun vom Rand des Weltalls zur Erde. Porträt des 43-Jährigen, der nach vielen illegalen Aktionen nun auf dem Höhepunkt seiner Sprungkarriere steht.
Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner liebt den freien Fall. Sein einziger Teampartner ist die Schwerkraft. Auf seinen rechten Unterarm hat sich der 43-Jährige die Worte «Born to fly» tätowieren lassen - und das nimmt er wörtlich. Grenzen gibt es für den gelernten Maschinenschlosser nicht. Angst ist sein Antrieb, Nervenkitzel die Bezahlung. Bei all seinen spektakulären Aktionen ist er dem Tod ganz nah.
Seit 1997 springt Baumgartner hauptberuflich von Gebäuden - mehr als 2600 Fallschirmsprünge hat er bereits absolviert. 130 Mal ist er dabei von berühmten und vor allem von sehr hohen Bauwerken abgesprungen. Die höchste Brücke der Welt - das Viaduc von Millau -, der Turning Torso in Malmö oder der Millienium Tower in Wien - Verbote oder Gesetze, die das Springen von Gebäuden unter Strafe stellen, ignoriert er geflissentlich.
So stürzte sich Baumgartner zum Beispiel im April 1999 verbotenerweise vom 88. Stockwerk der Petronas Tower in Kuala Lumpur. Damit ihm dies gelingen konnte, hatte er tagelang das Sicherheitspersonal des Turmes auskundschaftet. Schließlich gelang es Baumgartner, als Geschäftsmann verkleidet, Zutritt zum Gebäude zu bekommen. Seinen Fallschirm hatte er im Aktenkoffer versteckt.
Was Baumgartner da tut, nennt sich professionelles B.A.S.E.-Jumping. B steht für Building (Gebäude), A für Antenna (Antennen), S für Span (Brücken) und E für Earth (Klippen). Kurz gesagt: Felix Baumgartner springt von überall herunter - je höher, desto besser.
Nur wenige Monate nach seinem Sprung in Kuala Lumpur sprang er um 7 Uhr morgens vom rechten Arm der Christusstatue in Rio de Janeiro mit einem Fallschirm. Wieder war seine Aktion nicht wirklich legal. Der 43-Jährige ließ sich zuvor auf dem Gelände einschließen. Dann kletterte an einem Seil hinauf, das er mit einer Armbrust über die Statue geschossen hatte, und stürzte sich in die Tiefe.
Warum tut jemand so etwas? Die Frage lässt sich nicht so ohne weiteres beantworten. Baumgartner sagte in einem Interview: «Es ist nicht Adrenalin und der ganze pseudopsychologische Mist, warum ich das mache. Es ist immer eine Idee, die mich nicht loslässt. Ein Ziel und der Weg dorthin.»
Nun steht Felix Baumgartner vor der größten Herausforderung seines Lebens. Mit seinem geplanten Sprung aus 37 Kilometern Höhe will er vier Weltrekorde auf einmal aufstellen:
Die höchste bemannte Ballonfahrt schaffen - es ist geplant, 36 Kilometer hoch zu fliegen.
Er will den längsten freien Fall erleben. Mehr als fünf Minuten soll der Flug dauern, der Fallschirm soll sich erst in 1500 Meter Höhe öffnen.
Baumgartner plant, das unglaubliche Tempo von mehr als 1100 km/h zu erreichen und als erster Mensch überhaupt im freien Fall die Schallmauer zu durchbrechen.
Wenn ihm das gelingt, hat er zudem den Rekord für den höchsten Absprung der Welt in der Tasche.
Dabei birgt der Sprung viele Risiken - von platzenden Arterien bis zu Ohnmächtigkeit. Wie gefährlich der Sprung von Felix Baumgartner wirklich ist, erfahren Sie hier.
Und welche unglaublichen Extremsportler es noch gibt, können Sie hier lesen.
jag/kls/news.de
Egal wie High du bist... Felix is higer :D Ey felix das wa ne Leistung erste klasse klasse Typ ;D
Kommentar meldenOh mein Gott Felix...du bist mit Abstand der beste hübscheste und schmerzfreier Sportler den ich kenne. Das is echt krass. So locker wie du das alles einfach machst. Deine Mutter is bestimmt Mega stolz auf dich. Du bist der beste. Daumen Hoch und weiter so!!!
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