So., 19.05.13

Nach Fukushima Japan beschließt Atomausstieg bis 2040

Riskantes Spiel
Die Katastrophe ist einkalkuliert

Nach der Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011 will Japan dem Atomstrom abschwören. In der 2030er Jahren sollen sämtliche Kernkraftwerke still gelegt werden. 30 Prozent des Strombedarfs müssen damit anderweitig gedeckt werden.

Eineinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima hat Japan den Atomausstieg eingeleitet. Auf einem Ministertreffen sei am Freitag die Entscheidung gefällt worden, in den «2030er Jahren» aus der Atomenergie auszusteigen, berichteten japanische Medien.

Japan folgt damit dem Beispiel Deutschlands. Bis zum Gau in Fukushima in Folge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 hatten Japans Atomkraftwerke rund 30 Prozent des Strombedarfs des Landes gedeckt. Weitere Akw sollten in den kommenden Jahren hinzu kommen.

Atommülllager
Wo Deutschland strahlt

Doch die Katastrophe von Fukushima hat den jahrzehntelangen Glauben der Bevölkerung in die Sicherheit der Atomenergie schwer erschüttert. Die Mehrheit der Japaner spricht sich in Umfragen inzwischen für den Ausstieg aus der Kernkraft aus. Medienberichten zufolge sollen die noch bestehenden Akw im Lande nach 40 Jahren Laufzeit abgeschaltet werden, neue Meiler nicht mehr hinzukommen. Unklar bleibt laut Kritikern, wann genau der Ausstieg erfolgen soll. In den «2030er Jahren» bedeute, irgendwann zwischen 2030 und 2040.

zij/news.de/dpa

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