Mo., 20.05.13

Leipzig Hartz-IV-Bezieher lässt Jobcenter pfänden

Hartz IV
Was den Empfängern zusteht

Dieser Arbeitslose hat den Spieß umgedreht: Er ließ offene Beträge des Jobcenters pfänden. Ein Gericht hatte entschieden, dass ihm die Behörde keine Leistungen kürzen dürfe. Weil das Jobcenter sich weigerte, den ausstehenden Betrag zu zahlen, rückte der Gerichtsvollzieher an.

Die Vorgeschichte der ungewöhnlichen Pfändung ist wenig spektakulär. Das Leipziger Jobcenter wies einem 44-jährigen Familienvater einen Ein-Euro-Job zu. Dort schlug der Erwerbslose zum Bewerbungsgespräch auf - allerdings ohne Lebenslauf in der Hand. Der Ein-Euro-Betrieb schickte ihn deshalb wieder nach Hause. Und das Jobcenter wollte ihm für ein Vierteljahr ein Drittel der Bezüge kürzen, berichtet das Portal gegen-hartz.de.

Der Familienvater legte vor Gericht Widerspruch ein - und erhielt Recht. Das Sozialgericht Leipzig urteilte, dass der Ein-Euro-Betrieb keinen Anspruch auf den Lebenslauf des Bewerbers hätte. Der Erwerbslose forderte die bereits einbehaltenen Bezüge zurück, doch das Jobcenter weigerte sich. Deshalb betrat am Ende ein Gerichtsvollzieher die Behörde - und pfändete den Betrag aus der Bargeldkasse.

Auge um Auge
Was ist gerecht?

jag/zij/news.de

Leserkommentare (14) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Mathias Andrae
  • Kommentar 14
  • 08.11.2012 12:04
 Antwort auf Kommentar 9

Würde es denn ein Grundeinkommen bringen? Ich denke, ein bedingungsloses Grundeinkommen würde eine schnellere Verteuerung der Lebenshaltungskosten nachziehen. Im Endeffekt funktioniert dieses System nur mit Leid und Klassenunterschieden. Egal wie man es dreht.

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  • Jens Rüsch
  • Kommentar 13
  • 27.09.2012 13:51
 

Ich vermiete Wohnungen. Alles mühsam aufgebaut. Der letzte Mietnomade kam aus Stade (Niederelbe). Alle Mieten selber einkassiert ! Ich habe nichts bekommen. Der Deutsche Steuerzahler macht es möglich. Trotz Abtretungsvollmacht hat die ARGE direkt an die Mietnomaden ausgezahlt. Arbeitslose werden als Kunden geführt, da kann man wirklich nichts mehr zu sagen. Übrigens, es hilft keinem einfach Geld zu überweisen. Die ALG 2 Bezieher müssen einfach auch moregens aus dem Bett, wie jeder der zur Arbeit geht. Solche Übergriffe werden auf Angestellte häufiger passieren. Armes Deutschland und weiter so

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  • Sonny Steve
  • Kommentar 12
  • 11.08.2012 13:30
 Antwort auf Kommentar 11

Dieses erwähnte Jobcenter ist Bochum. Ihr könnt mich auch bei Hartz IV Forum unter Profil Steve finden

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  • Sonny Steve
  • Kommentar 11
  • 11.08.2012 13:25
 

Es muss unbedingt etwas geschehen um die Schikanen der Jobcenter zu beenden. Wir werden dafür kaempfen. Hier im Jobcenter - Leistungsabteilung geschehen auch unfassbare Dinge. Würde mich sehr freuen wenn viele meine Homepage besuchen und ihre Probleme darin darlegen. www.aequitas-veritas.npage.eu

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  • hpklimbim
  • Kommentar 10
  • 29.07.2012 09:26
 

Man muss hier einfach mal die Dinge in die richtige Relation setzen. Geboten wird nur die vorprogrammierte Ausbeutung. Eingefordert dagegen wird ein Auftreten und ein Aufwand des Betroffenen wie bei der Bewerbung um einen Direktorenposten. Fazit: Hier stimmen die Relationen nicht. Wohl denen, die nicht auf die scheinheilige Gnade und Güte solch selbsternannter Amtsgauleiter angewiesen sind. Das Gericht ist hier ausnahmsweise zu loben. Einen Unternehmer hätte man dagegen bedenkenlos pleite gehen lassen. Denn das gibt dann ja vielleicht auch wieder einen neuen Hartz-IV-Empfänger.....

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  • Pazifiko
  • Kommentar 9
  • 27.07.2012 20:58
 

Fleißige, arbeits- und studierwillige Bürger werden an Ihrem Eifer gehindert indem sie nicht wissen wovon sie leben sollen während andere bequem zuhause auf dem Sofa vor der Klotze hängen und sich mittels staatlicher Subventionen alimentieren dürfen. Schluss damit! Wir brauchen das bedingungslose Grundeinkommen für alle! Ein Mensch braucht für seine Lebenshaltung nun mal eben Geld, egal ob er nur zuhause herumhängt, studiert oder arbeitet. Faulenzer wird es immer geben genauso wie Menschen, die fleißig sind und etwas leisten wollen. Gerade letztere verdienen doch Unterstützung durch den Staat!

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  • Gabriele. M.
  • Kommentar 8
  • 25.07.2012 20:56
 

Jobcenter, einfach nur "Skrupellos und Menschen-Verachtent". Hab keine andere Antwort dafür parat.

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  • Frei
  • Kommentar 7
  • 25.07.2012 07:02
 

Das Job Center Spandau kenne ich nur zu gut, arbeiten teilweise mit Stasi Methoden. Bin sowas von glücklich das ich seit 1 1/2 Jahren Arbeit habe und von diesem Laden nichts mehr beziehe. Was bei mir geholfen hat wenn sie mir unrecht getan haben - immer erklären das man Anzeige gegen den Sachbearbeiter persönlich macht, da dieser auch meine Existenz gefährde. Und schwupp lief der Hase. Wenn man gegen das Job Center klagt , haben sie nur ein müdes Lächeln parat. Vorausgesetzt man ist im Recht!

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  • unwichtig
  • Kommentar 6
  • 24.07.2012 22:13
 

einer der schlimmstern Jobcenter, ist Berlin Spandau, es gbit keine persönlichen Ansprechparner, Auskunft vom Jobcenter, das ist so gewollt!Trotz Mahnung, monatelang, Forderung nach Nachberechnung, jetzt wieder Forderung, doch mal die Berechnungen zu schicken, nichts, es gibt einfach keine Antwort, Das ist echt der Gipfel der Frechheit! und mal eine Frage, seit wann bekommt einHartz IV Empfänger im Schnitt 828 EUR?? ich nicht, obwohl Sohn Gymnasium macht, also kein Geld bekommt, wir bekommen 425,00 EUR, man kann noch nicht mal was gegen machen, weil ich bekomme ja noch nicht mal die Nachfolgeb

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  • Realist
  • Kommentar 5
  • 24.07.2012 17:34
 

Hier sind zwei Links zum Thema "Leben von/mit H4 - vom Staat gewollt" und "H4 vs prekäre Niedriglohnjobs". Zum Mitdiskutieren muss man sich NICHT einloggen/registrieren. http://www.hilferuf.de/forum/beruf/149464-hartz-iv-vs-prekaere-niedriglohnjobs.html http://www.hilferuf.de/forum/finanzen/148004-der-staat-will-dass-man-von-ihm-lebt-tun-wir-ihm-doch-den-gefallen.html Ich wünsche euch angeregte Diskussion!

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  • Theodor Fabian
  • Kommentar 4
  • 24.07.2012 15:19
 Antwort auf Kommentar 3

Hallo! Ich glaube, dass sie das nich verstanden haben, der Satz beginnt mit "wenn uns nicht gebe...und es ist klar!

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  • gast wirt
  • Kommentar 3
  • 24.07.2012 13:58
 Antwort auf Kommentar 2

wenn es euch nicht gäbe würden viel weniger leute auf der anderen seite des tisches sitzen. diese aussage ist einfach nur lächerlich

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  • Christine Matysiak
  • Kommentar 2
  • 24.07.2012 13:32
 

Ich will ja nicht Ausländer feindlich sein, aber bei uns sitzen fast nur Polen und Russen und wenn die unseren Dialog nicht verstehen, dann sollten sie ersteinmal einen richtigen Deutschkurs machen. Und so braucht man sich nicht wundern, wenn die Leistungsbescheide nie stimmen. Aber noch sind wir Kunden und wenn es uns nicht gäbe, säßen die auf der anderen Seite des Tisches.

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  • Christine Matysiak
  • Kommentar 1
  • 24.07.2012 13:28
 

Das finde ich cool. Super Idee. Man hat mich letztes beim Jobcenter wie einen Bittsteller behandelt. Ich habe ihr meine Papiere vom Tisch gerissen und gesgat, sie höre von meinen Anwalt, habe ien dicke Beschwerde per Mail losgelassen, mir der Aufforderung mein restliches Geld bis dann zu überweisen und es war da.

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