Sa., 26.05.12

Darwin-Award 22.02.2012 Wenn Dummheit tödlich endet

Darwin-Award (Foto)
Mit dem Darwin-Award werden die dämlichsten Tode ausgezeichnet. Bild: istock

Von news.de-Redakteur Jan Grundmann

Wer dämlich stirbt, hat gute Chancen auf den sarkastischen Darwin-Award - weil er sein Erbgut nicht weitergibt. Prämiert wurde in diesem Jahr ein Motorradfahrer, der auf einer Biker-Demo gegen die Helmpflicht stürzte und überrollt wurde. News.de hat Beispiele des schwarzen Humors gesammelt.

Charles Darwin war ein kluger Mann. Der britische Naturforscher entdeckte die natürliche Selektion aller Arten. Nur die Stärksten und Besten ihrer Art, so notierte er, werden sich fortpflanzen und damit überleben. Das gilt auch für den Menschen. Die Dummen, die keine Nachkommen zeugen, tun ihrer Art damit einen Gefallen - weil das Idiotie-Gen dann langsam aus dem Erbmaterial der Menschheit verschwindet.

Das zumindest findet die Molekularbiologin Wendy Northcutt, die den sarkastischen Darwin-Award im Jahr 1994 ins Leben gerufen hat. Seither werden jedes Jahr die dümmsten Tode posthum geehrt. Das darf man nicht allzu ernst nehmen. Aber wer Spaß an schwarzem Humor hat, kann garantiert über die prämierten Dummtode lachen.

Die Preisträger müssen dabei erwachsen und voll zurechnungsfähig sein und durch eigenes Verschulden auf außergewöhnlich dumme Weise aus dem Genpool der Menschheit ausscheiden. «Ein Idiot weniger!» lautet das sarkastische Motto.

Darwin-Awards 2011

Auch im Jahr 2011 waren Northcutt und die riesige Fangemeinde wieder aktiv und haben die dümmsten Tode gesammelt. Darunter ist auch ein Motorradfahrer, der mit seiner 1983er Harley an einer Demonstration durch den US-Staat New York gegen die Helmpflicht am Lenker teilnahm. Beim Bremsen sei der 55-Jährige ins Schleudern gekommen, habe die Kontrolle über sein Motorrad verloren, sei über den Lenker geschleudert worden und mit dem Kopf auf die Straße aufgeschlagen, schilderten Polizisten den Unfall.

Ein Sturzhelm hätte ihm sehr wahrscheinlich das Leben gerettet, so die Polizei. «Es gibt Gesetze», heißt es in der sarkastischen Laudatio, «die haben die Physik auf ihrer Seite - etwa, dass man nach einem Hochgeschwindigkeitscrash nicht einfach aufstehen kann».

In einem weiteren Fall geht es tatsächlich um einen Fall, nämlich vom Acton B., und zwar sieben Stockwerke tief. Der angetrunkene Australier wollte auf der Balkonbrüstung «planken». Der Trend geisterte im vergangenen Jahr um die Welt; dabei legen sich Menschen stocksteif auf Pfeiler oder Brüstungen und lassen das fotografieren. Selten dämlich, solch ein Tod, fand die Gemeinschaft der sarkastischen Anhänger Darwins.

eia/news.de
Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • wijo231268
  • Kommentar 1
  • 26.02.2012 17:04
 

Und dann war da noch der Geldsammler im Grand Canyon, der mit einer großen Tasche auf eine Felsnadel sprang, um dort hingeworfende Münzen zu sammeln. Nur dumm, dass er das Gewicht für den Rücksprung nicht bedacht hatte und deshalb einige hundert Meter tiefer sein Ende fand.

jetzt antwortenKommentar melden
Kommentar schreiben Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Kommentar  
Ihr Name
Ihre Emailadresse
Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld darunter.
'6Ld52csSAAAAAKTxfdwmi0Ay4Tjghi64k3PAcWrj'
Wir empfehlen
Anzeige
Facebook
Twitterbox
Follow Us!
Anzeige