Sa., 26.05.12

Kältewelle 07.02.2012 Die Eiszeit ist noch nicht vorbei

Die fröhliche Eiszeit ist noch nicht vorüber. (Foto)
Die fröhliche Eiszeit ist noch nicht vorüber. Bild: dapd

Wer auf ein Ende der Kältewelle durch Mittelmeereinfluss gehofft hatte, wird enttäuscht. Die Temperaturen steigen zwar mancherorts auf moderate Minusgrade, doch ab Donnerstag ist wieder Schnee zu erwarten. Und minus 20 Grad in der Nacht sind noch nicht Geschichte.

Die vergangene Nacht hat zum Teil Temperaturen um die minus 25 Grad gebracht. Rekordwerte waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aber meist nicht dabei. Vor allem in Thüringen, Sachsen und Brandenburg war es in der Nacht richtig kalt, berichtete der DWD in Offenbach. Das Kälteloch lag diesmal im Harz, mit minus 25,7 Grad in Stiege. Von Osten aufgezogene Bewölkung habe das Thermometer aber nicht weiter fallen lassen. Und das Hoch über Sibierien verliert nun allmählich seinen Einfluss auf Deutschland.

In Niedersachsen hat es erneut einen Kältetoten gegeben. Ein 75-jähriger Rentner war bereits vergangene Woche auf einem Feldweg zwischen Husum und Brokeloh in eisiger Kälte gefunden worden. Der Mann war zunächst ins Krankenhaus gebracht worden, man konnte ihn jedoch nicht mehr retten. Eine Obduktion habe Unterkühlung als Todesursache ergeben, sagte eine Polizeisprecherin.

In Serbien sind 70.000 von der Außenwelt abgeschnitten

Dramatisch ist die Situation derzeit in Serbien, 70.000 Menschen sind von der Außenwelt abgeschnitten, weil es seit Tagen ununterbrochen schneit. Die Zahl der Kältetoten in Europa ist auf über 300 gestiegen. In Polen erfroren in der Nacht sechs Obdachlose.

Heute machen sich vorübergehend die Ausläufer eines Tiefs über dem westlichen Mittelmeer bemerkbar und bringen etwas feuchtere Luft. Es ist meist bewölkt, deshalb werde die Sonne kaum wärmen und die Temperaturen daher im Laufe des Tages noch weiter sinken, erklärt die DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold.

Es wird wieder weiß

Und es schneit wieder, zunächst im Südosten und Norden, dann kämpft sich der Schnee in die Mitte Deutschlands vor. Auch an der Ostsee wird es wieder weiß. Erwartet werden Maximaltemperaturen zwischen minus 15 und minus 10 Grad. Und auch in der kommenden Nacht müssen wir erneut mit minus 20 Grad rechnen, kündigt der DWD an.

Doch tendentiell zeigt die Tendenz auf dem Thermometer nach oben: In Nordrhein-Westfalen wird für Mittwoch und Donnerstag wieder ein Ansteigen der Temperaturen auf bis zu null Grad erwartet. Die kältesten Nächte scheinen vorbei zu sein, doch ab Donnerstag wird es wieder kräftig schneien, prognostizieren die Meteorologen.

cvd/news.de/dpa/dapd
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