Sa., 26.05.12

Kältewelle in Europa 06.02.2012 Rekordkälte fordert hunderte Todesopfer

Totale Vereisung in der Schweiz. (Foto)
Totale Vereisung in der Schweiz. Bild: dapd

Winter extrem: Ganz Europa versinkt in Schnee und Eis, die Zahl der Kälteopfer ist auf fast 300 gestiegen. Doch Besserung ist erst einmal nicht in Sicht, es soll noch frostiger werden.
 

Mit minus 28,7 Grad ist in Ueckermünde in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Kälterekord in diesem Winter gemessen worden. Ähnlich kalt sei es in der Nacht zu Montag im sächsischen Deutschneudorf mit minus 28,2 und in Oberstdorf im Oberallgäu mit minus 28,1 Grad gewesen, sagte Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst.

Schneemassen und Blitzeis machen ganz Europa zu schaffen. Rund 290 Menschen starben bisher in der Kälte. In Deutschland brach am Samstag ein Eisangler in einen gefrorenen Brandenburger See ein und starb. In Mittel- und Süditalien starben zwei Menschen, als Dächer unter der Last des Schnees zusammenbrachen. Bis zu 120.000 Menschen waren zeitweise ohne Strom. Tausende blieben in Zügen oder Autos stecken. In Rom und anderen Städten befreiten Soldaten die Straßen von Schnee und Eis.

Auch Mallorca meldet Rekordkälte. Die spanische Ferieninsel hat die tiefsten Temperaturen seit 40 Jahren registriert. Wie die Lokalpresse berichtete, waren an der Balearen-Universität in Palma de Mallorca am Vortag minus 5,7 Grad gemessen worden. Eine solche Kälte hatte es zuletzt im Jahr 1972 gegeben. Die Höchsttemperatur stieg in der Inselhauptstadt nicht über 4,8 Grad, was ebenfalls den tiefsten Wert seit vier Jahrzehnten bedeutete.

Zwei Meter Schnee in Serbien

Angesichts einer bis zu zwei Meter hohen Schneedecke galt in Serbien am Samstag in fast 30 Gemeinden der Ausnahmezustand. Alle Grund- und Mittelschulen sowie Kindergärten sollten diese Woche geschlossen bleiben. Die Regierung in Belgrad rief die Bürger zur Hilfe beim Schneeräumen auf. 70.000 Menschen waren durch die Schneemassen von der Umwelt abgeschnitten. Ähnlich war die Lage in Montenegro, im kroatischen Dalmatien und in Bosnien.

Erst Schneestürme, dann Regen in Teilen Bulgariens, Rumäniens und Griechenlands. In zwei Gemeinden im Süden wurde der Notstand ausgerufen. Ein Stausee drohte überzulaufen. In Nordgriechenland beschädigten die Fluten Hunderte Geschäfte und Häuser. Eine 80-jährige Frau ertrank in ihrem Haus.

Dem harten Winter fallen europaweit vor allem Obdachlose zum Opfer. Allein in der Ukraine fanden bislang insgesamt 131 Menschen den Kältetod. In Rumänien waren es seit Ausbruch der Kältewelle insgesamt 34, in Polen 53 Menschen. Im Baltikum kostete der Frost weiteren fünf Menschen das Leben.

In Rom und Umgebung erfroren drei Frauen und ein Mann. Aus Frankreich wurden vier Tote gemeldet. Zudem kam ein elfjähriger Junge ums Leben, als er durch das Eis in einen See einbrach. Auch in Deutschland starben schon mehrere Menschen den eisigen Tod. Weitere kamen beim Wintersport ums Leben. Von zwei eingebrochenen Eisläufern wurde am Samstag einer tot geborgen, die Suche nach dem anderen wurde eingestellt. In Südtirol riss eine Lawine zwei Skifahrer in den Tod.

Schiffsverkehr friert ein

Die Kälte lähmt zudem den Schiffsverkehr. Auf der Elbe bildete sich so viel Eis, dass der Fluss von Magdeburg bis Hamburg unbefahrbar war, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Auch der Elbe-Havel-Kanal und Teile des Main-Donau-Kanals waren dicht. Ein festgefrorener Frachter nahe Magdeburg wartete am Morgen auf Hilfe von Eisbrechern. Der Mittellandkanal soll ab Montagmittag gesperrt werden. Betroffen sei zunächst der Abschnitt von der Schleuse Hohenwarthe bis zur Schleuse Rothensee, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Montag in Magdeburg.

Deutschland stehen indes weitere Wetterextreme ins Haus. «Am Dienstag wird es noch frostiger», sagte Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Von Mittwoch an sollen die Werte dann deutlich steigen. Zugleich soll es vor allem im Südosten kräftig zu schneien beginnen.

Die Kältewelle drang selbst bis Nordafrika vor. In höheren Lagen der algerischen Hauptstadt Algier fiel seit Jahren wieder richtig Schnee. Zahlreiche Kinder, die noch nie weiße Flocken gesehen hatten, stürzten sich nach Augenzeugenberichten begeistert nach draußen.

wam/cvd/news.de/dpa
Leserkommentare (13) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 13
  • 07.02.2012 17:41
 Antwort auf Kommentar 12

F: Erkenntnisse oder Urteile beeinflussen, ja sogar verfälschen. Und das geschieht im Rahmen der Klimadebatte, von IHM Kohlendioxiddiskriminierung genannt. Die Politik strebt mit diesem Kampagne-Thema die weltweite Manipulation der Menschheit an. Und der Wissenschafts-Bastard unterstützt die Kampagne der Horrorszenarien. Das wird nicht akzeptiert. Gibt es daran etwas auszusetzen, Herr Herchenbach?

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  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 12
  • 07.02.2012 17:40
 Antwort auf Kommentar 3

Neben der Frage des Weltsinns, der Frage des gesitteten Verhaltens ist die Frage nach der Erkenntnis von wesentlicher Bedeutung für die Menschheit. In der Wissenschaft finden wir daher wohl Angebote des wahren oder richtigen Wissens. Wahrheit und Richtigkeit sind die Verpflichtungen der Wissenschafter. Wenn nun aber in die Wissenschaft „Verunreinigungen“ Einzug halten, dann ist das nach RAGNAROEKR ein Skandal. Verunreinigungen können zB. das Streben Ruhm oder der Gelderwerb sein, jedenfalls wenn diese erkenntnisfremden Sachverhalte die wissenschaftlichen - ff

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  • Dear Dori
  • Kommentar 11
  • 07.02.2012 13:22
 Antwort auf Kommentar 10

Das eine Cottbus ist natürlich zu viel, bitte um Entschuldigung :)

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  • Dear Dori
  • Kommentar 10
  • 07.02.2012 13:20
 Antwort auf Kommentar 9

Der Deutscher Wetterdienst betreibt überall in Deutschland, auch in der Lausitz, Messstationen. Fragen Sie doch mal bei einer örtlichen Wetterstation nach, oder schauen Sie sich die Daten selbst an, zum Beispiel für Cottbus gibts es Messdaten seit Cottbus 1887. Genauer kann man die historischen Temperaturextrema vermutlich kaum feststellen.

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  • klaus s
  • Kommentar 9
  • 07.02.2012 00:46
 

Dear Dori Sehr Interessant leider ist nicht klar wo die Messstationen waren .Bei uns im Osten Deutschlands auf dem flachen Land (Lausitz)bestimmt nicht den dort gab es in meiner Kindheit extrem niedrige Temperaturen auch mit schulfrei.

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  • Dear Dori
  • Kommentar 8
  • 06.02.2012 23:35
 Antwort auf Kommentar 6

Die durchgängigen Wetteraufzeichnungen in Deutschland gibt es seit 1951. Zuletzt ähnlich tiefe Temperaturen wie im Moment gab es 1972. Die kälteste je in Deutschland aufgezeichnete Temperatur betrug -45,8°C, gemessen im Dezember 2011 auf 1600 Metern Höhe. In einem bewohnten Ort waren es -36,1 °C, 2005, nachts, sowie -37,8°C, gemessen Februar 1929. Sicherlich aber waren zur Schulzeit von moilein regelmäßig tagsüber solche Temperaturen - ich war ja nicht dabei, und das Thermometer seiner Mutter ist bestimmt zuverlässiger als die sämtlicher deutscher Wetterstationen.

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  • JonnyBeGood
  • Kommentar 7
  • 06.02.2012 20:00
 Antwort auf Kommentar 3

Paul,die Antwort lautet ´NEIN´ :-)))

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  • klaus s
  • Kommentar 6
  • 06.02.2012 19:31
 

Zu kommentar 5.moilein hat völlig recht .Ich weiss nicht wann und wo die Temperaturaufzeichnungen vor 25-50 Jahren gemacht worden sind.

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  • Dear Dori
  • Kommentar 5
  • 06.02.2012 19:19
 

@moilein - Kälter als -40°C auf dem Thermometer? Wo sind Sie denn zur Schule gegangen, auf der Zugspitze? Angesichts der Tatsache, dass wir diesen Winter bereits je nach Region die kälteste Nacht seit 25 bis 50 Jahren in Duetschland hatten, ist Ihre Schulzeit wohl schon etwas her. Insofern kann man Verständnis zeigen, dass Ihre Erinnerung und Bezug zur Realität nachlassen. Ich empfehle Ihnen die Lektüre von Texten echter Historiker wie beispielsweise diesen hier http://www.ruestringer-heimatbund.de/html/weisse_weihnacht_war_immer_die.html

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  • klaus s
  • Kommentar 4
  • 06.02.2012 19:01
 

Ich finde Kommentar 1+ 2 in Ordnung.Bin 1953 geb. habe ebenfalls solche Winter erlebt.Auch die Sache mit den Elektroautos denn bisher konnte oder wollte mir kein sogenannter Experte erklären können woher die notwendige Energie für die 100000 von diesen Elektrofahrzeugen nach Feierabend kommen soll.Wie mir bekannt ist hat Deutschland im Jahr 2011 Strom aus Österreich geliefert bekommen.

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  • Paul Herchenbach
  • Kommentar 3
  • 06.02.2012 17:49
 Antwort auf Kommentar 2

Gibt es überhaupt noch ein Thema von dem Sie nicht alles besserwissen?

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  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 2
  • 06.02.2012 16:55
 

Allein dass sich dieser Winter nicht an die Beschlusslage der Klimapolitik hält, erwärmt schon. Demokraten wollen es kälter und jetzt haben sie das. Prima Klima! Und wer jetzt noch von Elektroautos träumt, der hat die gleiche Meise wie die Grünen oder andere Energiewender. Mein feierlicher Schwur: Ich schleppe die Umweltsdeppen nicht ab. Im Übrigen hält der feine Haushalt einen Kachelofen vor. Zwecks Bevorratung der Umweltzonen ein Fein(d)staub-Genuss. Prima Wetter!

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  • moilein
  • Kommentar 1
  • 06.02.2012 13:16
 

Was soll das Ganze? Es ist doch jedes im Winter Kalt. Als ich noch jünger war, bin ich noch bei -30 Grad in die Schule gegangen.Und wir sind nicht erfroren. Nur ein Mal hat meine Mutter gesagt: Ihr braucht heute nicht in die Schule. Es ist kälter als -40 Grad auf dem Thermometer.

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