Von news.de-Redakteur Jan Grundmann
Die Thüringer Bratwurst wird koscher: Der jüdische Künstler Ronen Eidelmann ruft zu einem Gelobten Land mitten in Deutschland auf. Geht es nach ihm, soll ein jüdischer Staat in Thüringen entstehen - und Weimar seine Hauptstadt sein. Die Stadt hält sich zurück.
Dort, wo einst die Grandseigneure der Deutschen Klassik sich niederließen, wo also Goethe und Schiller durch die tiefen, dunklen Wälder schritten, wo sich das grüne Herz Deutschlands befindet, dort soll nun ein weiteres Israel entstehen. «Medinat Weimar» heißt die Bewegung, die für einen jüdischen Staat mitten in Deutschland wirbt, und das zweite Jerusalem soll Weimar werden. In diesem Video wird die Idee erklärt.
Ersonnen hat diese Idee der Künstler Ronen Eidelmann. «Ich bin ein jüdischer Nationalist», sagt er laut Jüdischer Zeitung. Sein Ausgangspunkt war die «Idee» des iranischen Präsidenten Achmadinedschad, dass Deutschland und Österreich als Holocaust-Verursacher auch Gebiete für einen jüdischen Staat zur Verfügung stellen mögen.
Weimar verkörpert böse und schlechte Seiten der Deutschen
Eidelmann dachte an Thüringen, weil der Freistaat doch bald überaltert sei. Zudem verkörpere Weimar als künftige Hauptstadt doch die gute und die schlechte Seite der Deutschen: «Einmal ist Weimar Symbol deutscher Kulturgeschichte. Denken Sie an Goethe, Schiller, Bauhaus oder an die Weimarer Republik als den Moment, wo die Anbindung von Juden am stärksten war», so Eidelmann im Interview.
Auf der anderen Seite sei Weimar eine von Hitlers Lieblingsstädten geworden. «Nur acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt stehen Sie vor Buchenwalds ‹Jedem das Seine›. Es sind diese Ambivalenzen und Extreme - im Guten wie im Schlechten -, die Weimar als Ort interessant machen», so der Künstler.
Universität protestiert, Stadt bleibt still
Eidelman hat selbst an der Weimarer Bauhaus-Universität Kunst studiert. Mit seinem Wanderungsaufruf nach Thüringen sprengt er die Grenzen zwischen Kunst und Politik. «Es ist keine praxisorientierte Bewegung, sondern ein Versuch, Anregungen zu liefern und provokante Fragen zu stellen», so Eidelman. Die offiziellen Reaktionen sind entsprechend zurückhaltend: Die Universität untersagte ihm die Nutzung eines Büros für die Bewegung, aus Gründen der politischen Neutralität, der Rektor erklärte Sorgfalt im Umgang mit deutsch-jüdischen Beziehungen.
Auch die Stadt Weimar als künftiges Zentrum reagiert verhalten. «Es ist ein Kunstprojekt an der Universität. Die Macher sind nie an uns herangetreten», sagt Stig Ludwig aus der Stadtverwaltung Weimar. Der Anteil der jüdischen Bevölkerung der Stadt sei nicht bekannt, weil nur die christlichen Konfessionen abgefragt würden, so der Sprecher des Weimarer Oberbürgermeisters.
Übrigens rechnet Initiator Eidelman nicht mit Problemen durch die Lage Thüringens im «braunen» Osten der Republik. Nazis würden kein größeres Problem als in anderen Bundesländern darstellen. «Das eigentliche Problem, die Quelle des Vorurteils, liegt woanders», sagt Eidelman. Leider sei es mit dem Antisemitismus gewissermaßen wie mit dem Alkoholismus: «Die Leute werden rückfällig, wann immer es sich anbietet», so der provokante Künstler.
beu/news.de
Ein neues Jerusalem wird in der Bibel angekündigt. Dieses Neue Jerusalem wird von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Jackson County im Staat Missouri errichtet. Dieser Ort ist für die Errichtung des Neuen Jerusalems offenbart worden. Das Neue Jerusalem auf dem amerikanischen Kontinent wird einen zweifachen Ursprung haben. Es wird von den Heiligen auf der Erde errichtet und es wird auch vom Himmel herabkommen, und die beiden Städte, die auf diese Weise entstehen, werden als eine heilige Stadt vereinigt werden.
jetzt antwortenKommentar meldenNachdem die (vielen deutschen) Juden seit den 30er Jahren noch immer Hollywood dominieren und mit ihrem Einfluss durch die Ratingagenturen fast eine finanzielle Weltherrschaft errichtet haben benötigen die wenigen Juden, die in Deutschland leben, keinen eigenen Staat. Sie sollen lieben helfen die politischen Differenzen in Israel zu beseitigen. Anscheinend kümmern sich die amerikanischen Juden (ausser möglicherweise finanziellen Zuwendungen) nicht oder nur sehr wenig um Israel.
jetzt antwortenKommentar meldenTypisch Jude, solange Salz in die offene Wunde streuen, dann den Bogen überspannen und fordern, provozieren und fordern. Fakt ist: Seid es Israel gibt, in dem Frieden herrscht, wenn sie nicht gerade Krieg mit Palästina führen, haben die Juden bei uns kein Asyl- bzw. Bleiberecht mehr, denn ihre Heimat ist nicht die ganze Welt sondern Israel und nur Israel.
jetzt antwortenKommentar meldenWeimar als Partnerstadt einer grossen Siedlung im von Israelis besetzten Palästinensergebiet? Der Entwicklung sind Tür und Tor geöffnet. Manchmal darf man sich fragen, warum Medien solche Meldungen in die Diskussionsebene hochheben. Es wird überflüssige Diskussionen ohne Ende geben, die von den wesentlichen Problemen (Europakrise, Sozialkrise, Parteienkrise, Bankenkrise, Finanzkrise, usw.) ablenken. Die Uni verhält sich absolut korrekt. Die Stadt Weimar wird wohlweislich die Finger von dieser absehbaren Luftnummer lassen.
jetzt antwortenKommentar meldenUnd welcher Teil unseres Landes ist als Hottentottenstaat vorgesehen?
jetzt antwortenKommentar meldenIst heuer der 1. April vorverlegt worden?
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