Endlich Gewissheit: Den in Äthiopien vermissten Deutschen geht es gut. Offenbar halten Rebellen die beiden Touristen gefangen. Mittlerweile sind sie seit sechs Tagen in Gefangenschaft.
Die beiden in Äthiopien vermissten deutschen Touristen sind offenbar in den Händen einer lokalen Rebellengruppe. Die «Vereinigte Revolutionär-Demokratische Front von Afar» (Arduf) erklärte in einer im Internet veröffentlichten Mitteilung, die Urlauber seien «sicher und bei guter Gesundheit».
Die Gruppe bekannte sich auch zu der Entführung von zwei äthiopischen Begleitern der europäischen Reisegruppe, die vor einer Woche unweit der Grenze zu Eritrea angegriffen worden war.
Die Rebellen kündigten an, dass die Gekidnappten freigelassen würden, sobald «friedliche Verhandlungen» abgeschlossen seien. An den Verhandlungen seien «die Ältesten des Afar-Stammes» beteiligt. Nähere Erläuterungen wurden nicht gemacht. Der Überfall hatte sich in der Danakil-Senke, einem der heißesten Ort der Erde, in der Nacht zum 17. Januar ereignet.
Fünf Mitglieder der Reisegruppe waren ohne ersichtlichen Grund erschossen worden, darunter zwei Deutsche. Die Rebellen betonten, es sei während eines Feuergefechts zwischen der Arduf und äthiopischen Soldaten zu dem Zwischenfall gekommen. Das äthiopische Militär habe den Tod der Urlauber verschuldet.
«Wir bedauern den Tod der unschuldigen Zivilisten», hieß es. Die äthiopische Regierung hatte von der eritreischen Regierung ausgebildete Banditen für die Tat verantwortlich gemacht.
san/roj/cvd/news.de/dpa