Sa., 26.05.12

Die gute Nachricht 21.01.2012 In der Hängematte die Welt verbessern

Hängematte (Foto)
Wer sich Zeit nimmt für Tagträume ist kreativer. Sagen US-Forscher. Bild: news.de

Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier

Es gibt Hoffnung auf die schöne neue Welt: Forscher sagen, Tagträume machen kreativer, und die Statistik stellt fest, wir kaufen immer mehr TransFair-Produkte. Na dann - auf in den Traum!

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Jaja, wir wissen inzwischen, dass sich jede Statistik fälschen lässt und es zu jeder Studie auch eine gibt, die das Gegenteil beweist. Aber nur, weil es Schatten gibt, müssen wir ja das Licht nicht ignorieren.

Immer mehr Menschen kaufen in Deutschland Produkte, die fair gehandelt werden, für die niemand ausgebeutet und nicht auf der Umwelt herumgetrampelt wurde. 2010 wurden 340 Millionen Euro für Faires ausgegeben, 2011 rund 400 Millionen Euro, meldet der Handelsverband Deutschland (HDE). Das ist Fakt. Und Forscher aus Kalifornien haben festgestellt, Tagträume machen uns kreativer. Das ist logisch.

Zwei Nachrichten, die ein bisschen hoffen lassen auf eine etwas schönere Welt. Weil wir uns die Zeit nehmen dürfen, wirklich darüber nachzudenken, was wir wollen und wie wir uns das Leben vorstellen. Weil die Entscheidungen, die wir dann treffen, vermutlich besser sind als solche, die unter Druck und schnell, schnell fallen.

Während wir also guten Gewissens mit der Hängematte schaukeln oder in der Badewanne liegen, stellen wir fest, dass wir eigentlich gar nicht so viele neue Klamotten brauchen und statt dessen ein paar Euro mehr drin sind für ein schönes Einzelstück, das zu einem gerechten Lohn genäht oder gestrickt wurde. Und dass zu viel Kaffee ohnehin wuschig und zu viel Schokolade unglücklich macht und wir genauso gut zur etwas teureren Alternative mit dem TransFair-Siegel greifen können.

Wer sich Zeit für Tagträume nimmt, merkt schnell, dass weniger mehr ist. Und freundlicher Konsum froher macht als aggressiver. Auch wenn das jetzt nach weichgespültem Esoterik-Ratgeber klingen mag - gute Nachrichten sind nun mal gelegentlich kitschig. Aber deshalb noch lange nicht schlecht.

cvd/news.de
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