Sa., 26.05.12

Zerstückelte Leichen 10.01.2012 Wütet im Osten ein Serienkiller?

Leichenfund am Tollensesee (Foto)
Polizei und Feuerwehr bringen die in blauen Tüten verpackten Leichenteile zu einem Leichenwagen am Ufer des Tollensesee bei Neubrandenburg. Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Jan Grundmann

Zwei Mordfälle schocken den Osten: Am Tollensesee bei Neubrandenburg spülen die Wellen Teile einer toten Frau ans Ufer. In Leipzig wurden Arme, Bein und Torso eines 23-Jährigen gefunden. Den Opfern sollen die Genitalien abgeschnitten worden seien.

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Der Tollensesee bei Neubrandenburg ist ein Kleinod. Der See als Teil der Mecklenburger Seenplatte lockt mit malerischer Ruhe, das Schilf wiegt sich sanft am Ufer. Ein beliebter Ort für Radler, Urlauber oder Angler. Auch am Neujahrsmorgen nutzten viele Menschen die Kulisse, um bei einem Spaziergang das neue Jahr zu begrüßen. Einige jedoch machten eine grauenvolle Entdeckung: Sie fanden mehrere Teile einer Leiche. Laut Bild sind bislang einzelne Rippen, ein Unterarm und ein Becken gefunden worden.

Die Ermittler haben mittlerweile rekonstruiert, dass es sich um eine Frau handelt. Trotz der Fingerabdrücke ist ihre Identität aber weiter unklar. Sie könne zwischen 25 und 55 Jahren alt sein. Eine engere Eingrenzung des Alters sei der Gerichtsmedizin zufolge nur durch Untersuchungen des Kopfes möglich. Der Täter hat die Leichenteile nach Weihnachten in Einkaufstüten zum See getragen und dort hineingeworfen, so die Ermittler. Die Tragetaschen seien von Kaufland, Lidl und Rewe, sie wurden am See gefunden. Nun erhoffen sich die Ermittler Hinweise, wer den Täter mit diesen Tüten gesehen haben könnte.

Zerstückelte Leichen sind äußerst selten

Die Einkaufstüten sind der erste Hinweis, mit dem die Ermittler an die Öffentlichkeit gegangen sind. Sie stehen vor einem Rätsel. Denn eine heiße Spur haben die Beamten nicht. «Jetzt läuft die kriminalistische Kleinarbeit», so Staatsanwalt Gerd Zeisler. Denn zu befürchten ist, dass der Fall mit den Leichenteilen am Leipziger Elsterflutbecken im Zusammenhang steht. Im November fanden Spaziergänger am Rand des Kanals den Torso, die Arme und später auf einer Uferwiese auch das abgetrennte Bein des 23-jährigen Jonathan H. aus Leipzig. Auch hier tappen die Beamten im Dunkeln, deshalb arbeiten die beiden Mordkommissionen nun zusammen.

Ist ein Serienkiller in Ostdeutschland am Werk? Laut des Gerichtspsychologen Werner Platz, den die Bild befragt hat, deutet alles darauf hin: «Bisher deuten die Fakten auf einen Serien-Täter hin», so Platz. «Wir müssen befürchten, dass der Killer weiter mordet, vermutlich sogar in kürzeren Abständen.» Der Gerichtspsychologe vom Berliner Vivantes-Humboldt-Klinikum vermutet eine sexuelle Störung, eine nekrophile Neigung und damit einen möglichen Triebtäter. Laut Bild wurden beiden Opfern die Genitalien entfernt. Staatsanwalt Zeisler jedoch konnte gegenüber der Morgenpost diesen Bericht «so nicht bestätigen».

Morde, bei denen die Opfer zerstückelt wurden, sind übrigens recht selten. Nach einem Bericht der Morgenpost gab es in Deutschland zwischen 1966 und 2009 nur 44 solcher Morde – das ist einer pro Jahr. Dagegen steht die Zahl von 692 Menschen, die laut Bundeskriminalamt im Jahr 2010 insgesamt in der Bundesrepublik ermordet wurden.

beu/news.de/dpa
Leserkommentare (6) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • tobias
  • Kommentar 6
  • 12.01.2012 12:01
 

weitere Morde in Neubrandenburg, und schon wieder der gleiche, einmal Hinterste Mühle und Steinwiese Oststadt, und es sollen schon wieder 2 jüngere Frauen sein und deren Köpfe fehlen, wieso wird kein Kopfgeld ausgesetzt? Dann würde der Serienkiller weniger Chancen haben.

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  • Harry Canman
  • Kommentar 5
  • 11.01.2012 13:00
 

Der kanadische Kettensägenmörder wird doch nicht nach Multi-Deutschland ausgewandert sein? Aber ich denke, dass der in Kanada nicht wieder rauskommt. Vielleicht hat er auch nur hierzulande Nachfolger erzeugt.

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  • Multi Sumpf
  • Kommentar 4
  • 11.01.2012 12:56
 

In der Woldegker Gegend hat auch ein Verrückter nach der Wende seine beiden Eltern mit einem Messer abgeschlachtet. Meschenschlächter, Vergewaltiger, Kinderschlächter und Serienkiller gehören heute zu unserem Alltag. Die Erben von Vat´l Denke! Das ist doch wunderbar, wichtig ist nur die Freiheit, auch die zum Morden.

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  • Langes Gedächtnis
  • Kommentar 3
  • 11.01.2012 12:46
 

Bei Neunrandenburg/Woldegker Ecke bis später nach Malchin gab es mehre perverse Morde bei denen auch immer wieder die gleiche, zu zeitig nach dem ersten Mord herausgekommene Person verdächtig war. Die Person vertritt die Auffassung, dass solche Mörder nicht dafür können, weil es über sie käme. In Malchin war es ein Müllsack, der dann aber den Nachweis schuldig blieb. Bei Woldegk waren es Sumpflöcher in denen das ermordete Kind nach langer Zeit gefunden wurde. Naja, jeder Mörder muss eben hierzulande seine dritte oder auch 27. Chance bekommen. Bei 27 Morden gibt´s ein Jahr/Mord. Homo perversis!

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  • Lucio Reinheart
  • Kommentar 2
  • 10.01.2012 20:10
 

Serienkiller ist ER erst bei mind. 3 Opfern. Also fehlt noch eine Leiche (eher die Teile...) Interessant das die Köpfe fehlen; ein Sammler? Schwierig weil Opfer beiderlei Geschlechts sind, also weder ein Schwuchtel- noch Frauenhasser! Ein Jäger und Sammler? Eigentlich etwas "normales" für ein so hochentwickeltes Raubtier wie den Menschen! Besser ein Serienmörder als evtl. Hinrichtungen irgendwelcher MMMM's (Mafiöse Menschen mit Migrationshintergrund - hahaha), die findet man nicht so leicht, wie einen "Werwolf" im 21.Jahrhundert...

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  • Misses L.
  • Kommentar 1
  • 10.01.2012 14:50
 

Machen zwei Morde schon einen Serienkiller aus?

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Leichenfunde am Tollensesee und in Leipzig: Zwei Morde schüren die Angst vor einem Serienkiller » Gesellschaft » Nachrichten

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