Sa., 26.05.12

Urteil zu Koran-Gebet 30.11.2011 Wie ein Moslem den Schulfrieden stört

Yunus Mitschele (Foto)
Yunus Mitschele Bild: dpa

Von news.de-Redakteur Jan Grundmann, Leipzig

Der muslimische Schüler Yunus M. darf in der Schulpause nicht gen Mekka beten. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte das Verbot. Weil der Ritus den Schulfrieden stört, bleibt er an einem Berliner Gymnasium verboten. Dort herrscht religiöser Kulturkampf.

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Sie knieten sie sich auf ihre Jacken in Richtung Mekka, wippten mit dem Körper und sprachen die Gebetssuren aus dem Koran: Eigentlich kein Anblick, der - bei rund vier Millionen Muslimen in Deutschland - zum Aufschrei führen sollte. Doch weil Yunus M., damals 14 Jahre jung, sich gemeinsam mit anderen Muslimen auf einen Schulflur des Diesterweg-Gymnasiums in Berlin kniete, schlägt der Fall seit mehreren Jahren hohe Wellen.

Die Schulleitung verbot das muslimische Mittagsgebet in der Pause, Yunus M. klagte. Nachdem er in der ersten Instanz Recht bekam, hob das Oberverwaltungsgericht in Berlin die Entscheidung auf und schloss sich der Argumentation der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung an: Das öffentliche Gebet in der Pause störe den Schulfrieden. Nun verwarf auch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig als höchste Instanz die Revision - Yunus M. darf nicht in der Schulpause beten.

Religiöser Kulturkampf am Diesterweg-Gymnasium

Denn am Berliner Diesterweg-Gymnasium herrscht Kulturkampf - den Eindruck vermittelte die Senatsverwaltung vor Gericht. Am Gymnasium lernen Schüler, die fünf Weltreligionen angehören. Das führt zu Konflikten. «Die Gruppe hatte sich auf den Boden geworfen und ihre Gebete vollzogen. Andere Schüler haben sich ringsum gestellt, es kam zu Beleidigungen und Gerangel», sagt Ludgar Pieper, Abteilungsleiter in der Berliner Schulverwaltung. Weitere Religionskonflikte toben am Gymnasium, etwa zwischen Sunniten, Schiiten und Aleviten. «Zudem wurde eine Muslima, die während des Ramadan einen Müsli-Riegel aß, von ihren muslimischen Mitschülern angegangen», ergänzt Margarete Mühl-Jäckel, Anwältin des Landes Berlin.

Die Leipziger Richter folgten den geschilderten Gefahren für den Schulfrieden. «Religiöse Handlungen können vorhandene Konflikte an der Schule verstärken», sagte der Vorsitzende Richter Werner Neumann. Die Religionsfreiheit in Artikel vier des Grundgesetzes bedeute in diesem Fall auch, dass der Staat seine Schüler vor religiösen Glaubensbekenntnissen der Mitschülern schützen müsse. Der Anwalt von Yunus M. zeigte sich nach der Entscheidung enttäuscht. «Nach dem Urteil werden sich Schulleitungen in Deutschland zurückhalten, ihren Schülern Gebete zu erlauben», sagte Bülent Yasar.

Richter fordert gesetzliche Regelung über Beten in der Schule

Wegen der religiösen Konflikte am Diesterwegs-Gymnasium gebe es eine Hausordnung, die alles Religiöse ausschließlich in den Religionsunterricht verlege, erklärt Anwältin Mühl-Jäckel. Gelebter Laizismus, sozusagen. Wäre es jedem Schüler erlaubt, in der Pause zu beten, sei der organisatorische Aufwand enorm, führt Mühl-Jäckel aus: Zusätzliches Aufsichtspersonal, zusätzliche getrennte Gebetsräume. Das sahen auch die Leipziger Richter so. Weil dies eine Einzelfallentscheidung sei, andere muslimische Schüler aber sicher auch dann gern beten würden, mahnte der Vorsitzende Richter Neumann eine gesetzliche Regelung an: «Es bedarf einer klaren parlamentarischen Grundlage, welche religiösen Handlungen in der Schule zulässig sind.»

Nach dem positiven Urteil der ersten Instanz bekam Yunus M. übrigens zwischenzeitlich sogar einen eigenen Gebetsraum. «Den Schlüssel dazu hat er sich aber selten geholt», sagt Ludgar Pieper von der Berliner Schulverwaltung.

iwi/news.de
Leserkommentare (15) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Eusebius
  • Kommentar 15
  • 02.12.2011 23:23
 

Nach dem positiven Urteil der ersten Instanz bekam Yunus M. übrigens zwischenzeitlich sogar einen eigenen Gebetsraum. «Den Schlüssel dazu hat er sich aber selten geholt», sagt Ludgar Pieper von der Berliner Schulverwaltung. Diese Feststellung der Schulleitung entlarvt offen die eigentliche Geisteshaltung von Yunus M. Es geht ihm offenbar garnicht primär ums Beten, sondern vielmehr um die politische Demonstration seines "Glaubens"! Und die kann er im geschlossenen Gebetsraum wohl kaum zur Schau stellen. Also eher ein politischer, demonstrativer Kampf gegen "Ungläubige" ?

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  • Duriel
  • Kommentar 14
  • 02.12.2011 10:19
 Antwort auf Kommentar 12

Ihre Argumentation ist doch sehr bescheiden. Weil in vielen dritte Weltländern Intolleranz herrscht, soll man in Deutschland genauso intollerant sein, anstatt mit gutem Vorbild voranzugehen.

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  • Schniene
  • Kommentar 13
  • 02.12.2011 08:32
 

Die Überschrift dieses Arikels, "Wie ein Moslem den Schulfrieden stört", ist indiskutabel!!! Kein Wunder, dass Neo-Nazis im Untergrund arbeiten und morden konnten, scheint doch der Rassismus überall zu herrschen....

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  • Detlef
  • Kommentar 12
  • 01.12.2011 23:21
 

Sollten muslimische Schüler in der Pause beten dürfen? Diskutieren Sie mit! Das Urteil ist mehr als positiv! Diese Gebete haben in der Schule nichts verloren. Wer aber trotzdem dieses will, sollte in die Heimat der Eltern zurückgehen. Kein einziges muslimisches Land würde das Beten in der Schule für Christen zulassen!! Daran sollte jeder Moslem denken!

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  • a. Hilscher
  • Kommentar 11
  • 01.12.2011 19:35
 Antwort auf Kommentar 8

@Nichtwähler - Zitat ihres Zitats von Atatürk: 'Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam' Nicht Atatürk, sondern der Prophet Mohammed selbst hat dies prophezeit - vor 1400 Jahren! "Die Zerstörung des Islams wird von jungen Männern aus dem Stamm der Quraish ausgehen" (Hadithsammlung Bukhari) Der Stamm der Quraish ist der saudische Stamm, dem der Prophet selbst entstammte. 15 der 18 Attentäter des 11. Septembers waren Saudis und die radikalste und finanzkräftigste Strömung des heutigen Islams stammt von dort. Es ist nicht der Islam, die Lehre Mohammeds, die Terror propagiert - im Gegenteil!

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  • Duriel
  • Kommentar 10
  • 01.12.2011 17:50
 

Glaubt ihr diesen Unsinn wirklich? Erinnernt mich an die Verschwörung des Weltjudentums, das Deutschland in den Untergang stürzen will. In der Bibel seht auch, dass man Ehebrecher steinigen soll; wollt ihr jetzt auch das Christentum verbieten? Ihr differenziert in keinster Weise und schmeist alle ca. 1,4 Mrd. Muslime in einen Topf. Natürlich gibt es viele Islamisten unter den Muslimen, das bestreitet doch keiner. Verbote sind die einfachste Lösung für die Religionsstreitigkeiten aber leider keine besonders gute. So wird Tolleranz, Verständnis und friedliches Miteinander nicht entstehen.

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  • Stuerzenberger
  • Kommentar 9
  • 01.12.2011 15:06
 

Am besten wir gründen eine Partei:"Die wahren deutschen!" Es muss doch endlich mal möglich sein den Grünen paroli zu bieten.

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  • Nichtwähler
  • Kommentar 8
  • 01.12.2011 14:41
 Antwort auf Kommentar 7

Am schlimmsten kommen die Polytheisten beim Islam weg, deswegen hatte ja auch Indien besonders stark unter dem Islam gelitten. Zitat von Attatürk:"Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam!" Und ich sage:"Moslems sind keine Deustche und haben auch in Europa nichts verloren!" Wir benötigen sowas wie eine Verfassungsklage gegen den koran. Geert Wilders wird gerade an der UNO angeklagt, weil er den Koran mit 'Mein Kampf' verglichen hat.

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  • Jocelyn
  • Kommentar 7
  • 01.12.2011 14:34
 

Religionsausübung gehört nicht in die Schule. Und mit einer Religion, in deren heiligen Schrift steht, dass man mich am besten umbringen sollte, habe ich meine Probleme. Toleranz definiert sich nun mal durch ihre Grenzen.

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  • Nichtwähler
  • Kommentar 6
  • 01.12.2011 14:22
 Antwort auf Kommentar 4

Und weswegen ich so auf das Deustche poche und gegen das Muslimische bin, der Islam versteht sich selbst als Rechtsystem, also ein undeutsches... Desweiteren reguliert er alle Lebensbereiche, also noch mehr undeutsches... Weitere Informationen bei Mina auf www.ex-muslime.de Ich vertreten Michael Stürzenbergers Ansichten:"Moslems sind keine Deutschen!" Sie müssen erst in unser Rechtssystem konvertieren und vom Islam abschwören, so wie das große Vorbild under der Größte Prophet des Ex-Islams Mina

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  • Nichtwähler
  • Kommentar 5
  • 01.12.2011 14:19
 Antwort auf Kommentar 4

Genau das ist das problem, diese Grünen, die Linkspartei machen allen andersdenkenden Druck. Sollte eine Partei derartige Formulierungen im programm haben, dann heisst es nur:"Nazi's raus!" Einverstanden werfen wir die Grünen und die Linkspartei gleich hinterher. Unsere Bevölkerungspolitik lässt stark zu wünschen übrig wegen dieser beiden Parteien und eine 3. Partei rückt nach und belügt unser Volk, die Piraten.

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  • holenmensch
  • Kommentar 4
  • 01.12.2011 13:52
 Antwort auf Kommentar 2

wer findet da noch durch? Der deutsche Präsident Wulff sagt:der Islam gehört zu Deutschland????????? Gibt es überhaubt noch eine deutsche Ehre????? Oder nehmen wir alles hin,was uns aufgetischt wird. Wer hat denn noch eine Ehre im Leib?????

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  • Marek
  • Kommentar 3
  • 01.12.2011 13:34
 

Gelegentlich frage ich mich, warum in den Herkunftsländern von Moslems so viele Christen sterben.

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  • Nichtwähler
  • Kommentar 2
  • 01.12.2011 12:52
 

Das war leider nur ein Etappensieg der Demokratie, die Muslime werden für ihren Eroberungsfeldzug noch viele Wege suchen, um uns ihre Gesetze (Sc haria) aufzuzwängen. Ich hoffe doch, dass unsere Politiker dieses undeutsche Treiben hart verurteilen werden. Ich sehe durch ein Gebetsverbot an Schulen die Bekenntnisfreiheit nicht gefährdet. Die Menschen müssen lernen, dass die Welt nicht nur durch Dogmen zusammengehalten wird. Außerdem wird der Islam von unseren Gutmenschen sowieso viel zu unkritisch betrachtet, besser man fragt Mina über Islamische Absichten auf www.ex-muslime.de

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  • Augenblick
  • Kommentar 1
  • 01.12.2011 12:34
 

Grundsätzlich sollte jeder Mensch zu Gott beten dürfen, wenn dieses Gebet allerdings als Provokation gedacht war, ist es weder gottgefällig noch rechtens. Deshalb begrüße ich die Entscheidung des Oberlandesgerichtes.

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