Sa., 26.05.12

Unfälle in NRW 19.11.2011 Acht Tote nach Horrorcrashs

Drei Tote und 35 Verletzte bei Massenkarambolage (Foto)
Bei einer Massenkarambolage auf der A31 zwischen Heek und Gronau-Ochtrup sind drei Menschen getötet und bis zu 30 Personen zum Teil schwer verletzt worden. Bild: dapd

Es gleicht einem Trümmerfeld: Mehr als 50 Fahrzeuge haben sich bei dichtem Nebel in einer Massenkarambolage auf der Autobahn 31 in Nordrhein-Westfalen ineinander verkeilt. Drei Menschen starben. Bei einem weiteren Unfall in Aachen kamen fünf Menschen ums Leben.

Bei einer Massenkarambolage bei dichtem Nebel sind auf der Autobahn 31 in Nordrhein-Westfalen drei Menschen ums Leben gekommen. 35 Menschen wurden verletzt, 14 von ihnen schwer, wie eine Sprecherin der Polizei Münster mitteilte. Insgesamt 52 Fahrzeuge hatten sich am Freitagabend zwischen Heek und Gronau-Ochtrup ineinander verkeilt. «Es sieht aus wie ein Trümmerfeld», sagte die Polizeisprecherin. Bei einem weiteren schweren Verkehrsunfall in Aachen wurden in der Nacht zum Samstag fünf Menschen getötet und zwei schwer verletzt.

Zu dem Unfall auf der A31 war es gegen 19.15 Uhr auf der Fahrbahn in Richtung Emden gekommen. Begonnen hat er mit einem Blechschaden. Zunächst seien zwei Limousinen zusammengestoßen, dabei sei aber niemand verletzt worden. Danach fuhren 50 weitere Fahrzeuge in die Unfallstelle. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Die Unfallstelle erstreckt sich über mehrere hundert Meter. Bei den Toten handle es sich um eine Frau und zwei Männer. Zwei von ihnen starben, nachdem sie ihr Unglücksauto bereits verlassen hatten. Möglicherweise hatten sie versucht, aus ihrem Wagen Richtung Leitplanke zu fliehen, als sie von anderen Autos erfasst und tödlich verletzt wurden. Der dritte Tote wurde im Wrack seines Wagens an einer Böschung gefunden. «Wir können froh sein, dass es nicht noch mehr Tote gab», sagte Werner Schümchen, Einsatzleiter der Polizei.

Spurensuche nach der Unfallursache

Viele der Verletzten seien in ihren Wagen eingeklemmt gewesen, hätten aber befreit werden können. Sie wurden vor Ort von Notärzten versorgt und anschließend in die umliegenden Krankenhäuser gefahren. Notfallseelsorger kümmerten sich um aufgewühlte Menschen.

Zur Unfallstelle waren Rettungskräfte aus dem gesamten Münsterland geholt worden. Wegen des Nebels konnten keine Rettungshubschrauber eingesetzt werden. Bei Tageslicht versuchen die Ermittler nun, die genaue Unfallursache zu ermitteln. «Fakt ist, dass es Nebelbänke gab. Ob sie die Ursache waren, müssen die Ermittlungen ergeben», sagte Polizeisprecher Jan Schabacker.

Dazu stellen die Fachleute zunächst die genaue Lage der ineinander verkeilten Autos in dem Trümmerfeld fest. Dies werde als objektive Beweislage bezeichnet. Erst dann kann die Autobahn geräumt werden. Die subjektive Beweislage werde durch die Befragung der Betroffenen und der Zeugen ermittelt: «Das ist an einem Tag nicht zu machen.» Hubschrauber machten Aufnahmen aus der Luft. Die Ermittler erhoffen sich davon Aufschlüsse über den Unfallhergang.

Die Räumungsarbeiten kommen indes nur langsam voran. Die A31 ist mindestens bis zum Nachmittag in beiden Richtungen gesperrt. Der Kreis Borken hat eine telefonische Auskunftsstelle eingerichtet, bei der sich besorgte Menschen nach dem Verbleib ihrer Angehörigen erkundigen können.

Fünf Tote in Aachen

Ein weiteres Unglück hat es in der Nacht in Aachen gegeben. Fünf Menschen starben, als auf der Bundesstraße 258 zwei Autos frontal zusammen stießen. Der Unfall ereignete sich gegen 1.20 Uhr, teilte die Polizei mit. Nebel kann nicht die Ursache gewesen sein. «Hier war es sternenklar», sagte Polizeisprecher Paul Kemen. Möglicherweise sei überhöhte Geschwindigkeit der Grund dafür gewesen. Das werde derzeit von einem Sachverständigen geklärt.

Vermutlich habe ein 24 Jahre alter Fahrer die Kontrolle über sein Auto verloren und sei in den Gegenverkehr geraten, teilte die Polizei mit. Der Fahrer selbst, ein 19 Jahre alter Mann und eine 22 Jahre alte Frau kamen in seinem Wagen ums Leben, eine 20 Jahre alte Mitfahrerin erlitt schwere Verletzungen. Fahrer und Beifahrerin des entgegenkommenden Wagens, ein 47 Jahre alter Mann und eine 45 Jahre alte Frau, waren ebenfalls sofort tot. Eine 32 Jahre alte Frau wurde schwer verletzt. Die Verletzten, die Zeugen, die Helfer und die Polizei seien wegen der schlimmen Szenen von drei Notfallseelsorgern betreut worden, sagte Kemen.

eia/news.de/dpa
Leserkommentare (15) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • Carsten
  • Kommentar 15
  • 21.11.2011 11:23
 

Jedes Jahr auf's neue. Warum lernt der Mensch einfach nicht dazu?? Jeder weiß, was "Abstand halten" bedeutet, aber NIEMAND tut es wirklich! Dabei muß man dafür gar nicht langsamer fahren. Solange das nicht begriffen ist, wird es immer wieder solche Unfälle geben. Da hilft alle Sicherheitstechnik nicht. Oder: Wahrscheinlich braucht es einen Piepser, ähnlich wie beim anschnallen, der sofort nervig los trötet, wenn der Abstand für die Geschwindigkeit zu gering ist.

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  • ragnhild
  • Kommentar 14
  • 20.11.2011 09:38
 Antwort auf Kommentar 3

wie recht du hast!!!Ganz besonders,was den sicherheitsabstand anbelangt!!!

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  • Meinungsmacher
  • Kommentar 13
  • 20.11.2011 00:18
 

IN BEIDEN FÄLLEN: WOHL VERDAMMTE RASER!!!!!! KONNTE NICHT SCHNELL GENUG SEIN!!!!!!! IM NEBEL FÄHRT EIN NORMALER MENSCH SO LANGSAM, DASS ER SOWEIT SIEHT, DASS ER NOCH BREMSEN KANN!!!!!!!

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  • lesch
  • Kommentar 12
  • 19.11.2011 20:11
 

auf jeden fall an alle angehörigen herzliches beileid, trotzdem muss ich erwähnen, dass news.de mal wieder ihre kompetenz gezeigt hat. mal eben aus 3 toten 8 zu machen ist wirklich ein unding. schämen sie sich!!! natürlich wieder kein name des schreiberlings. feigling!!!!

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  • Martina
  • Kommentar 11
  • 19.11.2011 20:10
 

Solche Unfälle sind schlimm und tragisch, besonders für die Angehörigen - aber - sie werden immer passieren, egal wie viele Verbesserungen es technisch geben wird und egal wieviele neue Gesetze, Verbote etc. eingeführt werden... Es gibt einfach immer mehr Menschen auf immer engerem Raum, alles wird schnelllebiger, hektischer, egoistischer... Wichtiger, als bei jeder Tragödie sofort nach neuen Gesetzen zu schreien wäre ein rücksichtsvolles, verantwortungsbewusstes Miteinander, gerade auch im Strassenverkehr!

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  • rotator
  • Kommentar 10
  • 19.11.2011 19:08
 Antwort auf Kommentar 9

Interessant wäre die Punktezahl von dem "Trottel"-Schreier... Bzgl. des Warnaufdrucks wäre ich allerdings skeptisch, wenn ich sehe, daß angesichts 130000 Toten im Jahr durch die 'dümmste aller Drogen': Nikotin... (NULL TURN/ MAXIMALER SCHADEN!) immer noch so saublöd gegen das Rauchverbot gehetzt wird.

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  • Kaktus
  • Kommentar 9
  • 19.11.2011 15:55
 Antwort auf Kommentar 8

Noch ein Nachsatz zu Kommentar 2. Ich musste wegen Krankheit den Beruf aufgeben und habe mir eine Auskunft vom Verkehrsregister in Flensburg schicken lassen. Ich bin mit NULL Punkte abgegangen, die ich auch heute, nach 15 Jahre noch habe.

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  • Kaktus
  • Kommentar 8
  • 19.11.2011 15:47
 Antwort auf Kommentar 2

Danke für die gute Meinung. Kann ich mit Leben, wenn mir das ein anderer Trottel so sagt! Da ich 30 Jahre Int. Fernfahrt hinter mir habe, mit einer Kilometerleisung von bis zu 160 000 km (in Worte: einhundertsechzigtausend) im Jahr, weiss ich was ich hier schreibe. In diesem Zeitraum hat sich die Sicherheitstechnik, Gott sei gedankt, verbessert und das wir nicht nur Technikfreaks haben, brauche ich wohl nicht extra erwähnen. Herr Müller, fragen Sie doch mal in Ihrem Bekanntenkreis was diese ganzen Kürzel bedeuten. Hoffentlich müssen Sie mir dann nicht Recht geben. MfG

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  • Ernesto
  • Kommentar 7
  • 19.11.2011 15:40
 

Es ist bedauerlich was da passiert ist! Das Problem sind nicht die Assistenzsysteme,die Viele weil zu kompliziert ausschalten.Es ist wie beim Führen eines Hundes,der Schwachpunkt ist am anderen Ende der Leine,in diesem Fall des Lenkrades!Wir müssen endlich wieder lernen,mit beiden Händen/Füßen/vollem Hirn Auto zu fahren.Alle Ablenkungen, wie Rauchen und Telefonieren u.A.,haben im Auto nichts verloren!Desweiteren habe viele Verkehrsteilnehmer alles vergessen haben,was sie in der Fahrschule gelernt haben, mein Eindruck!Am wichtigsten sind die Augen des Fahrers (Gesundheitskontrolle/Gesetzgeber!

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  • highlander6111968
  • Kommentar 6
  • 19.11.2011 15:32
 

Erst mal den Angehörigen der bei den Unfällen verstorbenen ,,Mein herzliches Beileid !!!'' Und allen Verletzten ,, Gute Besserung !!!´´ Es zeigt mir mal wieder das jeder in eine solche Situation kommen kann und jedem das Schicksal so strafen kann !!!

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  • Felix Kroll
  • Kommentar 5
  • 19.11.2011 15:03
 Antwort auf Kommentar 1

@ Kaktus, ich gebe Dir Recht. Es müsste ein Waffenschein für alle Autofahrer eingeführt werden.

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  • Rebellin
  • Kommentar 4
  • 19.11.2011 13:39
 Antwort auf Kommentar 2

Sonst fällt Dir nichts dazu ein????????????? Dann hast Du hier nichts zu suchen!!!!!!!!!! Fragt sich nur, wer hier der Trottel ist!!!!!

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  • Rudolf Reichl
  • Kommentar 3
  • 19.11.2011 13:16
 

Meiner Meinung nach liegt es zum Großteil daran,daß viele zu schnell unterwegs sind und auch zu unaufmerksam fahren auch der Sicherheitsabstand spielt eine große Rolle.Durch die vielen Fahrassistenten fühlen manche so sicher das sie sich total darauf verlassen ach mein Auto hat ja alles um sicher anzukommen und übersehen dabei das man auch ein wenig denken sollte beim Autofahren und auf richtigen Sicherheitsabstand kaum noch Jemand auf der linken Spur darauf achtet.Als jahrzehntelanger Autofahrer hab ich immer wieder feststellen müssen,daß die Autos zu schnell und auch viel zu viele PS haben.

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  • Müller
  • Kommentar 2
  • 19.11.2011 12:58
 Antwort auf Kommentar 1

Trottel

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  • Kaktus
  • Kommentar 1
  • 19.11.2011 12:52
 

Sollte man nicht die Werbung der Auto- und Reifenindustrie (z.B. Werbung von Michelin für Winterreifen, Daimler mit der Werbung für die B-Klasse usw)zum Teil eine Mitschuld an diese Unfälle geben? Fahrer, die von Technik keine Ahnung haben, müssen doch nach dieser Werbung meinen: die ganze Technik mit den schönen Kürzeln die keiner versteht, werden mich schon sicher ans Ziel bringen. Ich habe noch in keiner Werbung gesehen oder gehört, dass der Mensch noch seinen Teil dazu tun muss. Mein Vorschlag: wie bei den Zigaretten,"Autofahren gefärdet Ihre Gesundheit!" Groß an die Fahrertür malen.

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