Sa., 26.05.12

Staat hilft Tepco 04.11.2011 Milliardenspritze für Fukushima-Betreiber

Fukushima (Foto)
Das havarierte Atomkraftwerk Fukushima. Bild: dapd

Geld für Entschädigungen: Der japanische Staat hat ein Milliardenpaket für Tepco, den Betreiber des schwer beschädigten Atomkraftwerks Fukushima, verabschiedet. Mit dem Geld soll der Konzern die Leidtragenden des Atomunfalls entschädigen können.

Katastrophe in Japan

Die Regierung segnete Pläne ab, dem Konzern erstmal mit 900 Milliarden Yen (8,4 Milliarden Euro) unter die Arme zu greifen, um massive Entschädigungszahlungen an die Leidtragenden des Atomunfalls leisten zu können. Im Gegenzug versprach Tepco, über die nächsten zehn Jahre die Kosten im Umfang von mehr als 2,5 Billionen Yen zu senken, unter anderem durch die Kürzung von Pensionszahlungen. Bei dem schweren Erdbeben und Tsunami vom 11. März war das AKW Fukushima massiv beschädigt worden. Zehntausende Anwohner mussten fliehen.

Tepco kann damit rechnen, zusätzlich zu den rund 900 Milliarden Yen weitere 120 Milliarden Yen an staatlicher Kompensation für den Atomunfall zu erhalten. Dies sieht ein entsprechendes Gesetz zum Atomschadensausgleich vor. Damit bekommt das Unternehmen bis auf weiteres rund eine Billion Yen an Steuergeldern. Das Geld ist jedoch nur für die Begleichung der Entschädigungsforderung der Opfer vorgesehen, die durch die Atomkatastrophe ihr Haus und Einkommen verloren. Geschäftlich bringt es dem angeschlagenen Konzern nichts. Tepco ächzt unter steigenden Brennstoffkosten, da durch den Ausfall des Atomstroms verstärkt Thermalkraftwerke eingesetzt werden.

Erst Mitte der Woche hatte man in dem AKW Hinweise für eine erneute Kernspaltung gefunden. Das Gebiet rund um die Anlage wird wohl auf unbestimmte Zeit nicht mehr bewohnbar sein. Immer noch leben tausende Japaner in Auffanglagern, im April hatte man mit Planungen begonnen, für sie neue Städte nach dem Muster der deutschen Gartenstadt zu bauen.

cvd/beu/news.de/dpa
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