Seine Liebsten starben vor seinen Augen: Basketballstar Marco Grimaldi verlor auf der Autobahn seine Schwester und seine Freundin. Die Frauen überfuhren zunächst ein Wildschwein. Dann prallte ein zweites Auto in die Unfallstelle. Dessen Fahrer starb ebenfalls.
Horrorfahrt für die Basketballer des BG Göttingen: Als das Team von einem Spiel nach Hause fuhr, ereignete sich ein schrecklicher Unfall. Laut Polizei prallte auf der Autobahn A5 Frankfurt-Kassel bei Alsfeld zunächst ein Kleintransporter mit einem Wildschwein zusammen. Dieses blieb tot auf der linken Spur liegen.
Anschließend fuhr ein zweites Auto über das tote Tier, am Steuer saß die Freundin von Bundesliga-Basketballer Marco Grimaldi vom BG Göttingen. Sie hielt auf dem Standstreifen an.
Als die 28-Jährige und zwei Mitfahrerinnen aus dem Auto ausstiegen, raste ein dritter Wagen in die Unfallstelle und prallte auf den Wagen der Frauen. Die 28-Jährige sowie eine 16 Jahre alte Beifahrerin - die Schwester des Basketballers - wurden zwischen Wagen und Leitplanke eingeklemmt. Sie waren sofort tot. Der 46-jährige Fahrer des dritten Autos kam ebenfalls ums Leben. Eine 22-jährige Mitfahrerin der beiden Frauen wurde schwer verletzt.
Der überwiegende Teil der Baskteball-Mannschaft war dem Auto in zwei Kleinbussen hinterhergefahren. Nach Angaben der Polizei sahen die Teammitglieder die Tragödie mit an. Zu ihrer Unterstützung wurde ein Notfallseelsorger des Vogelsbergkreises eingeschaltet.
Zur Unfallursache erklärten die Ermittler, der 46-jährige Autofahrer sei vermutlich sehr schnell gefahren. Nachdem er über den Kadaver raste, sei er wohl in die rechte Leitplanke geschleudert, abgeprallt und mit voller Wucht gegen den Wagen der Frauen gestoßen, hinter dem die drei Insassen vermutlich standen. Wegen des Unfalls wurde die A5 in Richtung Norden für etwa fünf Stunden voll gesperrt.
san/cvd/news.de/dpa
Mein Beileid an die Angehörigen und Freunde! Aber, wie schnell fährt man normalerweise auf der Autobahn, wenn man keine Wildschweine wittert?
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