Halloween, Muttertag oder Fastnacht: Es gibt viele nichtgesetzliche Feiertage in Deutschland. Einige gehen auf alte Bräuche zurück, andere haben sich Wirtschaftsverbände ausgedacht. News.de stellt die wichtigsten vor.
Nicht genug, dass man an Weihnachtsgeschenke denken muss, an den Kauf von Schokoladenostereiern und eine ausreichende Anzahl an Silvesterraketen. Es gibt noch mehr Feiertage im Jahr, auf die man sich zeitig vorbereiten muss - und die meisten davon sind noch nicht einmal frei.
Die Liste der wichtigsten neuen, inoffiziellen Feiertage beginnt mit der Karnevalszeit. Karneval - oder Fastnacht, wie man in Mainz sagt - feiert man traditionell 48 Tage vor Ostersonntag. 2012 fällt der Rosenmontag auf den 20. Februar. In die Hochburgen am Rhein sollte man sich zu dieser Zeit besser nur verkleidet und in Feierlaune wagen - oder sie am besten weiträumig meiden.
Tatsächlich besteht die Karnevalszeit gleich aus mehreren Tagen, an denen in den Hochburgen Ausnahmezustand herrscht. Los geht es am 11. November um 11.11 Uhr. Am Freitag vor dem Rosenmontag stutzen Frauen zur Weiberfastnacht Männern die Krawatten. Der Fastnachtsdienstag setzt im Wesentlichen einfach die Rosenmontagsfeierlichkeiten fort. Mit dem Aschermittwoch beginnt dann die Fastenzeit.
Am Valentinstag beschenkt man seine Lieben mit Blumen, Grußkarten und Süßkram. Verpassen kann man den Feiertag am 14. Februar kaum, verstärken doch Floristen und Schokoladenfabrikanten zuvor ihre Werbung ins Unüberhör- und Unübersehbare.
Der Muttertag breitete sich Anfang des 20. Jahrhunderts von den Vereinigten Staaten über Europa auf. In Deutschland einigten sich verschiedene Wirtschaftsverbände auf ein verbindlichen Termin: den zweiten Sonntag im Mai.
Den Brauch, den Abend vor Allerheiligen zu feiern, exportierten irische Einwanderer in die USA und entwickelten ihn dort ab dem 19. Jahrhundert zu dem Fest weiter, das man heute unter dem Namen Halloween kennt. Darin verbinden sich heidnische und christliche Traditionen zu einer wilden Mischung aus Erntedank- und Gruselelementen. Dass das Fest auch in Deutschland Reformationstag und Allerheiligen mehr und mehr zu überschatten droht, gefällt den Kirchen verständlicherweise gar nicht.
krc/news.de