Peta ist für seine erotischen Kampagnen bekannt. Jetzt gehen die radikalen Tierschützer noch einen Schritt weiter: Im Dezember startet Peta seine xxx-Domain. Die Seite ist ausdrücklich für Porno-Inhalte gelabelt.
Tierschutz kommt schnell als biederes und politisch überkorrektes Thema daher. Nicht bei Peta. Denn Peta weiß, wie man populär wird: Wenn Erotik das Thema ist, das die meisten Aufmerksamkeit erregt, dann kämpft Peta eben mit Erotik für Tierrechte.
«Manchmal kann zu viel Sex schlecht sein», steht zum Beispiel über dem Plakat, das Daniela Katzenberger nur mit einem Tüchlein behängt zeigt. Dass es für die Kastration von Katzen wirbt, erfährt man erst im Kleingedruckten. Kelly Brook ist auf ihrem Plakat zwar bemalt wie eine Schlange – aber eigentlich ist es ihre nackte Haut, die wir unter dem Slogan «In welcher Haut steckst du» zu sehen bekommen.
Bisher hat sich Peta der Erotik immer auf sehr ästhetische Art und Weise bedient. Aber jetzt haben die Tierschützer angekündigt, ab Dezember eine Webseite mit xxx-Domain zu starten. Man wolle Menschen erreichen, die sich bislang nicht für Tierschutz interessiert haben, heißt es. Die Domains mit explizit pornografischem Inhalt gibt es seit Anfang des Jahres, bereits im August sicherte sich Peta die mit ihrem Namen.
Wo xxx dransteht, muss allerdings auch xxx drin sein, das fordert das Reglement. Wie genau Peta das umzusetzen gedenkt, ist noch nicht bekannt. Mit US-Pornodarstellern wie Sasha Grey oder Ron Jeremy haben sie jedoch auch schon für die Plakatkampagnen zusammengearbeitet. Wichtig ist den Tierschützern aber, dass die Pornografie vor allem schmückendes Beiwerk sein soll für schockierende Bilder über die Misshandlung von Tieren.
Sich dafür des Sexismus zu bedienen ist ein Vorwurf, den Peta schon kennt – und immer wieder zurückweist. Männer wie Frauen hätten das Recht, Stimme, Stift und Körper zu nutzen, um Tieren zu helfen, heißt es aus der amerikanischen Zentrale.
iwi/beu/news.de
"Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen. Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren. Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen. Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten. Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie ausbeuten."
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