Bei zwei schweren Grubenunfällen im Osten der Ukraine ist die Zahl der getöteten Bergleute auf nun über 30 gestiegen. Rettungskräfte bargen aus den Schächten in der Stadt Suchodolsk sowie nahe der Stadt Makejewka mindestens zwölf weitere Leichen.
Das teilte das Zivilschutzministerium am Samstag in der Hauptstadt Kiew nach Angaben der Agentur Interfax mit. Gewerkschaften warfen Unternehmern Gewissenlosigkeit vor, weil sie trotz schwerer Sicherheitsmängel aus Profitgier immer mehr Kohle fördern ließen.
In der Stadt Suchodolsk galt eine Methangas-Explosion als Ursache für das Unglück am Freitag. Dort wurden noch zwei Bergleute vermisst. In dem Bergwerk nahe der Stadt Makejewka war ein Förderkorb aus zunächst ungeklärten Gründen 70 Meter in die Tiefe gestürzt. Dabei kamen nach letzten Angaben mindestens acht Arbeiter ums Leben. Drei Menschen wurden dort noch vermisst. In Kliniken wurden mehrere Überlebende mit schweren Verletzungen behandelt.
Die Arbeit in vielen Bergwerken der Ukraine gilt vor allem wegen der hohen Konzentration an Methangas als lebensgefährlich. Beim wohl schwersten Grubenunglück in der Geschichte des Landes waren 2007 nach einer Explosion in einer Mine nahe der Stadt Donezk etwa 101 Bergleute ums Leben gekommen.
cvd/news.de/dpa