Sa., 26.05.12

Fall Strauss-Kahn 28.07.2011 Der Kampf um jede Wortsilbe

Strauss-Kahn, (Foto)
Nafissatou Diallo stellt sich der Öffentlichkeit. Bild: dapd

Das Zimmermädchen, das angeblich von Dominique Strauss-Kahn zum Oralsex gezwungen wurde, geht in die Öffentlichkeit. Und will ihre Glaubwürdigkeit zurück. Denn die Indizien gegen die Frau sollen auf einem Übersetzungsfehler im Protokoll beruhen.

Das Zimmermädchen, das Ex-Währungsfondschef Dominique Strauss-Kahn der versuchten Vergewaltigung beschuldigt, ist am Donnerstag erstmals auf einer Pressekonferenz aufgetreten. Sie will nur eins: Gerechtigkeit.

«Ich weine jeden Tag», sagte Nafissatou Diallo in New York. «Wir können nicht schlafen», erzählte sie über sich und ihre Tochter. Sie dankte allen Unterstützern, die ihr Mut zugesprochen hätten.

Mitglieder der afrikanischen Gemeinde sicherten der vor zehn Jahren aus dem westafrikanischen Guinea eingewanderten Frau ihre Unterstützung zu: «Wir wollen Gerechtigkeit! Wir fragen nach nichts weniger als Gerechtigkeit.» Es gebe überall Unterstützer für die 32-Jährige, täglich würden E-Mails, Briefe und Blumen eintreffen.

Die Frau beschuldigt den Franzosen Strauss-Kahn, sie am 14. Mai in seinem Hotelzimmer nackt überfallen zu haben. Vor vier Wochen waren Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit laut geworden, Strauss-Kahn kam daraufhin auf freien Fuß. Diallos Anwalt Kenneth Thompson sagte jetzt, die Indizien gegen seine Mandantin beruhten auf einem Übersetzungsfehler.

cvd/news.de/dpa
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