Sa., 26.05.12

Norwegen 26.07.2011 Breivik stellt Forderungen an die Polizei

Anders Behring Breivik (Foto)
Anders Behring Breivik steht unter permanenter Beobachtung. Er sei selbstmordgefährdet. Bild: dapd

Was geht nur im Kopf des Attentäters Anders Behring Breivik vor? Im Gefängnis steht der Mörder von mindestens 76 Menschen nun unter permanenter Beobachtung - wegen Suizidgefahr. Zugleich deutet er an, dass es auch Hintermänner gab.

Geisteskrank und eiskalt - der Verteidiger Geir Lippestad hält seinen Mandanten für eine tief gestörte Persönlichkeit. Demnach glaube der Attentäter, er befinde sich in einem Krieg, schilderte sein Anwalt. «Und wenn du in einem Krieg bist, kannst du Dinge wie diese machen», erläuterte er die Sicht seines Mandanten. Der Attentäter sei eine «sehr kalte Person». «Er hat kein Mitgefühl mit den Opfern gezeigt», sagte Lippestad.

Auch der Vater, Jens Breivik, spricht erschüttert davon, dass sein Sohn nicht normal sein könne. Er will nie wieder Kontakt zu seinem Sohn haben. «In meinen schlimmsten Stunden denke ich, er hätte sich sein eigenes Leben nehmen sollen, statt so viele andere Menschen zu töten», sagte Jens Breivik, der im Ruhestand ist, dem Sender TV2. 

Der Vater, der sein Gesicht im Fernsehen nicht zeigen wollte, sagte, er habe seit 1995 nicht mehr mit seinem Sohn gesprochen. Die Eltern hätten sich schon 1980 getrennt. Als Junge sei Breivik verschlossen, wenig sozial, aber auch nicht extrem gewesen.

Da der Amokläufer nicht einzuschätzen ist, wird er permanent überwacht. Denn die Polizei befürchtet einen Selbstmordversuch. «Der Inhaftierte wird mit Blick auf einen möglichen Selbstmord kontinuierlich überwacht», sagte der Osloer Kriposprecher Pål Hjort Kraby im Fernsehsender TV2.

Zugleich stellt Breivik für Aussagen über angebliche Mittäter Forderungen. Einzelheiten teilte die Polizei nicht mit. Es seien ganz verschiedene Forderungen, von denen einige unmöglich erfüllt werden könnten, hieß es. Breivik hatte behauptet, dass es zwei weitere «Zellen» mit Gleichgesinnten gebe, mit denen er zusammengewirkt habe.

Interview mit Jens Breivik
Vater des Massenmörders spricht
Video: jag/news.de

Sollte das Gericht den Attentäter für unzurechnungsfähig erklären, wäre die dauerhafte Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung wahrscheinlich. Die von der Justiz angekündigte psychiatrische Untersuchung dürfte nach Angaben des Anwalts bis zu zwölf Monate dauern. Auch der Prozess werde eine «ausgesprochen lange und komplizierte Angelegenheit».

Massaker in Norwegen
Das perfide Spiel von Anders Breivik
Video: news.de
Massaker in Norwegen
Ein Überlebender berichtet
Video: ap

cvd/news.de/dpa
Leserkommentare (2) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • ulrike schöttner
  • Kommentar 2
  • 28.07.2011 20:16
 

diese mail schreibe ich im namen aller getöteten jungen menschen und angehörigen: dieses massaker-schwein gehört sofort in die USA, nämlich in den todestrakt und in das sicherste und strengste gefängnis der welt. der mörder soll solange in der todeszelle schmnoren, bis er alt, grau und schimmelig ist, dann soll er mit der todesspritze hingerichtet werden. zu fressen soll er nur wasser und brot bekommen, am besten gleich rattengift, aber dann ist er schnell tod, aber der soll ganz langsam sterben müssen, damit er begreifft, was er eigentlich für eine bestie ist.

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  • Brasilianer
  • Kommentar 1
  • 27.07.2011 14:59
 

Wenn man alle bisherigen Informationen zusammenfasst so ist dieser Mensch ein Psychopat - und unheilbar insofern sollte auch kurzer Prozess gemacht werden dh Gutachten und dann für den Rest des Lebens in eine geschlossene Klinik. Ein Prozess über Monate kostet den Steiuerzahler viel Geld ,die Medien sind gierig u. es werden Gefühle aufgewühlt.

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