Sa., 26.05.12

Der Erbsenzähler 20.07.2011 Ein Google Doodle für Gregor Mendel

Google Doodle (Foto)
Google gratuliert Gregor Mendel zum 189. Geburtstag. Bild: Screenshot

Von news.de-Mitarbeiterin Sylva Kleemann

Vor 189 Jahren wurde der Entdecker der Mendelschen Gesetze geboren. Google schenkt dem Erbsenzähler Gregor Mendel zum Geburtstag ein vegetarisches Doodle.

Erbsensamen und dominant-rezessive Vererbung - wem kommt das aus dem Biologieunterricht nicht zumindest noch entfernt bekannt vor? Der Augustinerpater Gregor Johann Mendel experimentierte vor 150 Jahren mit 28.000 Erbsenpflanzen und entdeckte so seine bis heute gültigen Vererbungsregeln. Google ehrt den Genetiker, der heute vor 189 Jahren geboren wurde, mit einem Doodle.

Im Garten des Augustinerklosters kreuzte er Erbsen, die sich in Form und Farbe der Samen und in der Farbe der Blüten deutlich unterschieden. So kam er zu den revolutionären Erkenntnissen, die bis heute als «Mendelsche Regeln» zum Biologie-Basiswissen eines jeden Schülers gehören.

Kleine Aufrischung: Die «Mendelschen Regeln»

Kreuzt man eine Erbse mit gelben und eine mit grünen Samen, dann haben alle Erbsenkinder die dominante Farbe, sie sind also entweder grün oder gelb. (1. Mendelsche Regel: Uniformitätsregel). Kreuzt man diese Nachkommen fröhlich weiter miteinander, dann zeigen sich bei den Erbsenenkeln wieder beide Ausprägungen, es sind gelb- und grünsamige Erbsen dabei. (2. Mendelsche Regel: Spaltungsregel.)

Posthumer Ruhm

Mendel wurde am 20. Juli 1822 in Schlesien als Sohn einfacher Bauern geboren. Früh erwachte in ihm der Forscherdrang. So half er den Eltern beim Veredeln der Obstbäume und züchtete Bienen im Garten der Dorfschule. Der ausgezeichnete Schüler schaffte es auf das Gymnasium und arbeitete dann als Privatlehrer.

Für eine naturwissenschaftliche Ausbildung reichten seine finanziellen Mittel nicht aus. Er musste sein Studium wegen «bitterer Nahrungssorgen» abbrechen und wurde Mönch bei den Augustinern. Sein Wissen musste sich Mendel also größtenteils in Eigenarbeit aneignen.

Ruhm und Anerkennung kamen für den «Vater der Genetik» zu spät. Seine Versuche stießen in der wissenschaftlichen Welt zunächst auf Unverständnis und Desinteresse. Erst nach seinem Tod wurden die Bedeutung seiner Entdeckungen und seine Leistung als Wissenschaftler anerkannt.

boi/rzf/news.de
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