Sa., 26.05.12

Schuldenkrise mal anders 15.07.2011 So stopft Tonga sein Finanzloch

Weltall (Foto)
Tonga verkaufte Parkplätze im Weltall. Das lohnte sich für die Staatskasse. Bild: dapd

Von news.de-Redakteurin Ulrike Bertus

Griechenland, Italien, Irland und die USA: Alles Länder, über denen der Pleitegeier schwebt. Dabei müssen Investitionen und Rettungspakete gar nicht kompliziert sein. Tonga zeigt, wie es geht: Das kleine Land verkaufte einfach Parkplätze - im Weltall.

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Vielleicht stand das Staatsoberhaupt von Tonga am Strand, als ihm die Idee kam. Wellen spülten über seine Füße und er überlegte, wie er die Staatskasse seines kleinen Inselstaates füllen könnte. Unter Umständen ging sein Blick in Richtung Abendhimmel und er dachte: «Warum sollte ich nicht Parkplätze im All verkaufen?»

Während die USA, Italien, Irland und Griechenland sich vor den Ratingagenturen und dem leeren Portemonnaie fürchten, nehmen andere Länder das Finanzproblem selbst in die Hand - und machen Geld aus ihrer Einzigartigkeit. Im Falle von Tonga: aus den einzigartigen Ideen.

Mit dem Internet ans ganz große Geld

Weil Platz im Weltall entgegen der «unendliche Weiten»-Einstellung gar nicht so unbegrenzt zur Verfügung steht, gibt es tatsächlich so etwas wie Parkplätze dort oben - nämlich die für Satelliten. Tonga kaufte für wenig Geld diese Schwebeflächen und verkaufte sie teuer an Länder weiter, die Satelliten im Weltall platzieren wollten. Denn Tonga selbst besitzt nichts, was in die Luft gehen kann. Nicht einmal eine eigene Fluglinie. Trotzdem gilt: Über Tonga zu den Sternen.

Die Parkplätze im Weltall waren nicht die einzige Idee des findigen Staates im Südpazifik. Auch mit dem Landeskürzel «to» machte man dort Geld - im Internet. Kino.to beispielsweise ist laut Kennung eine tongaische Seite - und ihre Betreiber konnten so lange nicht ausfindig gemacht werden.

Der Hofnarr verschwand mit der Staatskasse

Ähnlich saniert übrigens auch Tuvalu seine Staatskasse. Mit dem Länderkürzel «tv» wurden insgesamt 50 Millionen Dollar verdient - und mit dem Geld kaufte sich das Land dann in die Vereinten Nationen ein.

Doch zurück zu Tonga. Das Land hat ein sehr spezielles Verhältnis zum Geld. Der König stellte beispielsweise einen Hofnarr ein, der mit 30 Millionen Dollar in der Tasche irgendwann verschwand - 70 Prozent des Staatshaushaltes hatte er mitgenommen. Das Geld kam übrigens aus dem Verkauf tongaischer Pässe an zweifelhafte Persönlichkeiten wie beispielsweise das philippinische Diktatorpärchen Ferdinand und Imelda Marcos.

Mit tongaischer Flagge ins Konto-Plus

Wenn die Tongaer eines wissen, dann, wie man aus Nichts Geld macht. Vor einigen Jahren holte die Regierung Geologen ins Land, die nach Erdöl suchen sollten. Was man vorher schon wusste: Es gibt kein Erdöl auf Tonga. Was man hoffte: So das Interesse von Investoren wecken. Wofür genau? Das ist nicht bekannt.

Auch seine Lage mit viel Wasser drumherum machte das Land zu Geld. Viele Schiffe fuhren lange unter tongaischer Flagge. Und es waren vor allen Dingen solche Dampfer, die für illegale Zwecke genutzt wurden. Auf Tonga wusch man bei Nachfragen nach Eignern seine Hände in unschuldigem Meerwasser  - und kassierte das Geld der Schiffer.

Weitere Staaten, die aus Nichts - oder aus Körperausscheidungen - Geld machten, sehen Sie in unserer Bilderstrecke.

iwi/news.de
Leserkommentare (4) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • RAGNAROEKR
  • Kommentar 4
  • 15.07.2011 15:43
 

Als Juristen die Welt eroberten, haben sie den Grundsatz geschaffen, verkaufen darf man nur, was einem gehört. Dieser Grundsatz trennte dann die guten von den bösen Verkäufern. Das war den wahren Demokraten nicht genug. Sie wandelten den Grundsatz um, indem sie sagten, dem Staat gehört alles. Und dann wurden z.B.Frequenzen teuer verkauft. Und - oh Wunder die fanden tatsächlich Käufer, die kauften, was ihnen niemals gehören wird. Bei Lichte betrachtet kaufen die Parteien jedoch auch die Zukunftschancen des Volkes, sie nennen das Politik.Gehört dem Volk die Zukunft oder hat es sie nur verkauft?

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  • Schattenberg
  • Kommentar 3
  • 15.07.2011 14:52
 

Man sollte bei news.de einmal überlegen,ob es wirklich notwendig ist,das dieser sich Oliver nennende auf allen Foren seinen ewig gleichen Mist über Muselmanien ausbreitet. Die Beiträge sind so kurzweilig wie ein Haufen Torf.

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  • oliver
  • Kommentar 2
  • 15.07.2011 14:23
 Antwort auf Kommentar 1

Endlich jemand, der mit denkt. Ich weis, dass das unter Menschenhandel fällt. Aber wer sich so schlecht um unsere innere Sicherheit kümmert wie unsere Bundestagsparteien, der hat für mich Menschenhandel zugelassen durch Unterlassung. Wie würde denn Brasilianers Endlösung auf die Problematik ausfallen. 1) Schuldenkriese. 2) Politischer Islam 3) Gendermainstream

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  • Brasilianer
  • Kommentar 1
  • 15.07.2011 14:02
 

Kommentar 1 ist schon teilweise interessant da der Verkauf von Parteimitgliedern aber Menschenhandel ist lehne ich Vorschlag ab - besser wäre der Verkauf der Parteien und keine Neuzulassung Abgeordnete ect aus befähigten Bürgern ohne Partei. Was nun Herrn Obama angeht kann man nur sagen EINSPAREN - keine geostrategischen Militäreinsätze mehr Abzug aller Truppen im Ausland ,damit auch der unrechtmässigen Stützpunkte in Deutschland von denen aus andere Länder bedroht wurden ,bringt auch mehr Sicherheit für Deutschland man könnte diese Liste fortsetzen - Dollar weg als Leitwährung

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