Deutschland trauert mit den Fußballerinnen, während Japan bei einem neuen Erdbeben glimpflich davongekommen ist. Unterdessen zeichnet sich bei der Neubesetzung des Vorstandsvorsitzes der Deutschen Bank eine Doppelspitze ab.
Sommermärchen ausgeträumt. Die Hoffnung auf den Weltmeistertitel im eigenen Land ist für die deutschen Fußballfrauen geplatzt. Mit einem 0:1 schieden sie im Viertelfinale gegen Japan aus. Sie mache den Spielerinnen keinen Vorwurf, sie hätten alles gegeben, bilanzierte Bundestrainerin Silvia Neid. «Ich bin wahnsinnig traurig. Das kann man kaum in Worte fassen. Morgen sieht die Welt vielleicht schon besser aus», sagte die ehemalige Nationalspielerin Steffi Jones. Nadine Angerer erklärte: «Ich kann es noch gar nicht wirklich fassen. Für mich ist das alles noch surreal, was da gerade geschehen ist. Die Japanerinnen haben das ganz geschickt gemacht. Natürlich hatten sie auch Glück. Wir haben gekämpft ohne Ende, aber immer ein Bein dazwischen gehabt.»
Wieder tote Soldaten. Die Mitglieder der Nato-Truppen sind in Afghanistan getötet worden. Einer kam im Süden des Landes bei einem Bombenanschlag ums Leben, ein zweiter wurde bei einem davon unabhängigen Angriff von Aufständischen getötet. Im Osten des Landes töteten Aufständische den dritten Nato-Soldaten. Die Nationalität der Männer hat das Militärbündnis nicht bekannt gegeben, das sollen die jeweiligen Ländern tun.
Banker-Doppelspitze. Der Inder Anshu Jain und der Niedersachse Jürgen Fitschen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die Nachfolge von Josef Ackermann bei der Deutschen Bank antreten. Das will die Welt am Sonntag aus dem Umfeld des Aufsichtsrates erfahren haben. Aufsichtsratsvorsitzender solle Clemens Börsig bleiben. Wann der Führungswechsel erfolgen soll, ist noch unklar.
Neues Beben in Japan. Das Epizentrum lag in zehn Metern Tiefe vor der Ostküste der Hauptinsel Honshu. Bei dem Beben der Stärke 7,3 wurde laut Medienberichten niemand verletzt. Schäden habe es den Behörden zufolge ebenfalls nicht gegeben. Eine vorsorglich herausgegebene Tsunamiwarnung wurde wieder aufgehoben.
Eingestellt nach 168 Jahren. Nachdem in dieser Woche neue Details über den Abhörskandal bei der News of the World bekannt geworden waren, erscheint heute die letzte Ausgabe des britischen Revolverblattes. Journalisten sollen die Telefone von bis zu 4000 Menschen angezapft haben. Neben Prominenten und Politikern sollen auch Opfer von Straftaten betroffen sein.
Mission Titelverteidigung. Aus der ersten Reihe will Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel heute in Silverstone seine Chancen auf einen weiteren Titel verteidigen. Der Red-Bull-Pilot startet beim Großen Preis von Großbritannien aus der ersten Startreihe. Vettel führt die Gesamtwertung derzeit souverän mit 186 Punkten an.