Sa., 26.05.12

132 Jahre danach 06.07.2011 Mord an reicher Witwe geklärt

Scotland Yard ist drangeblieben. (Foto)
Scotland Yard ist drangeblieben. Bild: dapd

Mord verjährt nicht: 132 Jahre ist es her, dass eine reiche Witwe in London geköpft wurde. Jetzt wissen wir nicht nur, dass es die Hausdame war - sondern auch die grausigen Details darüber, was sie mit den verschiedenen Teilen ihrer Chefin anstellte.

1879 geschah in London ein grausamer Mord. Jetzt ist auch das letzte Rätsel um die Bluttat gelöst. Ein in einem Garten ausgegrabener Schädel wurde von den Behörden am Dienstag offiziell einer reichen Witwe zugeordnet, die vor 132 Jahren von ihrer Hausdame getötet wurde. «Dies ist ein faszinierender Fall», sagte Chefermittler Clive Chalk von Scotland Yard. «Er zeigt, wie gute alte Detektivarbeit, historische Aufzeichnungen und technischer Fortschritt Hand in Hand gehen können.»

Die Hausdame köpfte die Frau nach Angaben der Londoner Polizei und kochte die Leiche in einem großen Kochtopf. Das abgetropfte Fett habe sie Kindern in der Gegend zum Essen gegeben. Ein Kasten mit Menschenfleisch wurde später in der Themse entdeckt. Die Hausdame wurde zum Tode verurteilt und gehängt, nachdem herausgekommen war, dass sie die Identität ihrer Chefin angenommen und ihre falschen Zähne getragen hatte.

Der Schädel des Opfers, das bei seiner Ermordung 55 Jahre alt war, wurde jetzt erst, im vergangenen Oktober, bei Arbeiten im Garten des Naturfilmemachers David Attenborough im Londoner Stadtteil Richmond gefunden. Nach monatelangen Untersuchungen mit Hilfe moderner Kriminaltechnik konnten die Akten nun geschlossen werden.

iwi/beu/news.de/dpa
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