Sa., 26.05.12

Indien 05.07.2011 Milliardenschatz im Tempel gefunden

Sree Padmanabhaswamy Tempel (Foto)
In diesem Hindu-Tempel wurde der Milliardenschatz entdeckt. Bild: dapd

Der größte aller Abenteurerträume ist in Indien wahr geworden: In einem Hindu-Tempel entdeckten Forscher einen Schatz aus Gold und Edelsteinen. 15 Milliarden Euro soll die Glitzerpracht wert sein. Nun sollen zwei weitere geheime Kammern geöffnet werden.

Seit 130 Jahren waren die Türen verschlossen. Nun haben Forscher dahinter geschaut - und sind auf Gold, Diamanten, Rubine und Smaragde gestoßen. Der Schatz verbarg sich in unterirdischen Kammern der Hindu-Kultstätte Sri Padmanabhaswamy im südindischen Unionsstaat Kerala, und sein Wert geht in die Milliarden.

Die unfassbar wertvollen Kellerräume gehörten bisher den Nachfahren der Königsfamilie Travancore. Auf Anordnung des Obersten Gerichts in Neu-Delhi wurden sie nun aber vom Staat Kerala übernommen. Der dem Gott Vishnu geweihte Tempel hat sechs unterirdische Kammern, von denen einige regelmäßig geöffnet werden. Zwei weitere Kammern seien am Donnerstag und Freitag zum ersten Mal wieder untersucht worden, sagte ein Tempelbeamter. Die Räume wurden von sieben Mitgliedern eines Gremiums inspiziert, die ein Gericht extra dazu ernannte.

Mit Spannung wird in Indien nun die Öffnung von zwei weiteren Kammern erwartet. Regierungsvertreter wollen heute in die letzten der geheimen Kammern im Tempel schauen.

Modernes Sicherheitssystem geplant

Der Schatz enthält seltene und wertvolle Steine. Nach einem Bericht der Zeitung Hindustan Times wurden unter anderem 536 Kilogramm Goldmünzen aus dem 18. Jahrhundert, diamantbesetzte Teller, Rubine und Smaragde gefunden. Nach inoffiziellen Schätzungen hat der Fund einen Wert von rund 22 Milliarden Dollar (15 Milliarden Euro). Die Behörden betonen jedoch, alle Schätzungen seien noch spekulativ. Genaueres lasse sich erst nach einer eingehenden Untersuchung sagen, deren Ergebnis dem Obersten Gericht übermittelt werde.

Der Polizeichef von Kerala, Jacob Punnoose, erklärte, er habe Beamte postiert, die den Schatz bewachen sollten. Außerdem sei ein modernes Sicherheitssystem geplant. Die Treuhandfonds der Königsfamilie Travancore hatten erklärt, sie seien nicht mehr in der Lage, für die erforderliche Sicherheit des Tempels zu sorgen. Die Anlage wurde im 16. Jahrhundert von den Königen von Travancore erbaut. Deren Nachfahren hatten sich vergeblich dagegen gewehrt, dass der Staat die Anlage übernahm.

iwi/jag/news.de/dpa/dapd
Leserkommentare (1) Jetzt Kommentar zum Artikel schreiben
  • WhitePeacock
  • Kommentar 1
  • 05.07.2011 15:32
 

Namaste alle zusammen. Ich hoffe, daß in diesem Fall nicht die Gier klammer Staatsbetrüger (ähem Staatsdiener) die Mutter des Kontrolliergedankens war. Wir wissen ja mittlerweile, daß die Nachtwächter-Staats-Bediensteten nicht mit Geld umgehen können. Nicht vergessen, der Schatz ist Vishnu geweiht. Nur zum Vergleich: Der Himalaya außerhalb Indiens liegt voller Müll von Bergsteigern - nur auf indischem Boden ist einer der 8000er einer Göttin geweiht und darf nicht bestiegen werden - dieser Berg ist müllfrei. Hoffentlich denkt die indische Regierung daran, daß es mehr als nur Geld gibt.

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