Sa., 26.05.12

Kindermord 28.06.2011 Zweiter Fehlschlag bei Mary-Janes Ranzen

Auf dem Phantombild und einem roten Ranzen liegen die Hoffnungen, Mary-Janes Mörder zu finden. Hinweise zum Phantombild sind etliche eingegangen, doch ein Tornister, der in der Nähe von Zella-Mehlis gefunden wurde, ist nicht der richtige.

Drei Tage, nachdem Mary-Janes Leiche gefunden wurden, haben die Ermittler in Zella-Mehlis einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Ein zweiter roter Schulranzen, der in einem Altkleidercontainer entdeckt worden war, gehört definitiv nicht dem umgebrachten Mädchen.

Die Besitzer hätten ermittelt werden können, teilte die Polizei im thüringischen Suhl mit. Die Schultasche sei in Geraberg rund 20 Kilometer von Zella Mehlis entfernt entdeckt worden - genau wie ein schon am Sonntagabend gefundener erster roter Ranzen.

Auch der per Phantombild gesuchte Begleiter der Siebenjährigen konnte noch nicht gefunden werden. Nach der Veröffentlichung des Bildes sind bei der Polizei inzwischen zahlreiche Hinweise eingegangen. Details dazu nannten die Ermittler nicht. 150 Beamten sind inzwischen für die Soko im Einsatz.

Gesucht wird nach einem etwa 40 Jahre alten Mann. Nach Aussagen von Mitschülern wurde er am Freitagnachmittag mit dem Kind gesehen. Er wird als schlank beschrieben und soll einen Dreitagebart sowie ein graues Basecap getragen haben.

Mary-Jane war am Freitag nicht von der Schule heimgekehrt. Wanderer hatten die Kleine am Samstag tot in einem Bach entdeckt. In der Magdalenenkirche von Zella-Mehlis kamen am Montagabend Hunderte Kinder und Erwachsene zu einem Trauergottesdienst für Mary-Jane zusammen.

iwi/wie/news.de/dapd/dpa
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