Sa., 26.05.12

Hochschul-Ranking 25.06.2011 Büffeln bis in die Nacht und trotzdem glücklich

Von news.de-Volontär Ronny Janke, Leipzig

Erneut ist die Handelshochschule in Leipzig Deutschlands beliebteste Hochschule geworden. Entschieden haben das die, die es am besten wissen müssen: die Studenten. Und das, obwohl deren Tag oft mehr als zwölf Lernstunden hat.

Textbasar beta Hochschul-Ranking Büffeln bis in die Nacht und trotzdem glücklich Ich will diesen Text kostenlos für meine Webseite

Svenja ist 24 Jahre alt - und bald Unternehmensberaterin. Noch studiert sie an der Handelshochschule in Leipzig (HHL). Dafür, dass Svenja direkt nach ihrem Studium ins Berufsleben einsteigen kann, musste sie viel tun. Die HHL verlangt ihren Studenten einiges ab: 12-Stunden-Tag, danach kaum Freizeit und nicht selten müssen auch die Wochenenden fürs Lernen geopfert werden. Und trotzdem ist die HHL laut der «trendence Absolventen-Studie» die beliebteste Hochschule Deutschlands.

«Wie viel Zeit hier jeder in sein Studium steckt, kommt auf die Ziele an, die man im Leben hat», sagt Svenja. Und obwohl jeder Student einen vollen Tagesplan hat, fühlt sich niemand allein. «Unsere Dozenten sind immer für uns da», erzählt Franz. Der 24-Jährige ist besonders mit der Betreuung an der HHL zufrieden. Auch das ist einer der zahlreichen Gründe, warum die private Hochschule in Leipzig deutschlandweit sehr gut abgeschnitten hat. Dass die Lehrer immer ein offenes Ohr für die Studenten haben, «auch dann, wenn gerade mal kein Seminar ist», schätzt Franz an der HHL sehr.

Nur am Abend würde er seine Dozenten nicht anrufen, «schließlich haben sie auch ein wenig Ruhe verdient», scherzt der Schweizer. An den Abenden sitzen die meisten Studenten ohnehin in kleineren Gruppen zusammen und arbeiten an aktuellen Projekten. Dabei lösen sie Aufgaben für große Unternehmen und haben die Möglichkeit, mit besonderen Ideen aufzufallen. Mancher Chef ist vom Nachwuchs gleich so begeistert, dass er mit einem Jobangebot nach dem Studium lockt.

91 Prozent der Studierenden haben die guten Kontakte, die die Leipziger Hochschule zur Wirtschaft hat, in der aktuellen Studie gelobt. Grundlage ist eine Umfrage unter knapp 32.000 Studenten im Wintersemester 2010/2011. Etwa 12.000 davon stammen aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaft. Für Andreas Pinkwart, den Rektor der HHL, ist das gute Abschneiden seiner Hochschule «eine tolle Motivation, mit den Studenten künftig an besten Ergebnissen zu arbeiten».

385 Studenten lernen derzeit an der Hochschule. In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Studierenden um 20 Prozent gestiegen. Allerdings wird darauf geachtet, dass nicht mehr als 35 bis 40 Teilnehmer in einem der zahlreichen Kurse sitzen. Nur so kann die gute Zusammenarbeit zwischen Studenten, Dozenten und Professoren sichergestellt werden.

Schon zu Beginn eines neuen Semesters lädt die HHL Firmen-Vertreter ein: Unternehmen stellen sich vor, lernen die potentiellen Mitarbeiter von morgen kennen, die Studenten knüpfen erste Kontakte. Berührungsängste sind da fehl am Platz. Doch die Studenten, die einen der begehrten Managementstudiengänge gewählt haben und an der Hochschule ihren Master in BWL machen, können sich das ohnehin nicht leisten.

In individuellen Workshops, die in Zusammenarbeit mit größeren Unternehmen entstehen, werden Kontakte gepflegt und die Weichen Richtung erfolgreiche Zukunft gestellt. Die Kooperation der HHL mit der Wirtschaft geht so weit, dass die Studierenden auf eine eigene Job-Datenbank zugreifen können. Darin sind Stellenausschreibungen verschiedener Unternehmen gelistet, für die sich vor allem Studenten interessieren, die an betriebswirtschaftlichen Hochschulen lernen. Dieser Service ist nicht billig: Ein zweijähriges Masterstudium an der privaten Hochschule kostet mindestens 25.000 Euro.

«Viel wichtiger ist aber, dass wir hier lernen, über uns hinauszuwachsen», sagt Alexander, ein gebürtiger Brasilianer. Die zahlreichen Gruppenarbeiten der Studenten stärken den Teamgeist und helfen dabei, zu lernen, wie ein Team funktioniert. «Schließlich will man seine Gruppe nicht hängen lassen», erzählt der 27-Jährige.

Wer sich an der HHL beworben hat, muss zunächst zeigen, wie gut er die englische Sprache beherrscht. Weil an der Hochschule nur auf Englisch unterrichtet wird, sind sehr gute Kenntnisse der Sprache die wichtigste Vorraussetzung, um einen der begehrten Plätze zu bekommen. In einem weiteren Test wird das analytisch-logische Denkvermögen ermittelt.

Auch Alexander wird von der besonderen Ausbildung an der HHL profitieren: Erste Kontakte zur Wirtschaft sind geknüpft. Wohin es ihn zieht, will er aber nicht verraten. So oder so: Die glücklichsten BWL-Studenten kommen tatsächlich aus Leipzig und die Unternehmen weltweit lecken sich die Finger nach ihnen.

bjm/news.de
Kommentar schreiben Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Kommentar  
Ihr Name
Ihre Emailadresse
Bitte übertragen Sie die Zeichen in das Feld darunter.
'6Ld52csSAAAAAKTxfdwmi0Ay4Tjghi64k3PAcWrj'

Hochschul-Ranking: Büffeln bis in die Nacht und trotzdem glücklich » Gesellschaft » Nachrichten

URL : http://www.news.de/gesellschaft/855194908/bueffeln-bis-in-die-nacht-und-trotzdem-gluecklich/1/

Schlagworte:

Wir empfehlen
Anzeige
Facebook
Twitterbox
Follow Us!
Anzeige