Sa., 26.05.12

Bodenfelde 21.06.2011 Doppelmörder entschuldigt sich

Verteidigung im Fall Bodenfelde (Foto)
Die Verteidigung im Fall von Bodenfelde hat ihr Plädoyer gehalten. Bild: dapd

Er hat zwei Kinder grausam getötet, nun tut es ihm leid. Jan O. sagte in seinem Schlusswort vor Gericht, er wisse nicht, was ihn «da geritten hat». Für das Schuldeingeständnis soll es nach dem Willen der Verteidigung einen Bonus geben.

Der mutmaßliche Mörder zweier Jugendlicher im niedersächsischen Bodenfelde hat sich für seine Taten bei den Familien der Getöteten entschuldigt. «Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat», sagte der 26-Jährige vor dem Landgericht Göttingen in seinem Schlusswort.

Sein Verteidiger hatte sich zuvor in seinem Plädoyer weitgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft angeschlossen, allerdings gefordert, auf eine Sicherungsverwahrung zu verzichten. Das Schuldeingeständnis könne für diesen Bonus sorgen. Schon die Unterbringung in der Psychiatrie gewährleiste, dass Jan O. nicht freikomme, solange er noch gefährlich sei.

Das Urteil gibt es am kommenden Montag

Die Staatsanwaltschaft sowie die Anwälte der Eltern der Getöteten hatten am Montag wegen einer schweren Persönlichkeitsstörung und «erheblicher Rückfallgefahr» 15 Jahre Haft, die Unterbringung in der Psychiatrie und Sicherungsverwahrung gefordert.

Der 26-jährige Jan O. hatte gestanden, im November 2010 die 14-jährige Nina und den 13 Jahre alten Tobias getötet zu haben. Nach Ansicht des Staatsanwaltes handelte er aus sexuellen und kannibalischen Motiven. Ein Urteil soll am kommenden Montag gesprochen werden.

beu/news.de/dapd/dpa
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