Von news.de-Redakteur Jan Grundmann
Machtkampf in der deutschen Burschenschaft: Weil ein Mitglied den deutschen Pass, aber asiatische Eltern hat, laufen rechte Studentenverbindungen Sturm. Sie wollen nur reinrassige Deutsche zulassen. Jetzt droht eine Spaltung.
Kai-Ming Au spricht ein klares Deutsch mit leichtem pfälzischen Dialekt, er wählt seine Wörter mit Bedacht und asiatischer Höflichkeit. «Burschenschaft besteht für mich aus einem Bund fürs Leben», sagt er, «ich find es toll, hier zu sein.», erzählt der Student im Gespräch mit news.de. Kai-Ming entzweit derzeit die deutsche Burschenschaft - das sind meist konservative Cliquen von männlichen Studenten, die miteinander wohnen, fechten, trinken und nach Studienabschluss von Alten Herren, also ehemaligen Verbindungsstudenten, in gute Jobs katapultiert werden.
Der Kerl, wegen dem nun die Burschenschaftswelt in Brand geraten ist, studiert Finanzdienstleistung an der Fachhochschule Ludwigshafen. Vor fünf Semestern stellte er sich bei der Burschenschaft Hansea vor. Die liberale Verbindung akzeptierte den Neuling, der in Mannheim geboren wurde, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und in der Bundeswehr gedient hat. Er hat die vorgeschriebenen Fechtkämpfe absolviert, sich zum deutschen Vaterland bekannt, ist mittlerweile sogar Vorsitzender der Verbindung.
Nur kommen seine Eltern aus China, dementsprechend hat der deutsche Staatsbürger Kai-Ming Au asiatische Züge. Das passt rechten Burschenschaftlern nicht. Geht es nach ihnen, würde ein Rassegesetz nur noch Deutschstämmigen die Mitgliedschaft erlauben. Und die Hansea flöge aus dem Dachverband.
Mitglied sollte nur werden, wer aus dem deutschen Volk kommt
Der Dachverband mit seinen 120 Burschenschaften trifft sich noch bis Sonntag in Eisenach. Im Schatten der Wartburg, an jenem symbolischen Ort, an dem sich Burschenschaften im Jahr 1817 getroffen und Pläne zur Reichseinigung geschmiedet haben. Beim Jahrestreffen wird jetzt getagt, getrunken, es gibt einen Festakt auf der Wartburg und einen Fackelmarsch zum Burschenschaftsdenkmal. Und es wird wohl noch viel diskutiert. Denn in diesem Jahr brennt es im Verband. «Es rumort bezüglich der Frage, wer Mitglied in einer Burschenschaft sein darf», so Michael Schmidt, Pressesprecher des Dachverbands.
Seit jeher ist klar, dass nur ein Angehöriger des deutschen Volkes Mitglied werden kann. Doch wer gehört zum deutschen Volk? «Bisher wurde ausdrücklich auf die Staatsbürgerschaft Bezug genommen», so Pressesprecher Schmidt. Doch seit Februar gilt ein neues Gutachten, so heißen die verbindlichen Interpretationen der Burschenschaftsgrundsätze.
«Nichteuropäische Gesichts- und Körpermorphologie»
Laut des neuen Gutachtens ist die deutsche Abstammung maßgeblich. Als Deutsche gelten demnach nur Studenten, deren familiäre Wurzeln im deutschen Siedlungsgebiet in der Mitte Europas liegen, auch die Ostgebiete des Deutschen Reiches gehören ausdrücklich dazu. Laut einem Bericht von Spiegel Online soll im Zweifel ein Ausschuss entscheiden, ob ausreichend arisches Blut durch die Bahnen des Bewerbers fließt.
Mit diesem Arierparagraphen in der Hinterhand reiste die konservative Verbindung der Raczeks aus Bonn an. Die hat derzeit den Vorsitz der Burschenschaftlichen Gemeinschaft inne, ein Sammellager aus 40 erzkonservativen Studentenverbindungen. Sie wollte eine Abstimmung über die Rassenvorschrift und den Rausschmiss der Hansea-Verbindung wegen Kai-Ming aus dem Dachverband. «Eine nichteuropäische Gesichts- und Körpermorphologie weist auf die Zugehörigkeit zu einer außereuropäischen populationsgenetischen Gruppierung und damit auf eine nicht-deutsche Abstammung hin», heißt es im Antrag, der news.de vorliegt.
Keine Abstimmung, aber Debatte über Rassegesetz
In letzter Sekunde haben die deutschen Burschenschaftler ihren Konflikt leicht entschärft. Am Donnerstag wurde der Antrag, die deutsche Abstammung als zwingenden Grund für eine Mitgliedschaft einzuführen und Hansea Mannheim aus dem Dachverband zu schmeißen, zurückgenommen. «Nach einer langen und emotionalen Diskussion», sagt Pressesprecher Schmidt.
Zuvor hatte der Rechtsausschuss des Verbands ein neues Gutachten zur Frage verkündet, wer Burschenschaftler werden darf. Künftig seien bei der Auswahl von Mitgliedern weiterhin «das Bekenntnis zur deutschen Kultur, die deutsche Staatsangehörigkeit und die Abstammung» entscheidende Anforderungen an Bewerber, sagte Schmidt. Allerdings müsse nicht jeder einzelne dieser Punkte erfüllt werden, um aufgenommen zu werden.
Auch wenn nun nicht über das Rassegesetz abgestimmt wird, erwartet Sprecher Schmidt am Wochenende in Eisenach eine heiße Debatte zum Thema. «Eine Spaltung der Burschenschaft darüber ist denkbar», so Schmidt.
Trotz des Aufstands des erzkonservativen Lagers sieht Schmidt keinen Rechtsruck. «Es gibt keine rechte Unterwanderung der Burschenschaft. Die würde ich dann sehen, wenn es eine Überschneidung der Führungsgremien von Burschenschaft und rechtsextremen Parteien gibt. Das ist aber nicht so.» Die Burschenschaft sei heterogen, die Mehrheit liberal. «Rechte Meinungen sind Einzelmeinungen», sagt er.
beu/news.de/dapd
Also Chinesen, Japaner, Koreaner U.S.W. Lieben ihr Land und sind ein Stolzes Volk Intelligent, Gastfreundlich wenn die Gäste auch wieder gehen, sowie auch gute Kämpfer von denen wir noch einiges Lernen Können, also wir sind Arier und Asiaten unsere Freunde, so soll es sein! Magnus K
jetzt antwortenKommentar meldenDer feine Herr Grundmann jagt hier wieder eine Sau durchs Dorf,um die Menschen hierzulande von den echten Problemen abzulenken...
jetzt antwortenKommentar meldenHier wird vom mainstreamen Herrn Grundmann mal wieder eine Sau durchs Dorf gejagt,zwecks Sommerloch-Füllung und Ablenkung der Leute vor wirklich relevanten Problemen in unserem Lande...
jetzt antwortenKommentar meldenDiskutieren Sie mit und kommentieren Sie den Artikel Sind Asiaten Arier? : Burschenschaften streiten um Rassegesetz. Wir Arier, also kurz gesagt Leute mit blaeulichen Augen kommen urspruenglich aus Suedasien (siehe Kaschmir). Wie kann man also, sich ueberhaupt eine Burschenschaft von einer renomierten Uni, Gleiche ausschliessen. Man sollte immer dem Schwaechsten im Team Hilfe anbieten und zuerst mal ueber seine eigene Ariergeschichte Gras rueber wachsen lassen... In diesem Sinne wuensche ich allen Lesern dieses Posts noch einen schoenen Tag. Ich gehe jetzt beim Nachbarn schauen. Rene P.
jetzt antwortenKommentar meldenEinen Arier-Nachweis für einen in Deutschland geborenen jungen Mann zu fordern, finde ich durchaus auch "geschmacklos"! Allein sein offenes Bekenntnis zu Deutschland sollte dem "Patria"-Prinzip vollstens genügen! Es ist aber, wieder einmal, nur die Meinung einer Minderheit; der Beleg steht im Text selbst: Die Forderung kommt von Vertretern aus höchstens einem Drittel dieser Verbindungen. Daran tut selbst der peinliche Kapitalfehler, sich von der geistlosen Minderheit nach Außen vertreten zu lassen, keinen Abbruch! ... doch ewig lockt die Steinigung, was hinterher stets keiner will. ;-)
jetzt antwortenKommentar meldenNatürlich ist ein Chinese kein Arier und auch nicht seine hier geborenen Kinder. Trotzdem betrachte ich diesen in Deutschland geborenen Asiaten als eine Bereicherung jeder Bruderschaft. Gegenfrage: Was ist ein Deutscher? Lesen Sie doch einmal die Komplexität dieses Ausdrucks bei Wikepedia nach - ich hoffe nur sie verstehen es auch. Deutschland ist ein Völkerbund und damit sind Sachsen,Sachsen und Bayern, Bayern. Ich betrachte mich in erster Linie als Mann aus dem Volke der Bayern die in den Völkerbund eingegliedert sind.
jetzt antwortenKommentar meldenChapeau!!!
jetzt antwortenKommentar meldenWann wird endlich das Sommerloch abgeschafft???
jetzt antwortenKommentar meldenWas heisst hier überhaupt Arier? Es gibt nur eine "Rasse" und die heisst Mensch. Burschenschaften ! Ein versoffener, erzreaktionärer,arroganter und halbfaschistischer Haufen der längst auf den Müllhaufen der Geschichte gehört. Ich verstehe aber Herrn Kai- Ming Au nicht, was ihn so dort hinzieht. Ich meine, das reaktionäre Gedankengut dieser Vereinigung müsste ihn doch abstossen. Unter ihren Mützchen steht doch der Muff von tausend Jahren. Ekelhaft!
jetzt antwortenKommentar meldenWann heute 18:00Uhr Wo Gießen vor dem Uni-Gebäude Was: Demo gegen den Tag der Neuen Deutschen Burschenschaft
jetzt antwortenKommentar meldenWas für Idioten! Am besten wäre es noch, wenn der Deutsche Bürger mit Ausländischen Gesichtszügen gleich verbrannt, vergast, ans Kreuz genagelt, mit Kreuz ertränkt wird, man ihn dann klont um ihn dann zu Tode zu foltern! Und jetzt können alle arischen Volksgenossen aus den Bruderschaften die Hand zum Gruße heben und die echte deutsche Fahne in rot-weiß-schwarze anhimmeln und die erste Strophe der Nationalhymne singen. Ich gehe mit meinem Kumpel Ali noch eins auf euch trinken... Deppen.
jetzt antwortenKommentar meldenEwig gestrige ! Aber sie stehen nicht für Deutschland, als Nation ist solch eine Haltung nicht tragbar, die müssen ja nicht jeden aufnehmen, deshalb sollen Sie auch machen was sie wollen, etwas mehr Toleranz in jeder Hinsicht bitte!
jetzt antwortenKommentar meldenDie Diskussion zeigt, dass unterschieden werden muss zwischen den Fragen: 1)Was wollen diese Burschenschaften? Sind das Organisationen, denen man/ich angehören möchte? 2) Was dürfen Burschenschaften? Dürfen sie das Begehren um Aufnahme aus Gründen der Abstammung ablehnen? Die erste Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Die zweite Frage kann zivilrechtlich wohl so beantwortet werden, dass die das dürfen. Jenseits der Justiz gibt es aber eine moralische Frage. Und mit Deutschlands Geschichte disqualifiziert sich in meinen Augen jeder, der eine solche Blut und Boden-Position einnimmt.
jetzt antwortenKommentar meldenDas es überhaupt möglich ist über so etwas,so zu diskutieren finde ich unmöglich!!! Es lebe die Kurzsichtigkeit und Dummheit der Alten und Jungen... @ Oliver, dein Gesicht möchte ich sehen wenn auf einmal vor deiner Kneipe ein Schild steht wo " keine Oliver " draufsteht... Das wäre dann schon unmöglich,oder? Man sollte eigentlich meinen, das die meisten so weit denken können sollten, um einfach mal den Spieß um zudrehen und die Situation auf sich zu beziehen. Und dann sind ja alle sooo gemein!!! Unfassbar!
jetzt antwortenKommentar meldenWenn sich ein paar Leute zusammen tun, können sie selber bestimmen, wen sie in ihren Reihen aufnehmen. Ich entscheide doch auch an wen ich vermiete.
jetzt antwortenKommentar meldenWenn sich 3 Gleichgesinnte zu einem Verein zusammentun, dürfen sie das. Und wenn sie einen 4. nicht haben wollen, dürfen sie das auch. Das ist nun mal Freiheit, die man auch Burschenschaften zugestehen muß. Diese fordern ja nicht, dass man Nichtdeutschen etwas antun muß. Darin liegt dann auch der kleine Unterschied zu G und H und deren Rassenpolitik. Schlimm ist, wie hier die Grenzen verwischt und Zusammenhänge gebastelt werden, die es nicht gibt. Gott sei Dank gibt es auch Verbindungen, die das anders sehen. Man muß ja nicht Burschenschaftler sein. Der Rest sind alte Vorurteile.
jetzt antwortenKommentar meldenIm Jahr 2011 Rasseparagraphen... Mich erinenrt das Ganze an Herrn Göbbels Ausspruch: Wer Jude ist, bestimme ich! Nein, die Burschenschaftler sind keine Rechtsradikalen. Sie teilen nur deren Gedankengut. @oliver: Wenn man solche Sachen zulässt, dann setzt sich sowas wieder in der Gesellschaft fest. Aber Du fändest das ja sicher gut. Unsere Ehre heißt Treue und so. Wehret den Anfängen!
jetzt antwortenKommentar meldenWarum sollte eine Burchenschafft das nicht fordern dürfen? Nun gut die Chinesen sind uns Deutsche zumindest in der Mentalität sehr ähnlich, sofern es keine Muselmänner sind. Es muss etwaas angepackt werden, wenn sich diese Grüne Relativismuspolitik verabschiden soll. Ich hoffe nur, dass es von den richtigen Leuten mit menschlicher Mine durchgezogen wird. Bleibt selbstbewusst, liebe Burchen und haltet an euer Kultur fest, wenn sie euch etwas bedeutet. Von den 68igern kann man da nur Entfremdung und Verfall der eigenen Kultur erwarten.
jetzt antwortenKommentar meldensehr elegant wie wir die Augen vor Unangenehmen verschliessen und dann noch als journalistische Kostbarkeit verkleiden. Na, immer weiter so es geht ja um nichts außer dass es von solchen Problemen wie, Griechenland,Euro,Hartz IV,Erhöhung der Lebenshalungskosten,Verschleppung der Übrarbeitung des Wahlesetzes u.s.w. ablenken soll. Schönen geruhsamen Abend!
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