Auf Wiedersehen, Plastiktüte: Aus Umweltschutzgründen will die EU-Kommission die Kunststoffbeutel eindämmen. «Wir prüfen dazu alle Möglichkeiten, auch ein EU-weites Verbot», erklärte Umweltkommissar Janez Potocnik.
Der Weg dahin ist allerdings noch lang. Gestartet wurde zunächst eine Befragung von Bürgern und Interessenvertretern, auf die dann ein Gesetzesvorschlag folgen soll. Und der müsste von den Mitgliedsländern mitgetragen werden. Während Österreich für ein Plastiktütenverbot eintritt, sieht Deutschland keinen akuten Handlungsbedarf.
Potocnik schon: Ein EU-Bürger verbrauche pro Jahr im Durchschnitt 500 Plastiktragetaschen, und die meisten davon nur ein Mal, erklärte er. Allein im Mittelmeer trieben derzeit rund 250 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen. Und bis zu ihrer Zersetzung kann es Jahrhunderte dauern.
Pro-Kopf-Verbrauch bei 65 Tüten
Zwar gehen die Behörden in einigen Mitgliedsstaaten schon mit Abgaben oder Teilverboten gegen Plastiktüten vor - aber nicht in allen. In Deutschland regelt die Verpackungsverordnung, dass die Hersteller der Tüten ins Duale System einzahlen. Das führt zu Preisen von bis zu 30 Cent pro Plastikbeutel - und zu einer Verwertungsquote von 70 Prozent. Die Verbrauchtsquote liegt mit 65 Tüten pro Bürger pro Jahr deutlich unter dem EU-Durchschnitt.
Zudem schneiden in einer Studie des Bundesumweltamtes die umstrittenen Tragetaschen im Vergleich zu Papiertüten gar nicht so schlecht ab, wenn man etwa auch den Energieverbrauch bei der Herstellung vergleicht.
Dessen ungeachtet hat Brüssel der Tüte den Kampf angesagt. Potocnik sähe es am liebsten, nähme man einen Einkaufskorb mit in den Supermarkt. Europäische Regeln müssten her, sagte er. Und wenn es kein Verbot wird, sollte die Plastiktüte dann mit Steuern belegt werden? Das ist eine weitere Frage, auf die alle Bürger im Rahmen der Konsultation bis zum August im Internet antworten können.
cvd/news.de/dapd
Der Leser des Kommntares Nr. 7 scheint ja neben einer natürlichen Agressivität auch über ein ausgeprägtes Nicht-Wissen zu verfügen. Wer sich einmal mit dem Anbau von Baumwolle, der Weiterverarbeitung zu Taschen und deren Ökobilanz auch nur rudimentär beschäftigt hat,kann so einen Unsinn nicht verbreiten. Aber das ist ja heute weit verbreitet: eine kleine radikale Minderheit will die Mehrheit mit ihrem idiologischem Müll überschwemmen. Klappt ja immer besser!
jetzt antwortenKommentar meldenEin kontinent voller verblödeter konsumenten muss gegängelt werden, wenn sie nicht genügend hirn besitzen selber umweltbewusstsein zu entwickeln und nicht merken das der planet den bach runter geht. Wenn du tatsächlich keine sorgen diesbezüglich hast und probleme nicht erkennst, hast du es auch nicht besser verdient. Und was es nicht mehr gibt, kann man auch nicht ins meer werfen. An allen kassen kann man alternativ zur plastiktüte auch zum stoffbeutel greifen. Aber dem gedankenlosen dummbürger sind 50 cent für die umwelt ja zu viel.
jetzt antwortenKommentar meldenSo langsam kommt es mir vor,daß uns Brüssel schlimmer gängelt,gibt es in der EU noch eine freie Marktwirtschaft oder wurde die beim Beitritt abgeschafft(siehe E10).Ich frage mich, hat Europa keine anderen Sorgen und Probleme ???
jetzt antwortenKommentar meldenHier, jetzt und heute ist die Eigenverantwortung mit Blick für die Zukunft dringend notwendig.Wie wir wissen, dauert die Zersetzung dieser Plastiktüten ewig, überdauert die nächsten Generationen. Die unbedachte Trägheit von uns Menschen schafft ungeahnte Probleme, die jeder einzelne schlicht,einfach, aber konsequent verhindern kann indem er konstant eine umweltfreundliche Tragemöglichkeit vorab einplant. Die Denkfaulen greifen zu Plastiktüten, Mitdenkende z. B. zum Einkaufskorb. Praktisch, plausibel ohne negative Nebenwirkungen für Gegenwart und Zukunft.
jetzt antwortenKommentar meldenIch brauche die Dinger nicht und habe immer genügend Taschen dabei. Insoweit finde ich einen Austausch von Plastik gegen etwas Umwelttaugliches sehr gut.
jetzt antwortenKommentar meldenMan sollte schon aus vernunft auf diesen Müll verzichten und wenn das nicht geht dann auch zu einem Verbot übergehen.Zu Kommentar drei,verbot gleich bevormundung,ist es etwa nicht bevormundung wenn ich beim Aldi oder sonstwo einkaufe und mir zur verpackung eben nur diese Plastiktüten angeboten werden,sie bezahlen muß und auch noch für dieses Geschäft mit aufgedruckter Werbung rum laufe.
jetzt antwortenKommentar meldenVerbote sind genauso dumm, wie diejenigen, die Naturfrevel begehen. Rechts- und Naturfrevel sind deckungsgleich, Zeugnis eines verluderten Bewusstseins. Verantwortungslos, ignorant und a-kulturell. Die Gedankenlosigkeit jedoch kann niemand mit Verboten bekämpfen. Gerade diese Stumpfsinnigkeit ist die Schwester des Unverantwortbaren und damit eine Geisel der Menschheit, Bürokratie genannt. R fordert: Schluss mit der lebenslangen Bevormundung durch Bürokraten, für Handlungs- und Verantwortungskompetenz der Menschen. Oder für was schicken wir jeden mind. 12 Jahre in Schulen?
jetzt antwortenKommentar meldenPlastiktüten sollten weltweit verboten werden. Jedes jahr sterben tausende meerestiere einen elenden tod durch die über bord geworfenen plastiktüten. Ins besondere durch die klarsichtigen u. unbedruckten, die von schildkröten u. anderen quallenfressern mit diesen verwechselt werden. Und schon sind wir wieder bei der globalen verblödung der menschheit, die ich hier schon ewig anprangere. Ich selber nehme seit ca. 15 jahren zum einkaufen immer meine stofftasche mit.
jetzt antwortenKommentar meldendas ist schon mehr wie ueberfaellig, man sollte gleich andere unnoetige plastikprodukte verbieten fuer die es aus anderen materialien ersatz gibt.
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