Gerechtigkeit wird es für eine Iranerin vorerst nicht geben, die nach einem Säureattentat blind und entstellt ist. Per Gericht ist die Vergeltungsaktion der Betroffenen an ihrem Peiniger auf unbestimmte Zeit verschoben worden.
Der Mann, der sie verehrte, zerstörte ihr Leben: Weil Ameneh Bahrami ihn nicht wollte, schüttete Madschid Mowahedi der jungen Frau Säure ins Gesicht. Der Kommilitone machte der damals 24-jährigen Iranerin den Hof, doch sie wies ihn ab. Eine Schmach, die der junge Mann nicht auf sich sitzen lassen wollte. Auf offener Straße kippte er ihr Schwefelsäure ins Gesicht. Seitdem ist Ameneh Bahrami blind, ihr Gesicht verbrannt. Auch an Brust, Gesicht, Armen und Händen zerfraß die Säure ihre Haut und griff ihre Speiseröhre und innere Organe an. 20 Operationen hat sie seitdem über sich ergehen lassen, doch sehen wird sie nie wieder können.
Bahrami schrieb ein Buch über ihr Leiden - und über ihren Kampf um Gerechtigkeit. Auge um Auge heißt das Buch, das in Deutschland im mvg-Verlag erschienen ist. Darin stellt sie sich den Moment vor, der heute Wirklichkeit wird - wie sie ihrem betäubten Peiniger mit einer Pipette die Säure in die Augen träufelt. «Irgendwann wird er schreien. Wenn er wieder aufwacht. So, wie ich jeden Morgen schreie, wenn ich meine Augen öffnen möchte und es nicht kann.»
Vergeltung oder Vergebung?
In einem Aufsehen erregenden Prozess hatte Ameneh Bahrami für die Vergeltung gekämpft - darum, den uralten Grundsatz «Auge um Auge» umsetzen zu dürfen, der im islamischen Scharia-Recht noch besteht. 2008 fällte das Gericht das Blutracheurteil zu ihren Gunsten. Und nun kam der Anruf aus Teheran: Am 14. Mai sollte es soweit sein. Die 32-Jährige, die seit Jahren in Barcelona lebt, reiste in ihre Heimat, um sich zu rächen.
Ameneh Bahrami schreibt in Auge um Auge aber auch über Vergebung. Ihr Großvater habe ihr geraten: «Den Wettstreit um die Menschlichkeit gewinnt, wer verzeiht. Nicht der, der nimmt oder zerstört.» Welcher Teil ihres Innern stärker ist, wird sich heute zeigen. In einem Telefonat mit dem mvg-Verlag zeigte sie sich vor wenigen Tagen überzeugt, dass sie das Urteil umsetzen wird. «Ich bin sicher, dass ich das Urteil vollstrecken werde. Ich mache das nicht für mich, sondern für die gesamte iranische Bevölkerung. Ich möchte nicht, dass sich so eine Tat noch einmal wiederholt. Das ist keine Vergeltung, sondern eine Lehre.»
Das Gericht verkündete, dass Madschid Mowahedi nach der Blendung in die Freiheit entlassen werde, wenn er 150.000 Euro an Ameneh Bahrami zahle. Ansonsten müsse er den Rest seiner zwölfjährigen Haftstrafe absitzen.
Die Tage bis zur geplanten Vollstreckung verbrachte Bahrami versteckt im Iran. Ihr Bruder, ihre Eltern und zwei Reporter hatten dabei sein wollen, wenn sie Mowahedi entgegentritt. Nun wurde die Vollstreckung der Rache verschoben. Wenn es schließlich doch dazu kommt und Bahrami Vergeltung üben will, wird sie jemand begleiten müssen. Jemand wird ihre die Hand führen müssen. Denn sie sieht nichts.
iwi/beu/krc/news.de/dpa
Ohne Zweifel ist Ameneh Bahrami schrecklichstes Unrecht geschehen. Und dennoch, sollte Ameneh Bahrami nach einer eventuellen Vollstreckung des geschilderten Urteils nach Europa (Spanien) zurückkehren, müsste sie sofort wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung vor Gericht gestellt werden. In Europa gilt nicht die Scharia! Ein Verstoß gegen die grundlegensten Menschenrechte kann in Europa nicht geduldet werden. Es hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, wenn zu einem schweren Unrecht ein weiteres schweres Unrecht hinzugefügt wird.
jetzt antwortenKommentar meldenAußer unseren Politikern glaubt doch kein Mensch, dass wir in Deutschland mit diese Art von Menschen in Frieden leben könnten.Hier bei uns verstecken sie sich doch nur hinter ihren Glauben ihren Kindern und ihren Frauen.In ihren 4 Wänden läuft alles anders als sie sich in derÖffentlichkeit geben.Hinterlist und Tücke prägt ihren wahren Karackter.
jetzt antwortenKommentar meldenniemand zwingt dich in deutschland zu bleiben! dann geh fort!!!
jetzt antwortenKommentar meldenrespekt vor der frau,in deutschland sollte man das auch einführen dann gäbe es viele verbrechen nicht mehr. der staat hat sich da nicht einzumischen,die tun sowieso nur was für die täter,bekam es am eigenen leib zu spüren mit brutaler alter rentnergang in münchen-harthof röblingweg 13. hier würde man auf schlechte kindheit der täter rücksicht nehmen u.a.,wer nimmt rücksicht auf die opfer,keiner von diesen psychophaten in schwarzer robe die hier sowieso keine gesetzlichen richter sind siehe legitimierung eines richters,trotzdem treiben diese lumpen ihr unwesen weiter. diesem täter gehört es ohn
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