Von news.de-Redakteurin Ulrike Bertus
Er hat einen Frosch hingerichtet, nun steht er vor Gericht: Ein Mann fühlte sich in Krefeld so sehr durch die Tiere am Nachbarteich gestört, dass er eine Waffe nahm und schoss. Frösche werden häufiger Opfer von Gewalttaten, als man wohl vermutet.
Eigentlich tun sie niemandem etwas. Schleimig-grün sitzen sie am oder im Wasser und untermalen den sommerlichen Grillabend mit lautem «Quak». Für die einen sind Frösche der perfekte Soundtrack zum Sommer, für andere sind sie die reinste Lärmbelästigung.
Für einen 47 Jahre alten Mann aus Krefeld gab es vom Nachbarfrosch ein «Quak» zu viel. Weil er sich über die Tiere am Teich seines Nachbarn aufregte, nahm er ein Luftgewehr aus seinem Schrank und erschoss die Frösche. Ein John Wayne am Gartenteich. Für die Waffe hatte der Krefelder, ganz Cowboy, keinen Waffenschein.
Nach der stillen Nacht entdeckte der Gartenbesitzer den Leichnam eines Frosches. Diagnose: Kopfschuss. Zudem waren in der Teichfolie Einschusslöcher. Die hinzugerufene Polizei nahm den Fall auf, nun steht der Frosch-Schütze vor Gericht.
Der Angeklagte bestreitet die Tat, die neben Verstößen gegen das Tierschutz- und das Waffengesetz auch Sachbeschädigung (die Teichfolie) beinhaltet.
32 Cent für jeden toten Frosch
Aber er ist nicht der Einzige, der sich einen Frosch als Opfer ausgesucht hat. Frösche scheinen perfekte Opfer zu sein: Sie sind wehrlos und klein. Und durch das «Quak» sind sie leicht zu finden.
Vor drei Jahren erschoss im Landkreis Lüneburg ein damals 44 Jahre alter Mann alle Frösche, die sich auf dem Grundstück der Nachbarin aufhielten. Mehrfach habe er der Teichbesitzerin gesagt, dass ihn der Lärm nerve. Irgendwann griff er durch - und lud die Waffe. Angeklagt wurde später auch die Nachbarin: Sie habe von dem Froschmassaker, wie es die Taz nannte, gewusst, aber nicht sofort die Polizei verständigt.
Während die Nachbarn in Lüneburg die Frösche nur auf den Müll warfen, ging in Frankreich eine Gruppe von Männern gewinnbringender vor. Mehr als 10.000 Frösche sollen sie getötet und dann an Feinkostläden verkauft haben. Froschschenkel, eine umstrittene Delikatesse, brachten dem Mann eine Menge Geld: Pro totes Tier gab es 32 Cent.
In Landsberg fingen Jugendliche Frösche, hängten sie auf und zerhackten einige der Tiere mit einem Beil oder beschossen sie mit einer Luftdruckpistole. Stolz filmten die jungen Männer ihre Tat und verschickten das Video an Freunde. Das Motiv: Sie hätten nicht gewusst, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen.
beu/iwi/bas/reu/news.de/dpa
Es gibt eben einige die schon mit einem Kopfschuss auf die Welt kommen. Leider.
jetzt antwortenKommentar meldenAuge um Auge! Die Strafen für Tierquäler können nicht hoch genug sein!!!
jetzt antwortenKommentar meldenmein gott, was für eine nachricht.
jetzt antwortenKommentar meldenIn Landsberg fingen Jugendliche Frösche, .... Das Motiv: Sie hätten nicht gewusst, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollen. WAS FÜR ASIS! man müsste mal mit denen das gleiche machen!
jetzt antwortenKommentar meldenWas für ein Schwachsinn !! Seit wann benötigt man denn einen Waffenschein für ein LUFTGEWEHR?? Frei verkäuflich ab 18 Jahren. Wer solchen Unsinn verbreitet gehört wahrscheinlich der BILD DIR DEINE MEINUNG Zeitung an.
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