Von news.de-Mitarbeiterin Katharina Bott
Google Doodle: Der Ornithologe und Zeichner John James Audubon widmete den Hauptteil seines Lebens dem Buch Die Vögel Amerikas. Google ehrt den Vogelnarr mit einem Doodle.
Google widmet sein heutiges Doodle John James Audubon. John wer? Außer ein paar Biologen dürfte dieser Name dem Gros der Mitteleuropäer nicht allzuviel sagen. John James Audubon hatte einen großen Traum: Er wollte alle Vögel Nordamerikas malen. In Orginalgröße zu Papier bringen und sie allesamt veröffentlichen. Als er am 27. Januar 1851 in New York starb, sah er seine Lebensaufgabe verwirklicht. Doch bis dahin war es ein schwerer, steiniger Weg für den Vogelkundler.
Der ständig unter Geldsorgen leidende Vogelnarr schlug sich zeitweise als Jäger, Tierpräparator und Krämer durch und versuchte so seine vierköpfige Familie zu versorgen, was ihm allerdings nur leidlich gelang. Wirklich wichtig waren ihm scheinbar nur Flora und Fauna. Den Vögeln reiste er durch ganz Nordamerika hinterher, erlegte und präparierte sie, um die schönsten Exemplare anschließend lebensgroß zeichnerisch festzuhalten. Laut eigener Aussage soll er während seiner Expeditionen täglich mehr als 100 Vögel geschossen haben.
Zwar avancierte er schnell zum führenden Vogelexperten Amerikas. Allerdings wollte ihm in Amerika vorerst niemand seinen Traum einer Vogelenzyklopädie erfüllen. Darum reiste er 1826 nach England, wo bis zum Jahre 1838 alle vier Bände von Birds of America erschienen. Sie enthielten 435 handkolorierte Bildtafeln mit der Darstellung von über 1000 Vögeln. Seine Bücher wurden ein voller Erfolg und auch finanziell wurde John James Audubon endlich für seine Mühen belohnt. Übrigens: Ein kompletter Satz der Birds of America wurde im Jahr 1993 bei Christie's in New York für mehr als 3 Millionen Dollar versteigert.
brc/news.de