Sa., 26.05.12

Duales Studium 19.04.2011 Mehr davon

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news.de-Mitarbeiterin Juliane Ziegengeist Bild: news.de

Von news.de-Mitarbeiterin Juliane Ziegengeist

Frei nach dem Motto «Doppelt hält besser» studieren immer mehr Abiturienten dual. Sie kombinieren Ausbildung und Studium und haben damit vor allem bei Unternehmen einen Stein im Brett. Ein Modell für die Zukunft.

Studenten haben's nicht leicht. Sie schlagen sich jahrelang mit blanker Theorie herum, müssen sich mit Nebenjobs über Wasser halten und nach ihrem Abschluss feststellen, dass die Unternehmen nach Mitarbeitern mit Berufserfahrung suchen. Und da heißt es bei den meisten: Fehlanzeige.

Dabei liegt die Lösung für all diese Probleme auf der Hand: eine duale Ausbildung. Die Kombination aus Praxiserfahrung im Betrieb und Vorlesung im Hörsaal hat viele Vorteile. Studenten lernen praxisnah, können ihr Wissen direkt anwenden und haben nach nur drei Jahren zwei Abschlüsse in der Tasche. Die Ausbildungsvergütung macht unabhängig - von Eltern und Nebenjobs. Und die Übernahmeaussichten sind rosig.

Da lohnt es sich, einen straffen Zeitplan und wenig Freizeit in Kauf zu nehmen. Denn Semesterferien gibt es nicht, der Jahresurlaub beschränkt sich meist auf 28 Tage. Nicht anders als im späteren Berufsleben also. Eine bessere Vorbereitung gibt es kaum - Aufstiegschancen inklusive. Nach dem BachelorNiedrigster akademischer Abschlussgrad. An den deutschen Hochschulen wird dieser Abschluss in der Regel nach drei Studienjahren (sechs Semester) erreicht. kann berufsbegleitend oft ein MasterIn europäischen Staaten ist der Master der zweite erreichbare akademische Grad. In der Regel ist dazu ein ein- bis zweijähriges Studium notwendig, dass Studenten oft direkt nach dem Bachelor-Abschluss beginnen. -Abschluss erlangt werden.

Auch Ausbildungsbetriebe und der Staat profitieren von dualen Studienangeboten. Mit Hochschülern, die bedarfsgerecht ausgebildet und früh an das Unternehmen gebunden werden, erledigt sich der Fachkräftemangel fast von selbst. Da die Studienfinanzierung über Gehalt und Unternehmenszuschüsse abgesichert ist, wird auch das BafögBafög steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Die Abkürzung wird synonym mit dem Geld verwendet, das an Bafög-Empfänger gezahlt wird. Dabei handelt es sich um eine staatliche Unterstützung (= Sozialleistung), die von Einkommen und Vermögen abhängig ist. Schnee von gestern.

Das Manko: Derzeit gibt es deutschlandweit nur 900 duale Studiengänge. Sie sind vor allem in Natur- und Wirtschaftswissenschaften verbreitet, Ausbildungsverträge und Studienplätze sind heiß begehrt. Da, wo der Schuh ob der hohen Verwissenschaftlichung und Praxisferne auch drückt, nämlich in sozial und kulturell geprägten Fächern, fehlt es an anwendungsbezogenen Bildungswegen. Es gibt Nachholbedarf. Denn ein Modell für die Zukunft ist das duale Studium allemal.

ham/mik/news.de
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