Von news.de-Mitarbeiterin Juliane Ziegengeist
Immer mehr freie Arbeitsplätze werden auf Internetportalen gelistet. Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. News.de stellt wichtige Anlaufstellen vor und verrät, worauf es bei der Suche ankommt.
Die Stellenanzeigen in der Zeitung Ihres Vertrauens haben ausgedient. Wer einen Job sucht, geht online. Laut einer Bitkom-Umfrage schalten 71 Prozent von insgesamt 1500 Unternehmen neue Stellenangebote auf allgemeinen Jobbörsen im Internet. Ungefähr genauso hoch ist der Prozentsatz jener Arbeitssuchenden, die diese Börsen nutzen, um sich beruflich neu zu orientieren. Sie sind damit Informationsquelle Nummer eins, wenn es um die persönliche Karriereplanung geht.
Die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist mit mehr als 800.000 verzeichneten Stellen das größte deutsche Jobportal. Interessenten können sich hier ein eigenes Profil anlegen, in das persönliche Daten eingespeist werden, eine Bewerbungsmappe erstellen und sich damit direkt online bewerben. Je nachdem, welche Qualifikationen und Berufswünsche im Bewerberprofil angegeben worden sind, ist es möglich, die Stellensuche darauf abzustimmen. Ob die Daten öffentlich zugänglich sind, in anderen Jobbörsen erscheinen oder anonymisiert werden, liegt im Ermessen des Suchenden.
Die Jobangebote der BA sind auch ohne Registrierung einsehbar. Sie lassen sich unter anderem nach Beschäftigungsart und -niveau sowie Region kategorisieren. Praktikums- und Ausbildungsplätze können gesondert gesucht werden. Selbst für Ungelernte ist etwas dabei.
Besonders für Fach- und Führungskräfte geeignet ist die Online-Jobbörse von Experteer, einem Kooperationspartner von news.de. Mehr als 80.000 offene Stellen sind derzeit bei experteer.de verfügbar. Klicken Sie hier, um das Angebot zu entdecken.
Bewerbungscheck gegen Bezahlung
Bei Monster.de sind rund 400.000 Jobs verzeichnet. Die einfache Suche funktioniert über ein Stichwort und die gewünschte Stadt oder Region. Per Jobnavigator lässt sich das Angebot zusätzlich begrenzen, etwa in Bezug auf Branchen oder konkrete Unternehmen. Ähnlich wie bei der BA können Bewerber auch in dieser Börse ein persönliches Profil anlegen, ihren Lebenslauf hochladen und sich so Personalern empfehlen.
Im Ratgeber für Jobsuchende verraten hauseigene Karriereexperten, was die Todsünden in der Bewerbungsmappe sind, welche Fragen im Vorstellungsgespräch am häufigsten fallen und wie Bewerbungskosten erstattet werden. Gegen Bezahlung lassen sich Lebenslauf und Anschreiben gegenchecken. Offen gebliebene Fragen werden im Forum beantwortet.
Auch bei stepstone.de ist die Eingrenzung der Suche via Stichwort- und Ortseingabe möglich. Ferner gibt es sogenannte Channels - etwa für das Personalwesen, IT & Telekommunikation sowie Uni & Berufsstart. Hier finden sich auf extra Webseiten branchenspezifische Stellenausschreibungen, Fortbildungs- und Bewerbungstipps und die Möglichkeit, mit anderen Jobsuchenden, vor allem aber Arbeitgebern der gleichen Branche, zu netzwerken.
Das Highlight bei Stepstone: Mit dem Bewerbungsgenerator lässt sich eine Online-Bewerbungsmappe erstellen. Dazu sind nur fünf Schritte nötig, in denen die Daten für Deckblatt, Lebenslauf und Anschreiben in vorgefertigte Masken eingespeist und mithilfe verschiedener Designs individualisiert werden können. Heraus kommt eine PDF-Datei, die extern gespeichert oder im eigenen Börsen-Profil verwertet werden kann.
Virtuelle Jobbörsen
Die etwas andere Art, sich online um einen Job zu bemühen, sind virtuelle Jobmessen. Diese sind bei Unternehmen beliebt, die sich mit neuen Medien und Technologien beschäftigen. Sie können sich an Online-Messetagen auf Plattformen wie Jobfair oder Second Life beteiligen, ihr Firmeprofil vorstellen und Stellen an den Mann oder die Frau bringen. Bewerber können via Chat direkt mit Personalentscheidern am anderen Ende der Leitung in Kontakt treten. Wie auf realen Karrieremessen gilt auch hier: Eine gute Vorbereitung und selbstsicheres Auftreten sind ein Muss. Jobfair bietet hierzu einen Leitfaden an.
Beide Portale erfordern eine Anmeldung, die kostenlos ist. Die Teilnehmer sind als Avatare in den Messehallen unterwegs. Um die Programme, die in 3D abgebildet werden, störungsfrei zu nutzen, muss der Nutzer spezielle Software herunterladen. Auch diese gibt es kostenfrei. Neben Jobfair und Second Life veranstaltet monster.de eine Online-Jobmesse. Eine Live-Demo sehen Sie hier.
Wer die richtige Jobbörse noch sucht, dem sei zum Jobbörsenfinder geraten. Mit mehr als 1000 verzeichneten Portalen richtet sich dieser an Arbeitgeber, die ihre Stellenangebote branchenspezifisch platzieren wollen, um qualifizierte Bewerber anzusprechen. Aber auch für diese lohnt sich ein Blick. Über Filter zu Fachbereich, Vertrags- und Portalart lassen sich uninteressante Adressen aussortieren und nach Relevanz und Aktualität ordnen. Wer beispielweise nach einer Festanstellung im Bereich Energiewirtschaft sucht, dem werden wahlweise jene Börsen angezeigt, die die meisten oder aktuell passendsten Angebote haben.
Vor- und Nachteile der Jobsuche im Netz
Die meisten deutschen Online-Jobbörsen sind kostenlos, auch wenn einige Premium-Mitgliedschaften anbieten, innerhalb derer Bewerber gegen eine Gebühr früher als andere Nutzer Zugriff auf mehr Stellenangebote erhalten. Diese lassen sich über zum Teil umfangreiche Filterfunktionen mit hoher Treffsicherheit durchsuchen. Interessante Ausschreibungen können vorgemerkt oder via E-Mail-Versand gespeichert werden. Haben sich Suchende registriert, können sie sich automatisch über neu eingegangene Ausschreibungen benachrichtigen lassen.
Mithilfe individueller Bewerberprofile ist es möglich, direkt auf Angebote zu reagieren und sich mit allen relevanten Unterlagen als neuer Mitarbeiter zu empfehlen. Wer sein Profil nicht anonymisiert, sondern als Stellengesuch frei zugänglich macht, kann auch von Arbeitgebern gefunden werden. Bei einer gelungenen Präsentation helfen die Börsen mit umfangreichen Tipps und Expertenmeinungen.
Die Fülle der Online-Stellenangebote ist Fluch und Segen zugleich. Die Trefferquote hängt von der Genauigkeit der Suchbegriffe ab. Der Bewerber muss sich vorher genau überlegen, wo seine Fähigkeiten und Interessen liegen, um nicht in einem Wust an Angeboten zu versinken, die mal mehr und mal weniger passen. Selbst dann kann das Ergebnis ungenau ausfallen, man denke nur an die Verenglischung vieler Berufsbezeichnungen. Hier sollte mit Synonymen gearbeitet werden.
Die Qualität der Angebote kann zudem äußerst unterschiedlich ausfallen. In einer Anzeige klingt die Stelle oft rosiger, als sie tatsächlich ist. Es lohnt sich also, auf den Unternehmensseiten nachzurecherchieren oder diese für mehr Informationen direkt zu kontaktieren. Das hilft auch dabei, die Bewerbungsunterlagen auf die Ausschreibung abzustimmen.
Bei exotischeren Berufen geben viele Online-Jobbörsen den Geist auf. Bewerber können auf sogenannte Metasuchmaschinen wie Yovadis.de oder Kimeta.de ausweichen. Sie scannen nicht nur Börsen, sondern auch Unternehmenswebsites nach passenden Angeboten. Generell gilt: auf der Suche nach dem Traumjob bestenfalls mehrere Portale nutzen. Manchmal hilft auch der Griff zur guten alten Zeitung.
Die Bundesagentur für Arbeit hat eine aktuelle Liste allgemeiner, branchenspezifischer und regionaler Online-Jobbörsen zusammengestellt. In unserer Bilderstrecke können Sie sich durch eine Auswahl klicken.
Nachdem einer meiner Söne übers Arbeitsamt und Internet erfolglos auf Jobsuche war habe ich es ihn verboten. Meine alte Nethode hat mir immer geholfen. Gehe rein in die Firma, verlange den Chsf zu sprechen und erzähle ihm dein Problem mit der Jobsuche. Hat er dann gemacht. Mußte ein schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf nachliefern und hat dann den Job bekommen. Do it youtself, alles ander ist vergebenliches mühen, oder glaubr wirklich Jemand, das irgendeine Indtitution /ausser das Finanzamt)an eiem Aebeitspslatz für mich ernsthaft intresse hat? Die haben bald Feierabend...
jetzt antwortenKommentar meldenDie meisten dieser Portale kenne ich sehr gut, nur finde mal in meinem Bereich eine Arbeit. Bei angeblichen Fachkräftemangel kann ich nur stauen, wie diese Arbeitgeber im Sessel furzen. Aber es gibt ja zum Glück ein paar wenige Parteien, mit denen man gegensteuern kann, leider sitzt keime von denen im Bundestag. Ich würde mal sagen, dass ich bei den meisten Jobbörsen im Wust von Angebote versinke und alle 3 Monate mal was passendes habe, wo es dann mindestens 60 Bewerber auf einem Platz gibt. Gruß Generation Praktikum!!!
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